Akute HIV-Infektion

18. Februar 2013

Neue Studien zeigen den Nutzen der ART bei früher HIV-Infektion im Hinblick auf die Immunrekonstitution. Daten zu klinischen Endpunkten fehlen jedoch. 

Im renommierten New England of Medicine wurden zwei Arbeiten zur Therapie der akuten HIV-Infektion publiziert. Die Daten waren schon auf Kongressen vorgestellt worden. In beiden arbeiten zeigte sich, dass die Immunrekonstitution gemessen am Anstieg der Helferzellen bei früher Therapie besser ist als bei späterer Einleitung der ART. Beide Arbeiten belegen jedoch nicht den klinischen Nutzen, da klinische Endüunkte fehlen. Ob die frühe Therapie einen Vorteil hat im Sinne eines geringeren viralen Reservoirs, was im Hinblick auf eine Heilung günstig sein könnte, sei zweifelhaft, schreiben Bruce Walker und Martin Hirsch in ihrem Editorial im N Engl J Med. Die Therapie sei wohl meist nach der maximalen Virämie eingeleitet worden.

Dennoch lautet das Fazit der Autoren: Die Studien deuten auf einen Nutzen der frühen Behandlung. Zur Therapiedauer nehmen sie nicht Stellung. Angesichts der mittlerweile generellen Empfehlung der ART für alle HIV-Infizierten kann man davon ausgehen, dass kein Ende der Behandlung geplant ist.


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