Deutsche Studie: Mutation am Toll-like Rezeptor 7 beeinflusst Krankheitsverlauf
Die Mutation am Toll-like Rezeptor führt zu einer verminderten Ausschüttung von Interferon alpha, was die Progession der HIV-Infektion begünstigt. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung der Wissenschaftler um Dr. Djin-Ye Oh und Prof. Ralf Schumann vom Institut für Mikrobiologie der Charité in Berlin in Zusammenarbeit mit Forschern vom RKI und einer Berliner HIV-Schwerpunktpraxis.
Die Wissenschaftler haben insgesamt 1279 Studienteilnehmer untersucht, 734 davon waren HIV-positiv. Ein Viertel aller Probanden wies die spezielle Mutation des Toll-like Rezeptors 7 auf. Die HIV-Patienten mit der Mutation hatten einen deutlich beschleunigten Krankheitsverlauf und eine höhere Viruslast.
Das Gen für den Toll-like Rezeptor 7 liegt auf dem X-Chromosom. Auffällig ist, dass in der Studie 44,4 % HIV-positiven, jedoch nur 17,9 % der HIV-negativen Frauen diese Mutation aufwiesen. Das könnte bedeuten, dass Träger der Mutation empfänglicher für die Infektion sind. Um dieses Ergebnis zu bestätigen, müssen jedoch noch weitere Studien durchgeführt werden.
6.2.2009



