Meldungen
BMS-Initiative Secure The Future
20. Juli 2010: Die Bristol-Myers Squibb Foundation hat ihr
Hilfsprogramm für Frauen und Kinder auf die Bekämpfung von Tuberkulose erweitert. 
Neue International AIDS Society-USA Leitlinien empfehlen Therapiestart ab 500 CD4-Zellen
21. Juli 2010: Die frühe antiretrovirale Behandlung
kann die Lebensqualität und –dauer verbessern. Entscheidend ist dabei
die
Bereitschaft des Patienten zur Therapie. 
Das endgültige Aus für Vicriviroc
15. Juli 2010: Merck gab in einem Brief den an Vicriviroc-Studien
beteiligten Ärzten („Investigator Letter“) bekannt, die Entwicklung des
CCR5-Antagonisten zu stoppen und alle noch laufenden Studien zu beenden.
SPIRAL-Studie publiziert
12. Juli 2010: Switch von Lopinavir/r
auf Raltegravir: Virale Suppression vergleichbar und sinkende Blutfettwerte
Lieber einen Drink weniger
1. Juli
2010: Häufiger Alkoholkonsum könnte die Progression der HIV-Infektion beschleunigen. 
Fußballweltmeister mit Hepatitis
Aktuelle
Untersuchungen zeigen, dass einige der Fußballer, die 1954 so
überraschend
Fußballweltmeister wurden, die „Helden von Bern“, vermutlich an
Hepatitis C
litten.
Krebsvorläufer in analen Feigwarzen
8. Juni 2010: Bei rund einem Drittel der Männer mit analen
Condylomen finden sich Vorläufer von Krebszellen.

FDA: Maraviroc (Celsentri®) bei Nierenfunktionsstörungen
7. Juni 2010: Die amerikanische FDA empfiehlt Maraviroc bei
Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz die Dosis anzupassen. 
Auszeichnung für Gero Hütter
3. Juni 2010: Der Berliner Onkologe Dr. Gero Hütter wurde vom AIDS
Policy Project in San Francisco und San Franciscos Supervisor Ross
Mirkarimi
für “die erste funktionale Heilung von HIV/Aids” ausgezeichnet. 
Bundessozialgericht: Keine Immunglobuline bei Aids
21. Mai 2010: Weder
bei Aids noch bei multipler Sklerose dürfen Immunglobuline zulasten der
Gesetzlichen Krankenversicherung verordnet werden. Dies entschied das
Bundessozialgericht in Kassel.
Telaprevir: 75% Heilung bei HCV-Monoinfektion
4. Juni 2010: In einer Pressemitteilung veröffentlichte der Hersteller Vertex erste Ergebnisse der Phase-3-Studie ADVANCE. 
Neue Deutsch-Österreichische Leitlinien erschienen
Die
neuen Leitlinien bewegen den Therapiebeginn etwas nach vorne. Eine Behandlung
der akuten HIV-Infektion wird dagegen nur noch bei schweren bzw. lang
anhaltenden Symptomen empfohlen. Bei den Medikamenten der Wahl zur
Erstlinien-Therapie hat sich mit Ausnahme der Aufnahme des Integrasehemmers
Raltegravir in diese Riege nichts wesentlich geändert. 
Zukünftige Generationen von HIV befreien
19.
Mai 2010. Der Globale Fonds startet eine große Kampagne, um die Finanzmittel zu
sichern, dass in fünf Jahren kein Kind mehr HIV-infiziert auf die Welt kommt. 
Deutsche Aids-Hilfe baut auf Community bei europaweiter Studie
18. Mai 2010: Die bislang größte Untersuchung zu HIV
und Safer Sex startet im Juni. Ein Ziel ist, die gesundheitlichen Bedürfnisse und
Rechte von MSM einzufordern. 
Zink lässt CD4-Zellen steigen
16. Mai 2010: Zink ist gut verträglich und scheint einen
günstigen Einfluss auf das Immunsystem zu haben. 
