Hepatitis C: Boceprevir und Telaprevir in den USA für die Zulassung empfohlen

29. April 2011

Das Advisory Board für antivirale Medikamente der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA hat jeweils einstimmig die Zulassung der beiden HCV-Proteasehemmer Boceprevir und Telaprevir für therapienaive und vorbehandelte Patienten mit chronischer Hepatitis C empfohlen. Über die Zulassung der beiden HCV-Proteasehemmer wird die FDA am 23. Mai entscheiden.

Grundlage der einstimmigen Empfehlung (18:0 Stimmen) für die Zulassung sind die höheren Heilungsraten, die mit einer Tripletherapie mit Boceprevir bzw. Telaprevir und der Standardtherapie pegyliertes Interferon und Ribavirin (pegIFN/RBV) im Vergleich zu pegIFN/RBV alleine erreicht werden: SVR-Raten bei therapienaiven Patienten unter Boceprevir 67% und unter Telaprevir 79% versus rund 50% unter pegIFN/RBV sowie SVR-Raten bei vorbehandelten Relapsern und partiellen Respondern unter Boceprevir 59-66% und unter Telaprevir 54-83% (hier auch 29-33% bei den Nullrespondern) versus rund 25% unter pegIFN/RBV. Bis zu zwei Drittel der therapienaiven Patienten konnte die Therapie verkürzen, weil die Viruslast früh und anhaltend supprimiert war (Response-gesteuerte Therapie, RGT).

Ob eine RGT auch für schlechter ansprechende therapienaive Patientengruppen wie Afro-Amerikaner und Patienten mit Zirrhose sowie für vorbehandelte Patienten, vor allem Nullresponder, eine zugelassene Option sein sollte, waren Diskussionspunkte vor allem bei der Boceprevir-Beratung.

Der Boceprevir-Tripletherapie (24 oder 44 Wochen) wird eine vierwöchige Lead-in-Phase mit pegIFN/RBV vorangestellt. Die 12-wöchige Telaprevir-Triple-Therapie erhalten die Patienten von Anfang an, gefolgt von 12 oder 36 Wochen pegIFN/RBV.

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