Intervall-Dosierung Vorinostat nicht besser

20. Juli 2017

Die häufigere Gabe des HDAC-Inhibitors verbessert die Chance auf Heilung leider nicht.

HDAC-Inhibitoren wie Vorinostat können latente HI-Viren aus ihrem Tiefschlaf reißen und die Wirtszellen zur Vermehrung von Viren anregen. Allerdings wird immer nur ein sehr kleiner Teil der latenten Viren geweckt. Warum das so ist, ist noch ungeklärt.

Nun wurde versucht, durch eine häufigere Gabe von Vorinostat (insgesamt zehn mal je 400mg in 48- oder 72-Stunden-Intervallen) die Wirksamkeit zu erhöhen um auch eine Verringerung des latenten Reservoirs zu erreichen.

Leider klappte dies nicht. Zwar wurden bei jeder erneuten Gabe von Vorinostat latente Viren aktiviert, aber das alles reichte nicht aus um das Reservoir zu verkleinern (gemessen mit dem „Viral outgrowth assay“).

Entweder ist die Aktivierung durch Vorinostat nicht stark genug oder die Messmethode nicht empfindlich genug.

Außerdem gibt es bei chronisch HIV-Infizierten das Problem, dass die aktivierten Zellen vom Immunsystem nicht besonders effizient abgeräumt werden.

Hier ist also noch weitere Grundlagenforschung erforderlich, wenn dieser Ansatz einmal klinisch bedeutsam werden soll.


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