Rückschlag für „Kick&Kill“

24. Januar 2018

Latentes Reservoir zeigt Resistenz gegen CD8+ Killerzellen

In den letzten Monaten gab es immer wieder ermutigende Resultate zur HIV-Heilungsforschung durch„Kick&Kill“. Die Idee dabei: Das Virus soll durch „latency reversing agents“ zur Vermehrung angeregt werden, um anschließend die HIV-infizierten Zellen durch Killerzellen abräumen zu lassen. Dies funktioniert in diversen Modellsystemen mehr oder weniger gut.

Nun haben Forscher aber zum ersten mal mit infizierten CD4-Zellen sowie den CD8+ Killerzellen von Menschen mit HIV untersucht. Sie stießen dabei auf ein unerwartetes Hindernis: Die Killerzellen erkannten zwar CD4-Zellen mit defekten integrierten HI-Proviren, aber nicht mit intakten HI-Proviren. Das bedeutet, die Menge der zell-assoziierten HIV-DNA ging zwar zurück, aber die Menge an potenziell vermehrungsfähigen Proviren blieb gleich. Leider nicht das, was man sich erhofft hatte.

Worauf diese Resistenz beruht, ist derzeit noch völlig unklar; es gibt jedoch bereits ein paar Ideen, die nun experimentell überprüft werden sollen.

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