Nivolumab gegen Kaposi-Sarkom

04. Februar 2018

Der PD1-Blocker wirkt möglicherweise auch gegen den Aids-definierenden Tumor.

Bei einer kleinen Kohorte von HIV-positiven Patienten mit Kaposi-Sarkom (KS) zeigte Nivolumab (Opdivo®) Anti-Tumor-Aktivität bei niedriger Toxizität.

Das Kaposi-Sarkom wird durch das Humane Herpesvirus 8 (HHV-8) verursacht und entwickelt sich aus Zellen, die Blutgefäße und Lymphbahnen auskleiden. Klinisch bedeutsam wird es meist erst bei einer Immunsuppression, u.a. durch HIV.

Natalie Galanina, Ärztin an der University of California, San Diego, untersuchte die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Nivolumab bei acht HIV-positiven Patient mit KS.

Alle Patienten (medianes Alter 45,5 Jahre, Bereich 38-63 Jahre) waren männlich und erhielten eine ART. Vier der Patienten hatten KS im Frühstadium. Die Patienten hatten im Mittel eine Vortherapie. Es wurde mindestens eine i.v. Dosis von 3mg/kg Nivolumab an den Tagen 1 und 14 eines 28-Tage-Zyklus verabreicht. Die mediane Nachbeobachtungszeit bei der Auswertung betrug 3,5 Monate.

Fünf Patienten zeigten ein Ansprechen, darunter eine komplette Remission und vier eine teilweise Remissionen. Die anderen drei Patienten erreichten eine Stabilisierung. CD4-Zellzahl und Viruslast zeigten unter der Therapie keine großen Veränderungen.

Häufig beobachtete Nebenwirkungen waren Müdigkeit, Magen-Darm-Beschwerden, Juckreiz und Onycholyse. Es trat keine Grad 2-Toxizität oder höher auf; kein Patient brach die Behandlung ab.


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