GILEAD Förderprogramm Infektiologie

01. November 2012

GILEAD Förderprogramm Infektiologie Gilead Sciences zeichnet acht Projektvorhaben in den Indikationen HIV, virale Hepatitis, invasive Pilzinfektionen und Mukoviszidose mit einer Gesamtfördersumme von knapp 500.000 € aus.

Gilead Sciences hat in diesem Jahr erstmalig ein Förderprogramm für exzellente Projektvorhaben im Bereich Infektiologie aufgelegt und durfte sich über 68 eingereichte Projektvorhaben freuen, die einen messbaren Nutzen für die betroffenen Patientengruppen haben und sich mit einer unmittelbaren Verbesserung der Versorgung bzw. der Lebensqualität oder einem relevanten Erkenntnisgewinn zur Pathogenese bzw. zum Krankheitsgeschehen beschäftigen. Die geförderten Projekte wurden von einem unabhängigen wissenschaftlichen Beirat, bestehend aus erfahrenen Expertinnen und Experten verschiedener Fachgebiete, bewertet und ausgewählt.

Der Beirat besteht aus

Dr. Anne Bunte
Leiterin des Gesundheitsamtes der Stadt Köln

Rainer Ehlers geb. Jarchow
Pastor i.R.

Prof. Dr. med. Jan van Lunzen
Ärztlicher Leiter I. Medizinische Klinik & Ambulanzzentrum Infektiologie
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Dr. med. Florian Neuhann
Internist, Tropenmedizin, Umweltmedizin, DTM&H

Dr. med. Hans-Georg Posselt

1989 bis 2009 Leiter der Abteilung für pädiatrische Gastroenterologie und Mukoviszidose der Universitäts-Kinderklinik Frankfurt

Prof. Dr. Markus Ruhnke
Professor für Medizin und stellv. Vorsitzender des Bereichs Onkologie und Hämatologie der Charité Universitätsmedizin Berlin

Prof. Dr. Stefan Zeuzem
Direktor der Medizinischen Klinik 1
Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main

Die geförderten acht Projekte

„Prävalenz medikamentenresistenter HIV-Infektionen in therapienaiven HIV-Patienten in Subsahara Afrika: Experimentelle Überprüfung der WHO-Kriterien zur Bestimmung der Medikamentenresistenz“ PD Dr. Carsten Scheller, Institut für Virologie und Immunbiologie, Universität Würzburg in Kooperation mit Universität Stellenbosch / Tygerberg Hospital, Südafrika, Bugando Medical Center, Mwanza, Tanzania, Missionsärztliches Institut des Klinikums Würzburg

„European Standard of CF Care für Moldau“ Birgit Dembski, Mukoviszidose e.V. in Kooperation mit CF-Zentrum, Abteilung Pneumologie der universitären Kinderklinik „Zentrum für Mutter und Kind“, Chisinau, Moldau, Pédiatres du Monde, Patientenorganisation CFMoldova

„Die vergessene Seuche: Management und Logistik der Hepatitis-B-Virus-Untersuchung bei Schwangeren in Südafrika“ PD Dr. Dieter Glebe, Justus-Liebig-Universität Gießen in Kooperation mit Medizinische Virologie der Universität Stellenbosch / Tygerberg, Südafrika

„Kultur-unabhängige mikrobiologische Diagnostik von polymikrobiellen Infektionen bei Patienten mit Zystischer Fibrose mittels Deep Sequencing" Prof. Dr. Alexander Dalpke, Dept. f. Infektiologie, Med. Mikrobiologie des Universitätsklinikums Heidelberg

„Untersuchung zur Ätiologie pulmonaler Infektionen nach Stammzelltransplantation mittels Next Generation Sequencing (NGS)“ PD Dr. Holger Georg Rohde, Institut für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf

„Klinische und immunologische Determinanten des natürlichen Verlaufes und des Therapieansprechens bei der Hepatitis Delta“ PD Dr. Markus Cornberg & Prof. Dr. Heiner Wedemeyer, Medizinische Hochschule Hannover

Unter www.gilead-foerderprogramm-infektiologie.de sind die Projektbeschreibungen der einzelnen geförderten Projekte sowie Näheres zu ihren Urhebern zu finden.

Neue Ausschreibung für 2013

Auch in 2013 bietet das GILEAD Förderprogramm Infektiologie für wissenschaftliche und medizinische Institutionen (Kliniken/Krankenhäuser), Wissenschaftler/Wissenschaftler-Teams sowie Patientenorganisationen eine herausragende Möglichkeit, durch finanzielle Förderung Erfolg versprechende Projektvorhaben umzusetzen. Um der Bedeutung von Initiativen direkt aus der Selbsthilfe und der Patienten-Community zukünftig stärker Rechnung zu tragen, wird es 2013 voraussichtlich eine eigene Kategorie für solche Projekte geben. Die Ausschreibung für das Förderprogramm 2013 wird ab April 2013 auf der Homepage veröffentlicht.

