07.08.2009

Schweinegrippe und HIV

In Deutschland sind dem Robert Koch-Institut mit Datenstand vom 5.8.2009 (15.00 Uhr) insgesamt 8.619 Fälle der Neuen Grippe (Influenza H1N1/2009) übermittelt worden. Gegenüber der letzten Aktualisierung (Datenstand 4.8.2009, 15.00 Uhr) wurden 656 Fälle neu übermittelt. Der Anstieg wird nach wie vor hauptsächlich durch Reiserückkehrer verursacht, die nach Rückkehr aus dem Urlaub mit neuer Influenza gemeldet werden (501 Fälle), 155 Fälle wurden in Deutschland erworben (autochton).

Update auf IAS

Auch auf der IAS-Konferenz war die Schweinegrippe ein Thema und zwar im Rahmen eines eilig angesetzten Workshops, auf dem ein Update zu den bisherigen Erfahrungen gegeben wurde. 

Wie berichtet wurde, scheint die A/H1N1-Infektion bei HIV-Infizierten nicht schwerer zu verlaufen als bei HIV-Negativen. Es könnte aber sein, dass HIV-Positive aufgrund der Immunschwäche länger infektiös sind.

Schwere Verläufe wurden insbesondere beobachtet bei:

  1. Asthmatikern
  2. Schwangeren
  3. Adipösen (BMI > 30)

Die WHO (und die meisten nationalen Gesundheitssysteme) verzichten mittlerweile auf eine Sicherung der Diagnose mittels Erregernachweis, denn es sind drei PCR notwendig, um die Diagnose auszuschließen und fünf, um die Diagnose zu sichern. Es wird daher empfohlen, bei dringendem Verdacht auch ohne gesicherte Diagnose mit der Oseltamivir-Therapie zu beginne, wobei HIV-Infizierte möglicherweise mit einer doppelten Dosis und über einen längeren Zeitraum behandelt werden müssen. Wechselwirkungen von Oseltamivir mit geboosterten Proteasehemmern sind möglich. Die Oseltamivir-Spiegel können ansteigen und es muss vermehrt mit neurologischen Nebenwirkungen von Oseltamivir gerechnet werden.

Patienten ohne Pneumokokken-Impfung (diese wird dringend empfohlen!) sollten zusätzlich prophylaktisch antibiotisch (z.B. Amoxicillin/Clavulansäure) behandelt werden.

Impfung

Der Impfstoff wird aller Voraussicht nach im Oktober/November zur Verfügung stehen. Es muss zweimal im Abstand von vier Wochen geimpft werden. Ob die Standarddosis für Immunsupprimierte ausreicht, ist noch unklar.

Der Impfstoff soll gemäß WHO zunächst den am stärksten gefährdeten Personengruppen zur Verfügung gestellt werden. Das sind medizinisches Personal, Feuerwehr, Polizei und Justizvollzugsbeamte sowie Menschen mit Vorerkrankungen und Schwangere.

Nachrichten

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    31. Januar 2012: Siemens bietet den ersten schnellen, automatisierten Biomarker-Test zur Diagnose und Beurteilung einer Leberfibrose an. Der ELF-Test (Enhanced Liver Fibrosis-Test) dauert rund eine Stunde. Er benötigt nur eine Blutprobe.weiter

  • MSD fördert junge Wissenschaftler

    29. Januar 2012: Die Förderung für junge Wissenschaftler , die einen Forschungsaufenthalt an externen Einrichtungen und Organisationen planen, wurde für 2012 auf 20.000 € erhöht.weiter

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    24. Januar 2012: Studien zeigen, dass mit Hilfe eines Tests auf Humane Papillomaviren (HPV) Vorstufen des Gebärmutterhalskrebses früher erkannt und behandelt werden können. Es fehlt jedoch, so das IQWiG, der Nachweis des Nutzens im Hinblick auf Lebensqualität und Überleben.weiter

  • Britische Leitlinien zur PEP aktualisiert

    22. Dezember 2011: Die neuen Leitlinien zur PEP geben detaillierte Empfehlungen für viele verschiedene Situationen.weiter

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    15. Dezember 2011: Gilead hat bei der amerikanischen FDA die Zulassung von Tenofovir/Emtricitabin (Truvada®) zur Prä-Expositionsprophylaxe beantragt.weiter

  • Neue Etravirin-Tablette

    30. November 2011: Die europäische Arzneimittelbehörde EMA die 200mg-Formulierung des NNRTI Etravirin (Intelence®) zugelassen.weiter

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    28. November 2011: Der einmal täglich einzunehmende NNRTI Rilpivirin wurde als Einzelmedikament (Edurant®) und als Fixkombination (Eviplera®) für therapienaive HIV-infizierte Erwachsene mit einer Viruslast von ≤ 100.000 HIV-RNA-Kopien/ml zugelassen.weiter

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    23. November 2011: Ein vaginaler Ring, der Dapivirine und Maraviroc enthält, wird in den USA in einer Studie auf seine Tauglichkeit als vaginales Mikrobizid gegen HIV untersucht.weiter

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    22. November 2011: Die Unternehmen Gilead Sciences und Tibotec Pharmaceuticals (in Deutschland Janssen-Cilag) werden gemeinsam ein neues sogenanntes „Single-Tablet Regime“, d.h. eine Tablette täglich, entwickeln.weiter

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    22. November 2011: Gilead Sciences erweitert mit dem Einkauf sein Hepatitis-C-Portfolio.weiter

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    09. November 2011: Die HIV-Infektion geht mit einer chronischen Entzüdungsreaktion einher. Diese These scheint zumindest bei niedriger Virusvermehrung nicht zuzutreffen.weiter

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