Umfrage

30. November 2018

HIV nach Zungenkuss? Jeder Dritte hält es für möglich

Janssen veröffentlicht zum Welt-AIDS-Tag Ergebnisse einer aktuellen Umfrage

Die meisten Deutschen wissen, dass HIV bisher nicht heilbar ist und unter anderem über Geschlechtsverkehr übertragen werden kann. Unsicher sind jedoch Einige bei der Übertragung beim Küssen oder gemeinsam genutzten Toiletten. Janssen Pharmaceutical Companies of Johnson & Johnson veröffentlicht  zum Welt-AIDS-Tag die Ergebnisse einer Umfrage*, die  zum Leben mit HIV in Deutschland durchgeführt wurde. Das forschende Pharmaunternehmen setzt sich für die Aufklärung zu HIV ein, um der Diskriminierung von Menschen mit HIV entgegenzuwirken. Nun hat Janssen die repräsentative forsa-Umfrage in Auftrag gegeben, um den aktuellen Bedarf an Aufklärung in Deutschland abzufragen.

Die Ergebnisse im Überblick

  • Einiges ist bekannt:
    • Fast alle Befragten wussten, dass HIV über infizierte Nadeln beim Drogenkonsum, Vaginal- und Analverkehr übertragen werden kann (98% bzw. 96% und 93%).
    • Dass HIV aktuell noch nicht heilbar ist und es leider (noch) keine Impfung gibt, wissen 9 von 10 der Befragten.
  • Hier besteht Aufklärungsbedarf:
    • 53% der Befragten unterschätzten die Zahl der jährlichen Neuinfektionen.
    • Zwar nur ein kleiner Prozentsatz, dennoch hält ein Teil der Befragten fälschlicherweise eine Ansteckungsgefahr durch Küssen, Anhusten oder Anniesen, die gemeinsame Toilettennutzung, Umarmung oder Händedruck für möglich.
    • Etwa jeder Dritte schätzt, dass es maximal 10 HIV-Medikamente gibt  und dass Patienten mindestens 3 Tabletten täglich nehmen müssen.

Kleine Wissenslücken und große Ängste

Durch jahrelange Aufklärungskampagnen wie „Gib AIDS keine Chance“†ist bei einem Großteil der Bevölkerung bekannt, dass ungeschützter Geschlechtsverkehr – oder beispielsweise das Teilen von Spritzen – zur Infektion führen kann. Doch fast jeder Zweite hält auch Tränen, Speichel und Urin für infektiös und jeder Dritte meint, er könnte sich beim Küssen anstecken. 8% sagen eine Ansteckung über Anniesen oder Anhusten, 6% über die gemeinsame Nutzung von Gläsern, Tellern oder Besteck sei möglich. Falsche Annahmen wie diese führen noch heute zu Diskriminierung von Menschen mit HIV am Arbeitsplatz, im öffentlichen Leben und in der Freizeit.

Mit HIV-Therapie langes Leben und geringes Ansteckungsrisiko

Schätzungsweise infizierten sich im Jahr 2017 in Deutschland ca. 2.700 Menschen mit HIV und etwa 3.300 erhielten eine HIV-Erstdiagnose1. Aktuell wissen allerdings schätzungsweise mehr als 11.400 Menschen in Deutschland nichts von ihrer Infektion1, die unbehandelt für sie selbst, aber auch für Sexualpartner ein Risiko darstellt. Um Neuinfektionen zu vermeiden ist es daher wichtig, sich bei Geschlechtsverkehr zu schützen, bei Unsicherheit zur Ansteckung einen HIV-Test durchzuführen und sich bei einer Ansteckung mit dem HI-Virus unbedingt zur
zeitnahen Therapie beraten zu lassen.

Etwa 80% der Menschen mit HIV in Deutschland erhalten bereits eine antiretrovirale Therapie1, durch die sie nahezu die gleiche Lebenserwartung haben wie nicht HIVinfizierte Menschen. Ein heute mit 20 Jahren diagnostizierter Patient erreicht mit einer HIV-Therapie die in Deutschland durchschnittliche Lebenserwartung von 80 Jahren – nur knapp 20% hätten das auch geschätzt.

Therapienagebot in Deutschland: Große Auswahl und kleine Pillenlast

Große Unsicherheit herrscht auch zu der Frage, wie viele verschiedene Medikamente gegen HIV wohl in Deutschland zugelassen sind. Über die Hälfte (52%) tippen auf 10 oder weniger – nur 7% ahnen, dass tatsächlich über 20 Medikamente zur Auswahl stehen. Die Vielzahl der Medikamente ist wichtig, um Patienten eine individuelle Therapie ermöglichen zu können. Gleichzeitig nehmen über 70% der Befragten an, dass Patienten am Tag mindestens 2, wenn nicht 3 oder mehr Tabletten einnehmen müssen. Tatsächlich gibt es seit einigen Jahren Medikamente, die mehrere Wirkstoffe in einer Tablette vereinen. Viele Patienten können so mit nur 1 Tablette am Tag auskommen – nur 13% der Befragten haben das gewusst.

Forschen, fördern und Zugang zu Medikamenten verbessern

Die medizinische Forschung zum HI-Virus mag auf dem besten Stand sein – Unwissenheit und damit Vorurteile gegenüber Menschen mit HIV hinkt auch in Deutschland noch hinterher. Daher engagiert sich Janssen rund um HIV zu informieren, Diskriminierung vorzubeugen sowie den Zugang zu Medikamenten weltweit zu verbessern. Spezifische Informationen rund um das Thema können Patienten und Interessierte auf der Website www.my-micromacro.net finden. Zudem erleichtert Janssen mit seiner Global Health Initiative Menschen in Schwellenländern den Zugang zu antiretroviralen Medikamenten.


* Die von der Janssen-Cilag GmbH beauftragte, repräsentative forsa-Umfrage bezog 1.008 Menschen über 18 Jahren ein.

Kampagne der Deutschen AIDS-Hilfe 1987-2016.

1 Robert Koch-Institut, Epidemiologisches Bulletin 47/2018.

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