CME-Punkte

Pro Modul können Sie bis zu drei Fortbildungspunkte sammeln:

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Doris Hillemann, Elvira Richter, Ulf Greinert, Borstel:
Tuberkulose (TB)

 -- Tuberkulose (TB) ist weltweit immer noch eine der bedeutsamsten Infektionskrankheiten. Die TB ist die häufigste Todesursache unter HIV-Patienten in Afrika und auch die häufigste Krankheit unter Patienten mit antiretroviraler Therapie. Wie alle TB-Patienten benötigen insbesondere die mit einer HIV-Koinfektion eine rasche Diagnostik und eine adäquate kontrollierte 6-monatige Kombinationstherapie. Dies sind momentan die wichtigsten Instrumente zur Kontrolle der TB. Eine effiziente Schutzimpfung ist immer noch nicht verfügbar.

Christian Hoffmann, Hamburg:
Opportunistische Infektionen – Teil 9: CMV-Erkrankungen

Die CMV-Retinitis tritt bei stark fortgeschrittenem Immundefekt oder im Rahmen eines Immunrekonstitutionssyndroms auf und kann zur Erblindung führen. Erste Symptome der Erkrankung sind Visusstörungen, die rasch abgeklärt werden müssen, denn die Behandlung kann Defekte nicht mehr rückgängig machen. Prinzipiell können Zytomegalie-Viren aber auch andere Organe befallen. Am häufigsten sind Lunge, Gastrointestinaltrakt und das ZNS betroffen.Die CMV-Retinitis tritt bei stark fortgeschrittenem Immundefekt oder im Rahmen eines Immunrekonstitutionssyndroms auf und kann zur Erblindung führen. Erste Symptome der Erkrankung sind Visusstörungen, die rasch abgeklärt werden müssen, denn die Behandlung kann Defekte nicht mehr rückgängig machen. Prinzipiell können Zytomegalie-Viren aber auch andere Organe befallen. Am häufigsten sind Lunge, Gastrointestinaltrakt und das ZNS betroffen.

Christian Hoffmann, Hamburg:
Opportunistische Infektionen – Teil 8:  Atypische Mykobakteriose

Atypische Mykobakteriosen werden oft als Synonym für Infektionen mit dem Erreger Mycobacterium avium complex (MAC) verstanden. Zwar ist MAC der bei weitem häufigste Erreger, doch gibt es eine Vielzahl anderer atypischer Mykobakterien, die ähnliche Krankheitsbilder verursachen, wie zum Beispiel M. celatum, M. kansasii, M. xenopi oder M. genavense. Atypische Mykobakteriosen gelten nach der WHO-Klassifikation von 1993 als AIDS-definierende Erkrankungen.

Christian Hoffmann, Hamburg:
Opportunistische Infektionen – Teil 7

Das Kaposi-Sarkom ist eine Aids-definierende maligne, multilokuläre Systemerkrankung mit variablem Verlauf. Die Häufigkeit der Tumors ist seit Einführung der HAART deutlich zurückgegangen, obwohl das Kaposi-Sarkom auch bei gutem Immunstatus vorkommen kann. Betroffen sind meist Haut und/oder Schleimhäute. Therapie der Wahl die antiretrovirale Behandlung. Reicht das nicht aus, stehen Chemotherapie, Interferon oder lokale Therapien zur Verfügung.

Fortbildung: Hepatitis&more

LEITLINIE HEPATITIS C1
Neue Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Hepatitis C

Wichtigste Neuerungen bei der chronischen Hepatitis C sind die Empfehlung zur frühzeitigen Therapie und die Individualisierung der Therapiedauer anhand der Viruslast vor Therapiebeginn und dem Ansprechen. Die dekompensierte Leberzirrhose ist keine Kontraindikation mehr. Die akute HCV-Infektion sollte innerhalb von 3-4 Monaten mit einer Interferon-Monotherapie behandelt werden.

Christian Hoffmann, Hamburg:
Opportunistische Infektionen – Teil 6

Obgleich im eigentlichen Sinn weder eine echte opportunistische Infektion noch eine klassische AIDS-Erkrankung, ist der HIV-assoziierte Multizentrische Morbus Castleman (MCD) auch heute noch eine höchst problematische Krankheit. Sie stellt die Behandler vor große diagnostische und therapeutische Herausforderungen. Die meist in Schüben schwer kranken Patienten durchleben nicht selten über lange Monate und manchmal sogar Jahre hinweg diagnostische Irrwege, und zwar auch, weil oft weder Kliniker noch Pathologen diese Entität kennen.