"Untersuchung des Langzeitverlaufs von Patienten mit einer niedrig replikativen chronischen Hepatitis B Virus (HBV)-Infektion, die keine antivirale Therapie erhalten (HBsAg-Träger)" Prof. Dr. Christoph Sarrazin & Dr. Viola Knop, Medizinische Klinik 1 des Klinikums der J.W.Goethe-Universität Frankfurt/Main

„Prävention der Mutter-Kind-Übertragung (PMTCT) in der Frankfurter HIV-Kohorte - Aufbau einer interdisziplinären Datenbank“ Dr. Annette Haberl, DreiFACH+, Abteilungen für Infektiologie, Gynäkologie & Geburtshilfe, Pädiatrie des Klinikums der J.W. Goethe Universität Frankfurt/Main

Nachrichten

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    02. Mai 2016: Die amerikanische CDC hält es für zweifsfrei bewiesen, dass Zika Mikrocephalien verursachen kann. Der Beweis: Zika erfüllt die „Shepards Kriterien“ für Teratogenität.weiter

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    25. April 2016: Seit heute ist Descovy®, die Fixkombination aus Emtricitabin (FTC) und Tenofoviralafenamid (TAF), auch in der Europäischen Union zugelassen.weiter

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    Phase-I-Studie mit positiven Ergebnissen

    20. April 2016: Alle Studienteilnehmer bildeten nach der Ebola-Impfung Antikörper gegen das Virus. Die Impfantwort blieb auch acht Monate nach der Impfung erhalten.weiter

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    05. April 2016: Die Fixkombination Emtricitabin (FTC) und Tenofoviralafenamid (TAF) wurde von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA für die HIV-Therapie zugelassen.weiter

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    31. März 2016: Statt eines geplanten Beratungspapiers zur Präexpositionsprophylaxe (PrEP) gab der englische staatliche Gesundheitsdienst National Health Service (NHS) bekannt, dass er nicht für die Bereitstellung der PrEP verantwortlich ist.weiter

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    25. Februar 2016: Sexuelle Gesundheit in 13 Sprachen.weiter

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    21. Februar 2016: Bei Neugeborenen mit Mikrozephalie wurden Zika-Viren im Hirn nachgewiesen.weiter

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    09. Februar 2016: Antrag auf Zulassungserweiterung eingereicht.weiter

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    03. Februar 2016: Der Preis für das in den USA neu zugelassene Medikament Zepatier® (Grazoprevir/Elbasvir) liegt deutlich unter dem von Harvoni® (Sofosbuvir/Ledipasvir).weiter

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    30. Januar 2016: Die wichtigste Änderung betrifft den Therapiebeginn, der in diesen Leitlinien und auch für alle HIV-Infizierten unabhängig von der CD4-Zellzahl empfohlen wird, auch bei akuten HIV-Infektionweiter

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    30. Januar 2016: Im Januar 2008 publizierte Eidgenössische Kommission für AIDS-Fragen (EKAF) in der Schweizerischen Ärztezeitung, dass unter einer gut funktionierenden HIV-Therapie Risiko einer HIV-Übertragung vernachlässigbar ist.weiter

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    29. Januar 2016: Daclatasvir kann in Kombination mit Sofosbuvir nun auch bei Hepatitis-Patienten mit einer HIV-Koinfektion und fortgeschrittenen Leberzirrhose sowie bei HCV-Reinfektion nach Lebertransplantation eingesetzt werden.weiter

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    29. Januar 2016: Die amerikanische Food and Drug Administration (FDA)hat die orale Kombination Elbasvir/Grazoprevir mit und ohne Ribavirin für die Behandlung erwachsener Patienten mit einer chronischen Hepatitis-C-Infektion vom Genotyp 1 und 4 in einem beschleunigten Verfahren zugelassen.weiter

  • Neuer Preis für AbbVie´s 3D

    24. Januar 2016: Trotz der geringen Preissenkung, bleibt 3D derzeit das günstigste Regime.weiter

  • Rote Hand Brief für Viekirax® mit und ohne Exviera®

    07. Januar 2016: Die Anwendung von Viekirax® mit und ohne Exviera® wird nun für Hepatitis-C-Patienten mit mittelschweren Leberfunktionsstörungen (Child-Pugh-Grad-B) nicht empfohlen ...weiter

  • Hepatitis B: TAF vergleichbar wirksam wie TDF

    06. Januar 2016: Auch in der Behandlung der Hepatitis B ist Tenofoviralafenamid (TAF) genauso wirksam wie Tenofovirdisoproxilfumarat (TDF) - bei besserer Verträglichkeit hinsichtlich Nieren- und Knochenparameter.weiter

  • Metaanalyse bestätigt: HIV-Patienten haben häufiger Risikofaktoren für Krebs

    03. Januar 2016: Eine große Metaanalyse bestätigt, dass HIV-Patienten deutlich häufiger Risikofaktoren für nicht-HIV-assoziierte Tumoren aufweisen als die HIV-negative Normalbevölkerung.weiter

  • PrEP-Studie Ipergay publiziert

    03. Januar 2016: Die Ergebnisse der Ipergay-Studie wurden kürzlich im New England Journal of Medicine publiziert.weiter

  • Unter PrEP erworbene Resistenzen verschwinden rasch wieder

    03. Januar 2016: Resistenzen, die sich unter einer PrEP entwickelt haben, verschwinden rasch nach Absetzen der PrEP.weiter

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