Männer mit Testosteronmangel sterben früher
April 2010
Basis der Untersuchung sind Daten und Blutproben der seit über zehn Jahren laufenden Greifswalder Bevölkerungsstudie "Gesundheit in Vorpommern" SHIP (Study of Health in Pomerania) mit über 4.000 Probanden und mittlerweile drei Untersuchungswellen. Für die Testosteron-Studie wurden die Untersuchungsergebnisse von den rund 2.000 männlichen Teilnehmern von SHIP analysiert. Bei 15 bis 20 Prozent der untersuchten Männer über dem 50. Lebensjahr wurde eine erniedrigte Testosteronkonzentration nachgewiesen. Dieser war mit Fettleibigkeit, Fettstoffwechselstörungen und einer Leberverfettung verknüpft und leistete der Entstehung von Bluthochdruck und Diabetes Vorschub. Die Sterblichkeit der Männer mit einem Testosteronspiegel <8,7 nmol/l war auch nach Adjustierung für kardiovaskuläre Risikofaktoren doppelt so hoch.