Studie mit Eltrombopag bei Leberpatienten gestoppt
15. Mai 2010: Der Thrombopoietin-Agonist Eltrombopag führte bei Patienten mit chronischer Lebererkrankung häufiger zu Portvenenthrombosen. 
FDA lässt Kaletra® einmal täglich bei vorbehandelten Patienten zu
28.
April 2010: Die amerikanische FDA hat die Fixkombination
Lopinavir/Ritonavir (Kaletra®) zur einmal täglichen Therapie auch bei
vorbehandelten Patienten zugelassen. 
Neue Fixkombination Truvada® und TMC278
27. April 201: Die Entwicklung einer fixen Kombination aus dem
neuen NNRTI TMC278 und Tenofovir/Emtricitabin (Truvada®) ist auf dem Weg.
Vorratsdatenspeicherung endgültig stoppen
20. April 2010: Über 40 Organisationen und
Verbände haben die Bundesjustizministerin in einem gemeinsamen Brief
aufgefordert, "sich auf europäischer Ebene klar für eine Abschaffung der
EU-Mindestvorgaben zur Vorratsdatenspeicherung einzusetzen". 
Transkulturelle Aids-Mediatoren gesucht
14. April 2010: Die Deutsche Aids-Hilfe startet eine neue interkulturelle HIV-Prävention und sucht engagierte Menschen mit Migrationshintergrund, die sich als Aids-Mediatoren ausbilden lassen wollen. 
FDA verwarnt Gilead wegen unzulässiger Werbung
13. April 2010: Die amerikanische Medikamentenbehörde
bemängelte eine direkt an Patienten gerichtete Anzeige für
Tenofovir/Emtrictiabin (Truvada®) als irreführend. 
Auch Non-Progressor behandeln?
12. April 2010: In einer Studie des NIH stiegen unter HAART selbst
bei sogenannten „Elite Controllers“ die CD4-Zellen signifikant an. 
Wahrscheinlichkeit der HIV-Übertragung bei Analsex
10. April 2010: In Australien liegt das geschätzte Risiko einer HIV-Infektion bei rezeptivem ungeschützten Analverkehr mit Ejakulation pro Kontakt bei rund 1,5%.
Männer mit Testosteronmangel sterben früher
April 2010: Eine deutsche Untersuchung aus Greifswald
belegt, dass Männer mit niedrigem Testosteronspiegel doppelt so häufig an
Herz-Kreislauferkrankungen versterben wie Männer mit normalem Sexualhormon. 
Raltegravir wird billiger
30. März 2010: Das Unternehmen MSD, das sich seit 20 Jahren im HIV-Bereich engagiert, senkt den Preis für den Integrasehemmer
Raltegravir (ISENTRESS®) freiwillig um rund 15% auf das Niveau von Proteasehemmern.
Übergewicht vermindert CD4-Anstieg
22. März 2010: Vor
Einführung der HAART war Übergewicht noch ein Vorteil, denn die CD4-Zahl fiel
langsamer ab als bei Normalgewichtigen. Unter HAART ist Adipositas jedoch ein
Nachteil, denn die CD4-Zellzahl steigt vergleichsweise geringer an. 
Interaktionen mit Malariamittel
22. März 2010: Lopinavir/r,
Efavirenz und geboostertes Atazanavir vermindern den Blutspiegel von Malarone®.
Ob dies klinisch relevant ist, bleibt unklar. 
Etravirin – neue Interaktionen im Beipackzettel
22. März 2010: Die US-Gesundheitsbehörde Food and Drug Administration (FDA) hat den
Beipackzettel für Etravirin (Intelence®) um potentielle Nebenwirkungen mit
Clopidogrel, Lopinavir/Ritonavir
(Kaletra®), Fluconazol und Voriconazol erweitert. 
Minocyclin – neuer Ansatz auf dem Weg zur Heilung
18. März 2010: Heilung
muss nicht Eradikation von HIV bedeuten. Vorstellbar ist auch eine
„funktionelle Heilung“, bei der HIV lediglich in latent infizierten Zellen ruht
ohne sich zu vermehren. Ein Schritt in diese Richtung könnte das Aknemittel
Minocyclin darstellen, das die Aktivierung der „schlafenden“ HI-Viren
verhindert.
