Gelbfieberimpfung

05. Februar 2012

Bei HIV-Infizierten scheint die Viruslast, nicht die CD4-Zahl für den Erfolg der Impfung ausschlaggebend zu sein.

Nach einer Gelbfieberimpfung entwickeln rund 99% der gesunden Geimpften  einen ausreichenden Schutz. Bei HIV-Infizierten ist die Impfung weniger effektiv. In einer prospektiven französischen Studie an 364 Patienten, die zwischen 2007 und 2008 geimpft wurden, erreichten nur 93% der Patienten einen ausreichenden Antikörper-Titer von >1:10. Dabei war die  Viruslast der einzige unabhängige Prädiktor für den Erfolg der Impfung. Die Autoren empfehlen daher, bei HIV-Positiven nach der Gelbfieber-Impfung (insbesondere, wenn sie schon mehrere Jahre zurückliegt) die Antikörper zu bestimmen.    

Als Lebendimpfung wird die Gelbfieberimpfung nur für HIV-Infizierte mit einer CD4-Zahl über 200/µl empfohlen. In der Studie hatten 14 Patienten eine niedrigere CD4-Zahl und 6 davon hatten eine Viruslast >400 Kopien/ml. All diese Patient hatten jedoch einen ausreichenden Schutz.


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