Schamhaar-Entfernung erhöht STI-Risiko

18. Dezember 2016

Insbesondere häufiges Rasieren scheint Herpes und HPV zu begünstigen.

15.000 US-amerikanische Frauen und Männer zwischen 18 und 65 Jahren wurden gefragt, 7.500 haben geantwort. 3 von 4 Teilnehmern  (74%) hatten ihr Schamhaar zumindest schon einmal gekürzt oder entfernt (84% der Frauen, 66% der Männer). Männer griffen dabei am liebsten zu einem elektrischen Rasierer (42%), Frauen benutzten vorzugsweise Nassrasierer (61%).

17% der Teilnehmer waren „extreme groomers“ (mindestens einmal) und 22% „high-frequency groomers“ (täglich bis wöchentlich). 13% hatten schon mindestens einmal Herpes, Humane Papillomviren (HPV), Syphilis, Dellwarzen, Gonorrhoe, Chlamydien, HIV oder Filzläuse.

Jede Form des Schamhaartrimmings ging mit einem um 80% erhöhten Risiko für Geschlechtskrankheiten einher. Kutane STI wie Herpes oder HPV waren bei häufigem Rasieren besonders häufig. Hier könnten Mikroverletzungen der Haut eine Rolle spielen.