Hepatitis C-Koinfektion erhöht Mortalität
09. Mai 2012
In der amerikanischen Untersuchung wurden die Daten von 2026 HIV-Infizierten in den Jahren 1998 bis 2009 ausgewertet. Bei 21% der Patienten waren Antikörper gegen HCV nachweisbar, wobei 80 % an einer chronischen Hepatitis C litten.
Im Lauf der im Schnitt 6jährigen Beobachtungszeit verstarben 558 Patienten. Das Risiko zu sterben, war für die HIV/HCV-Koinfizierten um 50% höher als bei den HIV-Monoinfizierten. Jeder Fünfte HIV/HCV-Koinfizierte verstarb an den Folgen der Lebererkrankung. Eine ausgeheilte Hepatitis C hatte keinen Einfluss auf die Mortalität.
Die Befragung der Patienten ergab, dass fast ein Drittel der HIV-Infizierten mit chronischer Hepatitis C wussten nichts von ihrer Erkrankung. Ob dies nicht mitgeteilt wurde oder an Kommunikationsproblemen lag, wurde in der Studie leider nicht untersucht.



