Zink lässt CD4-Zellen steigen
16. Mai 2010
Fast jeder zweite HIV-Patient hat einen zu niedrigen Zink-Spiegel. Dies war in der Zeit ohne wirksame HIV-Therapie mit einer schnelleren Progression der Erkrankung verbunden. Möglicherweise hat die Normalisierung des Zink-Spiegels aber auch heute noch einen günstigen Effekt.
In einer Untersuchung erhielten 231 HIV-Patienten entweder Zink (Männer 15 mg/d, Frauen 12 mg/d) oder Placebo. 62% der Teilnehmer waren behandelt, aber nur die Hälfte davon hatte eine Viruslast unter der Nachweisgrenze. Nach 18 Monaten hatte Zink das Risiko eines Abfalls der Helferzellen <200/µl um 75% gesenkt. Zudem wurde das Risiko einer Diarrhoe vermindert. Die Verträglichkeit von Zink war gut.
Fazit: Der wichtigste Bestandteil der HIV-Therapie sind die antiretroviralen Medikamente. Eine ergänzende Therapie mit Zink scheint gut verträglich zu sein und hat möglicherweise einen zusätzlichen günstigen Einfluss auf das Immunsystem.