Viruslast bei akuter Infektion korreliert mit Viruslast der Infektionsquelle
16. März 2010: Die Höhe
der Viruslast bei akuter HIV-Infektion wird offenbar nicht nur von
Wirtsfaktoren determiniert, sondern auch von der Viruslast des übertragenden
Partners mitbestimmt. 
FDA überprüft Sicherheitsprofil von Simvastatin
19.
März 2010. Die FDA informiert über
ein erhöhtes Risiko von Myopathien und Rhabomyolysen bei hochdosierter Gabe von
Simvastatin. 
Heilung in Sicht?
6.
März 2010. Münchner Aids-Tage. „New Era“ heißt eine Studie, die untersucht, ob
auch die letzten HIV-infizierten Zellen aus dem Körper eliminiert werden
können.
Wann hatten Sie zuletzt Sex?
Die Antwort auf diese
Frage entspricht
nicht immer der Wahrheit. Das Problem ist aber nicht nur, dass manche
Menschen
bewusst lügen, andere unbewusst die Unwahrheit sagen, so wie Raucher,
wenn sie
nach ihrem Zigarettenkonsum gefragt werden. Nein, das Problem ist, dass
Menschen „Sex haben“ unterschiedlich definieren.
Afrika und die Menschenrechte
12. März 2010. Desmond Tutu, Friedensnobelpreisträger und ehemaliger Erzbischof von Kapstadt, prangert die
Diskriminierung von Schwulen, Lesbierinnen, Bisexuellen und Transgendern in Afrika an. Auszug seines Plädoyers in
deutsch 
6. Würzburger Infektiologisches Symposium
7-8. Mai. Im Zentrum des traditionellen Würzburger Infektiologischen Symposiums stehenHIV und Virushepatitis.
Bundeswettbewerb Aidsprävention 2010
Februar 2010. Unter dem Motto „Neue Wege sehen – neue Wege gehen!“ werden neue und auch ausgefallene Projekte
zur Prävention von HIV/Aids und STIs gesucht. Den mit 5.000 € dotierten Wettbewerb wird 2010 zum zweiten Mal
ausgeschrieben und ist mit jeweils 5.000 € dotiert. 
Komplementäre Therapien
März 2010. Die Broschüre der Deutschen Aids-Hilfe ist überarbeitet worden und beinhaltet, was ergänzend zur
medikamentösen Therapie getan werden kann, um mit HIV gesund zu leben. DIN A5, 168 Seiten
Hier
kann die Broschüre bestellt oder als PDF eingesehen werden.
Interaktions-Hotline
Newsletter 30
Februar 2010
Mit Spannung wird die Entwicklung der neuen Hepatitis C Medikamente beobachtet. Die Zulassung der
Proteaseinhibitoren Telaprevir und Boceprevir wird für Ende 2011 (USA) bzw. 2012 (Europa) erwartet. Da die Hepatitis C
Proteaseinhibitoren wie die HIV-Proteaseinhibitoren intensiv über die Isoenzyme der Leber abgebaut werden, entsteht hier
ein neues Feld interessanter Interaktionen.In diesem Newsletter finden Sie eine Übersicht über bereits bekannte
Interaktionen zwischen den Hepatitis-Medikamenten und der antiretroviralen Therapie.(download PDF
)
10 Jahre HIV-Therapie-Hotline in
München
Am 4. Februar gab es Grund zum Feiern. Die Therapie-Hotline, ein Gemeinschaftsprojekt der Münchner Aids-Hilfe, Projekt Information und der Bayerischen Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte zur Versorgung HIV-Infizierter (BAGNÄ) wurde 10 Jahre alt. Für die Beratungen zuständig war und ist Engelbert Zankl, der selbst seit 23 Jahren positiv ist.
Interview mit Engelbert Zankl HIV-Therapie-Hotline: Rückblick und Ausblick
Arzneimittelbetrug
Viramune® aus
Afrika im Umlauf
Boehringer Ingelheim spendet seit Jahren Viramune® für Afrika. Offensichtlich wurde ein Teil der Orginaltabletten
umgepackt und nach Deutschland importiert. Die Patienten sind somit nicht gefährdet, dem Unternehmen und den Apotheken
entstand allerdings großer Schaden. 
