Pandemrix® und Focetria® zur Impfung zugelassen
05.10.2009
Die Impfstoffe wurden als mögliche Grundlage für eine Impfung gegen die Vogelgrippe H5N1 entwickelt und nach Identifizierung des neuen H1N1-Virus auf die Schweinegrippe angepasst. Dieser Ansatz hat den Vorteil, dass die Sicherheit im Vorfeld an mehr als 6.000 Probanden getestet wurde.
Beide Impfstoffe enthalten Adjuvanzien, die immer wieder als mögliches Komplikationsrisiko (u.a. für Guillain-Barré-Syndrom) genannt werden. Die EMEA versichert, dass das Adjuvans in Focetria® seit 1997 als Bestandteil anderer Grippe-Impfstoffe in mehr als 45 Millionen Dosen eingesetzt wurde, ohne dass es zu ernsten Sicherheitsproblemen kam. Das Adjuvans in Pandemrix® ist neu, es sei aber in klinischen Studien in mehreren tausend Probanden erprobt worden, heißt es in der Pressemitteilung der EMEA. In den USA wurden die H1N1-Impfstoffe auf konventionelle Weise hergestellt. Auf Adjuvanzien wurde verzichtet.
Die Ergebnisse der klinischen Studien zur Immunogenität der Präparate Pandemrix® und Focetria® werden erst Oktober/ November 2009 vorliegen. Häufige Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Gelenk- und Muskelschmerzen, Lokalreaktionen an der Injektionsstelle sowie zu Fieber und Müdigkeit.
Impf-Empfehlungen stehen noch aus
Die Bundesregierung hat die neuen Impfstoffe in großer Zahl bestellt, die dann ab Mitte Oktober verfügbar sein sollen. Die Organisation der Impfung obliegt den Bundesländern. Erfolgt die Auslieferung der Impfstoffe zügig, könnten die Impfungen ab der dritten Oktoberwoche starten. Die Impf-Empfehlungen der STIKO sind derzeit noch in Vorbereitung.
http://www.emea.europa.eu/pdfs/general/direct/pr/60258209en.pdf
http://www.akdae.de/46/20090910.pdf
http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=heft&id=66092



