Erste HIV-Therapeutika gehen in die Preisverhandlung
09. Juli 2012
Beide Substanzen haben somit die vom Gesetzgeber vorgesehene „Hürde“ des Zusatznutzens im Vergleich zu den auf den Markt befindlichen Medikamenten genommen.
Rilpivirin
gehört zur
Substanzklasse der Nicht-Nukleosidischen
Reverse-Transkriptase-Inhibitoren
(NNRTI). Als Edurant®
bzw. in der
Fixkombination Eviplera® ist esseit November
2011 in Deutschland
für Erwachsene mit einer HIV-Infektion zugelassen. Das
Medikament kommt für
Patienten infrage, die bisher nicht antiretroviral behandelt
wurden und bei
denen maximal 100.000 Viruskopien pro Milliliter Blut
nachweisbar sind. Die
Verhandlungen und Unterlagen zur Nutzenbewertung der
Arzneimittel sind
öffentlich zugänglich auf der Homepage des G-BA (www.g-ba.de) .
„Wir akzeptieren den Beschluss des G-BA, hatten uns aufgrund der vorausgegangenen positiveren Bewertung durch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen allerdings eine noch bessere Bewertung erhofft. Insbesondere die geänderte Einschätzung des Nebenwirkungsprofils können wir nicht ganz nachvollziehen“, erklärt Dr. Thomas Stark, medizinischer Geschäftsführer beim forschenden Arzneimittelhersteller Janssen.
Direkt im Anschluss an den G-BA-Beschluss starten die Preisverhandlungen zwischen dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen und den Herstellern. Rilpivirin ist das erste HIV-Medikament diesen vom neuen Arzneimittelgesetz vorgesehenen Prozess durchläuft.



