Trispezifische Antikörper gegen HIV

22. September 2017

Der neue Antiköper macht Hoffnung auf eine effektive Schutzimpfung.

Forschern des amerikanischen NIH (National Institutes of Health) und des Pharmaunternehmens Sanofi gelang es, die Antigen-Bindungsstellen dreier hochpotenter Antikörper (VRC01, PGDM1400 und 10E8v4) in einem Molekül zu vereinen, was die Wirksamkeit gegen die vielen unterschiedlichen HIV-Varianten steigert. Die bislang bekannten monoklonalen Antikörper mit nur einem Angriffpunkt neutralisieren nur einen Teil der bekannten HIV-Varianten.

In ersten Versuchen erhielten je acht Affen einen Antikörper mit einem der drei Angriffspunkt oder die trispezifische Neuentwicklung. Nur der dreifach-Antikörper schützt alle Affen vor einer SHIV-Infektion. Nun ist für Ende 2018 eine Phase-I-Studie mit dem neuen trispezifischen Antikörper am Menschen geplant, zunächst um die Sicherheit und Pharmakokinetik zu untersuchen.

Antikörper mit mehreren Bindungsstellen könnten eine völlig neue Therapieoption für mehrfach vorbehandelte Patienten darstellen und auch für die Heilungs-Forschung interessant sein. Da Antikörper nur langsam vom Körper abgebaut werden, ist eine Gabe als Infusion alle paar Wochen denkbar. Derzeit laufen erste Gespräche mit der ACTG-Studiengruppe über eine Phase-I-Studie an HIV-Infizierten.


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