Lebenserwartung gestiegen

01. Juni 2017

Eine Metaanalyse europäischer und nordamerikanischer HIV-Kohorten belegt, dass heutzutage mit den modernen HIV-Medikamenten junge HIV-infizierte Menschen 9-10 Jahre länger leben als behandelte HIV-Infizierte im Jahr 1996.

Dieses Ergebnis basiert auf den Daten von 88.504 HIV-Patienten aus 18 europäischen und nordamerikanischen HIV-Kohorten. Die Analyse wertete die Daten der Patienten aus, die zwischen 1996 und 2010 eine HIV-Therapie begannen und untersuchte die Sterblichkeit innerhalb der ersten drei Jahre nach Beginn der Therapie unter Berücksichtigung der Viruslast und CD4-Zellzahl. Demnach war die Lebenserwartung eines 20jährigen HIV-positiven Mannes und einer 20jährigen HIV-positiven Frau, die 2010 eine HIV-Therapie erfolgreich begannen, vergleichbar der Lebenserwartung der Allgemeinbevölkerung – HIV-positive Männer hätten demnach zehn Jahre und HIV-positive Frauen neun Jahre Lebenserwartung gewonnen. Die Autoren führen das neben der besser verträglichen HIV-Therapie und der damit einhergehenden verbesserten Adhärenz auch auf bessere Screening- und Präventionsprogramme von Begleiterkrankungen zurück.

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