Vorsicht bei „Nahrungsergänzung“ aus dem Internet

08. Dezember 2017

Vitamin D-Einnahme ohne ärztliche Kontrolle hatte bei zwei älteren Menschen ernste Folgen.

Eine 78jährige Frau und ein 60jähriger Mann hatten sich über das Internet Vitamin D-haltige Nahrungsergänzungsmittel besorgt. Laut den Angaben hatten sie 10.000 IE bzw. 50.000 IE Vitamin D3 pro Tag eingenommen (es wurde nicht angegeben, über welchen Zeitraum). Bei beiden kam es zu einem akuten Nierenversagen mit Hyperkalzämie. Es konnten keine anderen Ursachen ermittelt werden. Die ältere Dame erholte sich wieder, der Mann hat nun eine dialysepflichtige Niereninsuffizienz.

Dies überrascht insofern als in klinischen Studien bei Dosierungen bis zu 40.000 IE Vitamin D3 pro Tag über bis zu sechs Monate keine schwerwiegenden Nebenwirkungen beobachtet wurden (allerdings bei jungen Männern).

Dieses Beispiel zeigt deutlich, dass der behandelnde Arzt über sämtliche Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel und Drogen informiert sein sollte, um frühzeitig mögliche Neben- und Wechselwirkungen zu erkennen. Außerdem ist bei Präparaten aus dem Internet immer Vorsicht geboten: Art und Dosierung der Inhaltsstoffe stimmen oft nicht mit der Deklarierung überein!

Zu Vitamin D zeigt eine gerade veröffentlichte Meta-Analyse eine Reduktion der Gesamt- und Krebsmortalität im mittleren und höheren Lebensalter sowie weniger Infekte des oberen Respirationstrakts und weniger Asthma-Exazerbationen unter Vitamin D-Substitution (mit ärztlicher Kontrolle!).



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