DHHS-Guidelines empfehlen Therapie für alle HIV-Infizierten
29. März 2012
Die Empfehlung der DHHS, bei >500 CD4-Zellen/mm3, also bei jedem HIV-Infizierten eine Therapie zu beginnen, basiert auf Expertenmeinung (BIII). Als Begründung verweisen die Leitlinien auf Ergebnisse aus Kohortenstudien, unter anderem auf die Assoziation Viruslast >500 Kopien/ml und Dauer der unkontrollierten Viruslast und einem jeweils erhöhtem Risiko für Progression und Tod sowie einem erhöhten Risiko von nicht-Aids-assoziierten Erkrankungen wie kardiovaskulären, Nieren- und Lebererkrankungen und Krebs. Verwiesen wird auch darauf, dass ältere HIV-Infizierte immunologisch weniger gut ansprechen und ein früherer Therapiestart zu einem besseren CD4-Zell-Anstieg führen könnte.
Eine Therapie sollte laut DHHS auch allen HIV-Infizierten angeboten werden, wenn das Risiko besteht, dass sie ihren Partner infizieren könnten.



