Latente HIV-Reservoire
Therapieintensivierung mit Raltegravir und Maraviroc plus Interleukin-7

22. Oktober 2010

Um die latenten HIV-Reservoire zu erreichen und - als optimales Ziel- eventuell das HI-Virus zu eradizieren, wird in einer Phase-II-Studie die Intensivierung mit einem Integrasehemmer und Entry-Inhibitor in Kombination mit einem Immunmodulator untersucht.

In der kürzlich gestarteten internationalen, multizentrischen Studie EraMune 01 wird die antiretrovirale Therapie von HIV-Patienten mit nicht nachweisbarer Viruslast (<75 HIV-RNA-Kopien/ml innerhalb des letzten Jahres) 56 Wochen lang intensiviert: Zusätzlich zur bestehenden HAART erhalten sie den Integrasehemmer Raltegravir (2x täglich 400mg)und den CCR5-Antagonisten Maraviroc (abhängig von der HAART 2x täglich 150, 300 und 600mg). Nach dem Zufallsprinzip erhält eine Hälfte der Patienten zusätzlich den Immunmodulator rekombinantes humanes Interleukin-7 (r-hIL-7/CYT107) in zwei Zyklen (3 Injektionen mit je 1 Injektion pro Woche ab Woche 8 ab Woche 28). Das r-hIL-7 stimuliert die Bildung neuer und die Aktivierung ruhender Immunzellen. Die Wissenschaftler hoffen, dass eine Infektion von Immunzellen durch die bei der Aktivierung der latenten HIV-Reservoire frei werden HI-Viren mit Hilfe des Entry-Inhibitor und des Integrasehemmers verhindert wird.

Studienleiterin ist Prof. Christine Katlama, Paris/Frankreich, hergestellt wird r-hIL-7 vom biopharmazeutischen Unternehmen Cytheris SA, Paris/Frankreich, und Sponsor der Studie ist die französische Nicht-Profit-Organisation ORVACS (Obetif Recherche VaCcin Sida), die von der Bettencourt-Schueller-Stiftung unterstützt wird.

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