CAR-T-Zellen sollen HIV bekämpfen

19. Oktober 2017

Abwehrzellen sollen nach Genmanipulation HIV besser erkennen und kontrollieren.

CAR-T- Zellen (T-Zellen mit chimären Antigen-Rezeptoren) sind derzeit ein stark beforschtes Feld in der Onkologie. Nun wird ihr Einsatz auch bei HIV getestet.

Normalerweise können die T-Zellen die HIV-Infektion nicht ausreichend kontrollieren. Die Idee ist, die Funktion der T-Zellen durch speziell konstruierte Rezeptoren zu verbessern. Diese Rezeptoren bestehen aus einem extrazellulären Teil, der HIV bzw. HIV-infizierte Zellen besser erkennt.

Aus der Krebsforschung gibt es mittlerweile einen großen Erfahrungsschatz, wie man T-Zellen mit diesen chimären Antigenrezeptoren auf ein bestimmtes Ziel programmieren kann.

Dem Patienten werden T-Zellen aus dem Blut entnommen, diese werden mit geeigneten Vektoren „umprogrammiert“, d.h. sie erhalten die Gene für den neuen Rezeptor. Danach werden die Zellen ex vivo expandiert und schließlich dem Patienten zurückgegeben.

Doch soweit ist man bei HIV noch nicht. Hier wird die Methode gerade im humanisierten Mausmodell erprobt. Die CAR-T-Zellen scheinen zwar zu einer deutlich besseren Kontrolle von HIV zu führen als es die unveränderten T-Zellen vermögen, doch Mäuse sind nur ein sehr grobes Modell für Menschen. Es wird noch einiges an Grundlagenforschung erforderlich sein, bevor erste Studien am Menschen möglich sind. Aber ein Anfang ist gemacht.


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