Aids-Aktivistin Annemarie Madison gestorben
1985 begann Annemarie Madison ihren Kampf für einen menschenwürdigen Umgang mit Aids und den HIV-Infizierten. Die Pionierin im Kampf gegen Ausgrenzung und Stigma und Namensgeberin des Annemarie-Madison-Preises ist am 30. Januar 2010 im Alter von 82 Jahren in San Francisco gestorben.
Zum Nachruf der Deutschen
Aids-Hilfe
Zum HIV&more-Interview mit Annemarie
Madison, 2008
Durchbruch in der HIV-Forschung
2. Februar 2010. Forschern ist es erstmals gelungen, die Struktur der Integrase aufzuklären, einem Enzym in
Retroviren wie HIV. Diese Erkenntnisse werden helfen, die Behandlung der HI-Infektion zu verbessern, so die in Nature
publizierte Studie. 
Norvir®-Tablette zugelassen
Am 25. Januar 2010 wurde von der europäischen Arzneimittelkommission EMEA Ritonavir ( Norvir® ) als Tablette zugelassen. Im Gegensatz zur alten Weichkapsel-Formulierung muss die neue Norvir® -Tablette nicht mehr gekühlt werden. Die Tablette ist vorraussichtlich ab April 2010 im Handel erhältlich. Ritonavir 100 mg wird heute meist als Booster in Kombination mit Proteasehemmern zur antiretroviralen Therapie eingesetzt.

Grundlagen der Versorgung HIV-positiver Frauen
Interview mit Dr. Katja Römer, Köln
Das neue Heft der Arbeitsgruppe Ärztinnen und Aids (3A) ist eine Checkliste für die Praxis in deren Mittelpunkt
die HIV-Patientin steht. Dr. Katja Römer, unter deren Leitung das Heft entstanden ist, gibt Auskunft zu Inhalt und
Hintergründen.
Bilanz 2 Jahre nach EKAF
Interview mit Prof. Pietro Vernazza, St. Gallen, und Armin Schafberger, Deutsche AIDS-Hilfe Berlin
Im Januar 2008 erschien das EKAF-Papier, das besagt, dass HIV-Infizierte unter bestimmten Bedingungen nicht ansteckend sind. Zwei Jahre und viele Diskussionen später ist das Papier nach wie vor umstritten, doch Pietro Vernazza, einer der Autoren des Papers, und Armin Schafberger, medizinischer Referent der Deutschen AIDS-Hilfe, ziehen eine überwiegend positive Bilanz.
RKI: Empfehlung zur Vermeidung von Infektionsrisiken
28.Januar 2010. Die „Anforderungen an die Hygiene bei der medizinischen Versorgung von immunsupprimierten Patienten“ sind auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts (RKI) vor-veröffentlicht worden. Die 65 Seiten umfassende Empfehlung richtet sich an alle, die an der medizinischen Versorgung immunsupprimierter Patienten beteiligt sind, aber auch an Patienten und ihre Angehörige, um Infektionen zu vermeiden.
UK: Neue Guidelines für Koinfektionen von HIV mit Hepatitis B und C
Die Britisch HIV Association BHIVA hat ihre vor fünf Jahren veröffentlichten Guidelines für die Koinfektion mit
Hepatits B und C komplett überarbeitet und in der Version 2010 in einem Dokument zusammengeführt. Zu den Guidelines
Retrovirus-Bulletin 4/2009
In dieser Ausgabe finden Sie einen Kommentar von Prof. Klaus Überla, Bochum, zu den
Ergebnissen der Impfstudie aus Thailand. Aus dem eigenen Haus kommt der Beitrag von Dr. Jörg Votteler zur Funktion von
Ubiquitin bei der Freisetzung von HIV-1. Und im dritten Beitrag dieser Ausgabe fasst Andrea Kreß die Neuigkeiten vom
HTLV-Weltkongress zusammen. ![]()

Schweinegrippe in München
Die Neue Influenza greift um sich. Die Fallzahlen steigen, ebenso die Zahl der Komplikationen und die Betten in den Kliniken füllen sich. Gleichzeitig ist die Impfungaktion angelaufen. Dr. Guggemos erklärt, welche Komplikationen meist auftreten und ob man sich impfen lassen soll.
