GBA-Beschluss Maviret®

22. Februar 2018

Trotz kürzerer Therapiedauer bei naiven Patienten ohne Zirrhose kein Zusatznutzen.

Der G-BA hat folgenden Beschluss zu Glecaprevir/Pibrentasvir (Maviret®) gefaßt:

Patienten ohne Zirrhose oder mit kompensierter Zirrhose mit Genotyp 1:

  • zweckmäßige Vergleichstherapie: Ledipasvir/Sofosbuvir
  • Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens: Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.

Patienten mit Genotyp 2, Patienten ohne Zirrhose, Patienten mit kompensierter Zirrhose, Patienten ohne oder mit kompensierter Zirrhose mit Genotyp 3:

  • zweckmäßige Vergleichstherapie: Sofosbuvir plus Ribavirin oder Sofosbuvir/Velpatasvir.
  • Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens: Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.

Patienten ohne oder mit kompensierte Zirrhose mit Genotyp 4:

  • zweckmäßige Vergleichstherapie: Ledipasvir/Sofosbuvir
  • Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens: Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.

Patienten ohne oder mit kompensierter Zirrhose mit den Genotypen 5, 6:

  • zweckmäßige Vergleichstherapie: Ledipasvir/Sofosbuvir
  • Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens: Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.

Patienten mit Sofosbuvir + Ribavirin- Vorbehandlung:

  • zweckmäßige Vergleichstherapie: Eine patientenindividuelle Therapie nach Maßgabe des Arztes, unter Beachtung der Vortherapie(n), Genotyp und der jeweiligen Zulassung. Mögliche Kreuzresistenzen bei der Auswahl der antiviralen Therapie v.a. bei Proteaseinhibitoren sind zu berücksichtigen.
  • Ausmaß und Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens: Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.

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