Entschädigung der Opfer des Blutskandals

17. April 2017

Mahnung zum Welt-Hämophilie-Tag

Seit drei Jahrzehnten warten Menschen, die in den 70er- und 80er-Jahren durch kontaminierte Blutprodukte mit HIV infiziert worden sind, auf Sicherheit: Immer wieder standen die Entschädigungszahlungen in Frage – für die meisten der rund 550 Überlebenden des Blutskandals die Absicherung ihrer Existenz.  Nun hat Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe eine dauerhafte Lösung angekündigt: Noch in dieser Legislaturperiode soll ein Gesetzestext verabschiedet werden, der lebenslange Entschädigungszahlungen garantiert. Die finanziellen Mittel, die bislang anteilig von Bund, Ländern, involvierten Pharmafirmen und Deutschem Roten Kreuz (DRK) aufgebracht wurden, sollen künftig allein vom Bund zur Verfügung gestellt werden.

Alle Verbände, die sich gemeinsam für die Rechte der Betroffenen einsetzen, freuen sich, dass die hartnäckigen Bemühungen zum Erfolg geführt haben. Auch wenn die Verbände nach wie vor die Pharmaindustrie sowie das DRK moralisch mit in der Verantwortung sehen, begrüßen sie ausdrücklich die geplante Gesetzesänderung. Das Bundesgesundheitsministerium verhandelt zudem zurzeit über freiwillige Zahlungen der im HIV-Bereich engagierten Pharma-Unternehmen – bislang ohne konkretes Ergebnis.

Hepatitis-C-Betroffene ebenfalls entschädigen

Zum Welt-Hämophilie-Tag möchten die Deutsche Hämophiliegesellschaft, die Deutsche AIDS-Hilfe und der WEISSE RING zudem auf eine weitere Opfergruppe aufmerksam machen: diejenigen Hämophilen (Bluter), die im Rahmen des Blutskandals mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) infiziert wurden. Während die HIV-infizierten Hämophilie-Patienten durch das HIV-Hilfegesetz entschädigt werden, warten die ca. 2.000 HCV-infizierten Hämophilen trotz identischer Infektionsursachen noch immer auf eine Entschädigung.


Meldungen

  • Deutsche ART-Leitlinien 2019

    12. Juli 2019: TDF wieder empfohlen, 2DR noch Alternative und mehr Optionen zur Firstline-Therapie. weiter

  • Switch auf 2DR

    12. Juli 2019: In der Studie TANGO wurde erfolgreich von einer funktionierenden Tripletherapie auf Dolutegravir/Lamivudin gewechselt. weiter

  • Infocenter

     2DR Kompass

    25. Juni 2019:2-Drug-Regimen in der täglichen Praxisweiter-transp

  • Ausschreibung

    11. Juli 2019: Das Robert Koch-Institut hat das Nationale Referenzzentrum für Hepatitis C-Viren sowie Konsiliarlabore für Gonokokken, Treponemen usw. ausgeschrieben. weiter

  • Newletter online

    Jeden Monat akutelle Informationen rund ums Thema HIV und sexuell übertragbare Erkrankungen.

    Für Ärzt_innen, Menschen mit HIV und alle Interessierten.

    Anmeldung hier

  • Heilung

    03. Juli 2019: Mit LASER-ART und CRISPR/Cas läßt sich HIV dauerhaft aus dem Erbgut entfernen – zumindest im Tierversuch. weiter

  • Dovato® zugelassen

    03. Juli 2019: Die europäische Behörde hat die Fixkombination Dolutegravir/Lamivudin zugelassen weiter

  • Neue HIV-Resistenzen

    30. Juni 2019: Die ISA-USA hat die Liste der HIV-Resistenzmutationen aktualisiert. weiter

  • HCV-Elimination

    30. Juni 2019: Frankreich vereinfacht Hepatitis C-Therapie weiter

  • HIV/Hepatitis-Koinfektion

    30. Juni 2019: Koinfizierte mit Zirrhose werden zu selten auf Leberkrebs untersucht. weiter

  • Preissenkung Biktarvy®

    27. Juni 2019: Genau ein Jahr nach Einführung ist der AMNOG-Prozess abgeschlossen. weiter

  • Juluca® wird billiger

    23. Juni 2019: Ab 15. Juni 2019 kostet das Medikament 13% weniger. weiter

Ältere Meldungen weiter

Diese Website bietet aktuelle Informationen zu HIV/Aids sowie zur HIV/HCV-Koinfektion. Im Mittelpunkt stehen HIV-Test, Symptome und Auswirkungen der HIV-Infektion, Behandlung der HIV-Infektion, HIV-Medikamente mit Nebenwirkungen und Komplikationen, Aids, Hepatitis B und C. Ein Verzeichnis der Ärzte mit Schwerpunkt HIV ergänzt das Angebot.