Marathontraining auch für HIV-Positive okay

28. September 2017

Moderates aerobes Ausdauertraining wie ein Marathon-Training schadet bei HIV-Infektion nicht und hat positive Effekte auf die CD4-Zellzahl, den Cholesterin-Wert und den Blutdruck.

Das ist das Ergebnis einer Pilotstudie, die Wissenschaftler der Universitäten Bonn und Köln durchführten. Von den anfangs 21 HIV-Infizierten beendeten 13 (12 Männer und 1 Frau, 27-50 Jahre) das komplette Trainingsprogramm. Elf nahmen HIV-Medikamente ein und bei 9 lag die Viruslast unter der Nachweisgrenze. Acht Teilnehmer schieden vorzeitig aus, jedoch nicht wegen gesundheitlicher Bedenken des Trainings. Die Studienteilnehmer trainierten ein Jahr lang und liefen dann einen Marathon. Im Verlauf des Trainings besserte sich die CD4-Zellzahl von 620 auf 745/mm3, ein Effekt auf die Viruslast wurde nicht beobachtet. Neben der positiven Wirkung auf das Immunsystem, sanken auch der Cholesterin-Wert (von 185 auf 176 mg/dl) und der systolische Blutdruck (von 125 auf 120 mmHg). Infektionen der oberen Atemwege traten nicht vermehrt auf, auch nicht in den Wintermonaten.


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