DGI fordert Konzentration auf MDR-TB

24. Mai 2017

Große Sorgen bereitet der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie die dramatische Ausbreitung von multiresistenten Tuberkulose-Erregern.

Mathematische Modelle sagen einen Anstieg von MDR-TB voraus insbesondere in  Russland, Südafrika, Indien und den Philippinen. In Russland könnten in 20 Jahren fast ein Drittel aller Tuberkulose-Erkrankten von dieser Form betroffen sein. Schon 2015 gab es in Russland 42 000 MDR-TB-Neuinfektionen, in der Ukraine 12 000, in den EU-Anrainerstataaten Weißrussland und Moldawien 1990 beziehungsweise 1700. Mit 125 Erkrankungen an multiresistenter Tuberkulose im Jahr 2015 ist die Lage hierzulande derzeit nicht dramatisch, wenngleich auch in Deutschland die Fallzahlen zunehmen.

Die MDR-TB stellt ein großes Problem für die betroffenen Patienten und Behandler dar, weil es nur wenige Antibiotika gibt, die überhaupt gegen den Erreger der Tuberkulose wirksam sind.  In Deutschland ist die Situation durch die Behandlung der Patienten in hochspezialisierten Zentren unter Kontrolle, teilt die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie (DGI) mit. Im weltweiten Kampf gegen die Erkrankungen brauche es dringend Kampagnen, die gezielter auf die Eindämmung und Behandlung multiresistenter Tuberkulose-Erreger fokussierten, fordert die Fachgesellschaft


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