Christian Hoffmann, Hamburg:
Opportunistische Infektionen – Teil 5

Durchfallerkrankungen durch Parasiten waren in der prä-HAART-Ära ein häufiges und schwerwiegendes Problem bei HIV-Patienten. Hierzulande sind sie inzwischen selten geworden. Dennoch sollten Kryptosporidien, Mikrosporidien und Isosporidien bei HIV-Patienten mit chronischer Diarrhoe auch heute noch differential-diagnostisch berücksichtigt werden. In den Entwicklungsländern spielen sie weiterhin eine wichtige Rolle.

Christian Hoffmann, Hamburg:
Opportunistische Infektionen - Teil 4

Infektionen durch den Hefepilz Cryptococcus neoformans sind gefürchtet, wenn auch in Europa relativ selten. In den USA, Afrika und in Südostasien sind sie sehr viel häufiger und gehören weltweit zu den wichtigsten AIDS-definierenden Erkrankungen. Unbehandelt verläuft die Kryptokokkose letal. Die Therapie ist kompliziert, langwierig und nur stationär zu empfehlen. Rezidive waren in der prä-HAART-Ära häufiger (mindestens 15%) als heute. Die Prognose hat sich deutlich verbessert - allerdings bei gleich bleibender Frühmortalität.

Christian Hoffmann, Hamburg:
Opportunistische Infektionen - Teil 3

Die PML ist nach der cerebralen Toxoplasmose die zweithäufigste neurologische AIDS-Erkrankung. Diese schwere Entmarkungskrankheit des zentralen Nervensystems wird durch das JC-Virus (JCV) verursacht, einem einfach gebauten, weltweit verbreiteten Polyomavirus. Angesichts hoher Seroprävalenzen in der Bevölkerung wird von einer latent persistierenden Infektion ausgegangen. Erst bei gestörter zellulärer Immunantwort kommt es zu einer Reaktivierung der JCV-Infektion und damit zur manifesten Erkrankung. Betroffen ist überwiegend die weiße Hirnsubstanz der zerebralen Hemisphären, aber auch das Kleinhirn und in einem Teil der Fälle auch die graue Hirnsubstanz.

Christian Hoffmann, Hamburg:
Opportunistische Infektionen - Teil 2

Obwohl die Inzidenz der zerebralen Toxoplasmose im HAART-Zeitalter auf etwa ein Viertel zurückgegangen ist, bleibt sie hierzulande die wichtigste neurologische AIDS-Erkrankung. Ursache ist die Reaktivierung einer latenten Infektion mit Toxoplasma gondii, einem intrazellulären Parasiten. Die Prävalenz des Erregers variiert erheblich - während T. gondii in den USA eher selten ist, bestehen in Mitteleuropa Durchseuchungsraten von 50 bis zu 90%. Toxoplasmen haben eine Affinität zum ZNS - extrazerebrale Manifestationen sind selten. Oberhalb von 200 CD4-Zellen/µl ist eine zerebrale Toxoplasmose eine Rarität, unter 100 CD4-Zellen/µl ist dagegen immer mit ihr zu rechnen. Es erkranken heute zum großen Teil Patienten, bei denen die HIV-Infektion nicht bekannt und/oder nicht antiretroviral behandelt wurde. Ein Immunrekonstitutionssyndrom ist sehr selten.

Christian Hoffmann, Hamburg:
Pneumocystis-Pneumonie (PCP)

Die PCP bleibt auch im HAART-Zeitalter eine der häufigsten AIDS-Erkrankungen bei HIV-Patienten. Erreger dieser interstitiellen Pneumonie, an der heutzutage fast nur antiretroviral unbehandelte Patienten erkranken, sind Pneumocysten, eine ungewöhnliche Pilzart. Die den Menschen befallene Pneumocystis-Spezies (ursprünglich: P. carinii) wurde inzwischen nach dem tschechischen Parasitologen Otto Jirovec in P. jiroveci benannt. ...

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