EASL 201045. EASL in Wien 

14.-18. April 2010

Die 45. Tagung der European Association for the Study of the Liver (EASL) fand in diesem Jahr in Wien statt. Erwartet wurden rund 8000 Teilnehmer aus aller Welt. Im Mittelpunkt stand die Hepatitis und hier insbesondere die neuen Substanzen gegen HCV. berichtet wie gewohnt live vom Kongress.


Interviews

Prof. Christoph Sarrazin, Universität Frankfurt Prof. Christoph Sarrazin, Universität Frankfurt

Neue Substanzen gegen Hepatitis C

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Prof. Stefan Zeuzem, Universität Frankfurt Interview mit Prof. Stefan Zeuzem, Universität Frankfurt

Entwicklungen bei Standardtherapie

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Dr. Martin Vogel, Universität Bonn Interview mit Dr. Martin Vogel, Universität Bonn

Wann muss man bei der HIV/HCV-Konfektion eine Lebertransplantation in Betracht ziehen?

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Highlights von der EASL 

Child-Pugh Score bei HIV/HCV unzuverlässig

Ein Abfall des Child-Pugh Scores unter HCV-Therapie ist bei HIV/HCV-Koinfizierten kein guter Prädiktor für eine Dekompensation.  --

TDF/FTC nach Lebertransplantation

Bei Fixkombination Tenofovor/Emtricitabin nach Lebertransplantation bei Hepatitis B kann man möglicherweise auf HBIG verzichten.  --

Therapieverlängerung erhöht Ansprechraten von Interferon bei HBV

Bei HBeAg-negativen Patienten zeigten 96 Wochen pegyliertes Interferon einen Trend zu einer besseren Wirkung. Die zusätzliche Gabe von Lamivudin hatte keinen Effekt.  --

Vitamin D erhöht Heilungschancen

In einer ersten Pilotstudie führte die zusätzliche Gabe von Vitamin D zu einer erstaunlichen Steigerung der SVR-Rate.  --

Telbivudin bei dekompensierter Leberzirrhose

Das Nukleosid Telbivudin war in einer großen Studie bei Patienten mit Hepatitis B und dekompensierter Leberzirrhose Lamivudin signifikant überlegen.  --

Entecavir zeigt gute Langzeitverträglichkeit

Das Nukleosid Entecavir ist auch bei Langzeitgabe gut verträglich. Nur 1% der Patienten brachen die Therapie wegen Nebenwirkungen ab.  --

Individualisierung der Therapiedauer nach initialem Ansprechen

Wie lange man behandeln muss, um HCV aus dem Körper zu eliminieren, hängt neben dem Genotyp insbesondere von der initialen Viruskinetik ab.  --

Dunkle Schokolade hilft bei Leberzirrhose

Dunkle Schokolade enthält Antioxidantien, die den Druck in der Lebervene bei portaler Hypertension vermindern.  --

IL28B Polymorphismus

Die Bedeutung des IL28B-Polymorphismuswurde von vielen Arbeiten bestätigt. Aber es gab auch Kontroversen.  --

Telaprevir: Gute Ergebnisse bei Nonrespondern und Relapsern

Therapieversager bzw. Relapser nach einer konventionellen Therapie mit pegyliertem Interferon und Ribavirin haben bei einer erneuten Behandlung mit einer Triple-Therapie gute Chancen. Nahezu alle Relapser sowie mehr als ein Drittel der Nonreponder erreichen eine Heilung.  --

Nitaxozanid bei HCV-Genotyp 1  

In drei Studien wurde der Effekt von Nitaxozanid im Rahmen einer konventionellen Therapie bei HCV GT1 untersucht. Es zeigte sich ein nur marginaler positiver Effekt. --

HIV/HCV
Leberstruktur bessert sich nach SVR

Bereits sechs Wochen nach einer erfolgreichen Therapie der Hepatitis C bei HIV/HCV-Koinfizierten ist im Fibroscan eine signifikante Verbesserung nachweisbar.  --

HCV bei HIV/HCV-Koinfizierten unterbehandelt?

Eine deutsch-österreische Analyse zeigt, dass die Hepatitis C hierzulande bei lediglich 40% der Koinfizierten behandelt ist.  --

Nachrichten

  • Automatisierter Bluttest für Leberfibrose

    31. Januar 2012: Siemens bietet den ersten schnellen, automatisierten Biomarker-Test zur Diagnose und Beurteilung einer Leberfibrose an. Der ELF-Test (Enhanced Liver Fibrosis-Test) dauert rund eine Stunde. Er benötigt nur eine Blutprobe.weiter

  • MSD fördert junge Wissenschaftler

    29. Januar 2012: Die Förderung für junge Wissenschaftler , die einen Forschungsaufenthalt an externen Einrichtungen und Organisationen planen, wurde für 2012 auf 20.000 € erhöht.weiter

  • HPV-Test: IQWiG gibt keine Empfehlung

    24. Januar 2012: Studien zeigen, dass mit Hilfe eines Tests auf Humane Papillomaviren (HPV) Vorstufen des Gebärmutterhalskrebses früher erkannt und behandelt werden können. Es fehlt jedoch, so das IQWiG, der Nachweis des Nutzens im Hinblick auf Lebensqualität und Überleben.weiter

  • Britische Leitlinien zur PEP aktualisiert

    22. Dezember 2011: Die neuen Leitlinien zur PEP geben detaillierte Empfehlungen für viele verschiedene Situationen.weiter

  • PrEP-Zulassung beantragt

    15. Dezember 2011: Gilead hat bei der amerikanischen FDA die Zulassung von Tenofovir/Emtricitabin (Truvada®) zur Prä-Expositionsprophylaxe beantragt.weiter

  • Neue Etravirin-Tablette

    30. November 2011: Die europäische Arzneimittelbehörde EMA die 200mg-Formulierung des NNRTI Etravirin (Intelence®) zugelassen.weiter

  • Rilpivirin einzeln und als Fixkombination Rilpivirin/TDF/FTV in der EU zugelassen

    28. November 2011: Der einmal täglich einzunehmende NNRTI Rilpivirin wurde als Einzelmedikament (Edurant®) und als Fixkombination (Eviplera®) für therapienaive HIV-infizierte Erwachsene mit einer Viruslast von ≤ 100.000 HIV-RNA-Kopien/ml zugelassen.weiter

  • Erste Studie mit Mikrobizid mit zwei Wirkstoffen

    23. November 2011: Ein vaginaler Ring, der Dapivirine und Maraviroc enthält, wird in den USA in einer Studie auf seine Tauglichkeit als vaginales Mikrobizid gegen HIV untersucht.weiter

  • Fixkombination DRV/FTC/Cobicistat

    22. November 2011: Die Unternehmen Gilead Sciences und Tibotec Pharmaceuticals (in Deutschland Janssen-Cilag) werden gemeinsam ein neues sogenanntes „Single-Tablet Regime“, d.h. eine Tablette täglich, entwickeln.weiter

  • Gilead kauft Pharmasset

    22. November 2011: Gilead Sciences erweitert mit dem Einkauf sein Hepatitis-C-Portfolio.weiter

  • Keine Inflammation bei niedriger Viruslast

    09. November 2011: Die HIV-Infektion geht mit einer chronischen Entzüdungsreaktion einher. Diese These scheint zumindest bei niedriger Virusvermehrung nicht zuzutreffen.weiter

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