PrEP in Frankreich zugelassen

25. November 2015

Ab Januar 2016 soll die PräExpositionsProphyaxe (PrEP) auch von der Krankenversichung übernommen werden.

Nach Worten der französischen Gesundheitsministerin Marisol Touraine soll Tenofovir/Emtricitabin (Truvada®) Mitte Dezember 2015 zur sogenannten „temporären Gebrauchsempfehlung“ (RTU) zugelassen und die Kosten ab Januar 2016 erstattet werden. Verschrieben werden darf die PrEP nur von HIV-Schwerpunktärztinnen und Ärzten. 

 Empfohlen wird die PrEP für HIV-negative Männern, die Sex mit Männern haben und

  • in den zurückliegenden sechs Monaten mit mindestens zwei verschiedenen Partnern Analverkehr ohne Kondom hatten oder
  • bei denen bereits mehrfach sexuell übertragene Infektionen wie Syphilis, Chlamydien, Gonorrhö, Hepatitis B oder Hepatitis C festgestellt wurden oder
  • die mehrfach pro Jahr eine Post-Expositions-Prophylaxe (eine vierwöchige Behandlung mit HIV-Medikamenten zur Verhinderung einer Ansteckung nach einem Risikokontakt) gemacht haben oder
  • die bei sexuellen Begegnungen psychoaktive Substanzen konsumieren.

Der Direktor von ARNS ließ verlautbaren, dass die Einführung von Implementierungsstudien zur Wirksamkeit der PrEP begleitet wird.

 


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