Immer mehr HIV-Diagnosen > 50 Jahre

28. September 2017

Die Anzahl der neu  mit HIV diagnostizierten Über-50-Jährigen steigt in 16 europäischen Ländern durchschnittlich um 2,1% so eine neue epidemiologische Studie des European Centre for Disease Prevention and Control ECDC

Zwischen 2004 und 2015 wurden in 31 europäischen Ländern mehr als 54.000 Personen über 50 Jahre positiv auf HIV getestet – damit betrifft eine von sechs HIV-Neudiagnosen ältere Menschen. Zwar betrug die Diagnoserate bei den Über-50-Jährigen nur ein Viertel der Neudiagnosen bei Unter-50-Jährigen, aber in 16 europäischen Ländern stieg die Anzahl der Neudiagnosen bei älteren Menschen um durchschnittlich 2,1%. In Deutschland wurden im Jahr 2004 2,61 Neudiagnosen pro 100.000 Über-50-Jährige gestellt, im Jahr 2015 waren es 4,15 auf 100.000, das entspricht einer Steigerung von 8,1%.

Insgesamt 39% der älteren HIV-Infizierten hatten eine CD4-Zellzahl unter 350 /mm3, bei drei Viertel von ihnen lag die CD4-Zahl sogar unter 200/mm3. Zum Vergleich: Bei den Jüngeren hatten nur 26% weniger als 350 CD4-Zellen/mm3 und nur knapp die Hälfte davon weniger als 200 Zellen/mm3. Ältere HIV-Infizierte hatten sich häufiger über heterosexuellen Kontakt infiziert und es gab weniger Migranten unter ihnen.


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