PrEP

03. Juli 2018

Die ersten deutschen Leitlinien sind erschienen.

Die ersten Leitlinien zur PrEP (PräExpositionsProphylaxe) empfehlen

  • Menschen mit „substanziellem Risiko“ eine PrEP anzubieten.

Vor Beginn der PrEP:

  • Aktuelle, negative HIV-Serologie (4. Generations-ELISA mit p24-Ag), keinesfalls älter als 14 Tage; Wiederholung 4 Wochen nach Beginn der PrEP
  • Ausschluss einer replikativen Hepatitis-B-Infektion mittels Serologie (HBs-Antigen, anti-HBc-Antikörper) bzw. Prüfung der HBV-Immunität (HBs-Antikörper, ggfs. Impfung gegen HBV)
  • Ausschluss einer Nierenfunktionsstörung mittels Kreatinin-Bestimmung im Serum (eGFR muss mindestens 60 und sollte > 80 ml/min sein)

Einnahme:

  • Die Einnahme sollte täglich erfolgen. Eine intermittierende, anlassbezogene Einnahme der PrEP kann als Gebrauch außerhalb der Zulassung (off label use) im individuellen Fall erwogen werden.

Kontrollen:

  • Während der Einnahme der Prophylaxe sollen alle drei Monate ein HIV-Test sowie Tests auf weitere sexuell übertragbare Infektionen in verschiedenen Abständen erfolgen, damit diese gegebenenfalls schnell behandelt werden können.


Die Leitlinien entstanden unter der Federführung der Deutschen AIDS-Gesellschaft (DAIG), zahlreiche andere Fachgesellschaften waren beteiligt.

Deutsch-Österreichische Leitlinien zur HIV-Prophylaxe PrEP als PDF

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