Antidiarrhoika ab 2010 wieder erstattungsfähig
Der GBA (Gemeinsamer Bundesausschuss der Krankenkassen) hat am 15. 10. 2009 eine Änderung der Arzneimittel-Richtlinie zur Verordnung von Antidiarrhoika beschlossen. Diese tritt bei Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft, was vorraussichtlich Anfang 2010 der Fall sein wird.
Danach sind Loperamid u.a. erstattungsfähig "bei schweren und anhaltenden Diarrhoen, auch wenn diese therapie-induziert bedingt sind, sofern eine kausale oder spezifische Therapie nicht ausreichend ist. Eine längerfristige Anwendung (über 4 Wochen) bedarf der besonderen Dokumentation und Verlaufsbeobachtung."
Impfungen gegen die Neue Influenza a/H1N1 – „Schweinegrippe“: Wegweiser durch den Informationsdschungel
26. Oktober 2009. Heute soll die bundesweite Impfaktion gegen die Schweinegrippe beginnen, zunächst für
Medizinpersonal in Gruppe 1, dann für die Gruppe 2, chronisch Kranke, zu denen auch HIV-Positive gehören. HIVandmore
gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Informationen sowie die Quellen, die zur Entscheidungsfindung für Arzt
und Patient dienen können. ![]()
Leonie Meemken, ifi-Insitut Hamburg
Interaktions-Hotline Newsletter 29 Oktober 2009
Ein Großteil der pharmakokinetischen Studien, die auf dem ICAAC vorgestellt wurden, verspricht Erleichterung für
Ihren klinischen Alltag.![]()
STIKO-Empfehlungen zur Schweinegrippe-Impfung
Am 8. 10. 2009 veröffentlichte das Robert Koch-Insitut die Empfehlungen der
Ständigen Impfkommission (STIKO). Die wichtigsten Punkte im Überblick sowie der Pressetext in voller Länge. ![]()
Retrovirus-Bulletin 3/2009
Diese Ausgabe konzentriert sich auf klinische Aspekte der HIV-Infektion. Dr. Barbara
Bartmeyer vom Robert Koch Institut Berlin stellt die Konzeption und Daten der ClinCurv Kohorte vor. Diese Kohorte
schließt inzwischen nahezu ein Fünftel der HIV-Infizierten ein, die in Deutschland unter ärztlicher Betreuung sind. Ein
weiteres Thema ist der in der Presse vielfach zitierte Fall der "Heilung" nach Transplantation hämatopoetischer
Stammzellen eines CCR5?32-homozygoten Spenders auf einen HIV-infizierten Empfänger mit CCR5-tropen HI-Viren. Ein
weiterer Beitrag befasst sich mit dem Multizentrischen Morbus Castleman. Außerdem einige wenige Zeilen zu der großen
HIV-Impfstoffstudie aus Thailand. ![]()
Welt-AIDS-Tag
Das Motto des Welt-AIDS-Tages 2009 lautet: "I am..."
http://www.worldaidscampaign.org/en/Key-events/World-AIDS-Day
USA verbietet witzige Kondomwerbung
In den USA gelten neben dem für uns nicht verständlichen Rechtssystem auch noch andere wundersame Regeln. Während
bei verschiedenen Themen die Amerikaner nicht zimperlich sind, werden Werbespots mit "anstößigem" Inhalt sofort zensiert
oder verboten. So darf zum Beispiel diese Werbung für Durex-Kondome nicht im TV gezeigt werden....***
http://www.birewei.ch/usa-verbietet-witzige-kondomwerbung/
Pandemrix® und Focetria® zur Impfung zugelassen
Die europäische Arzneibehörde EMEA hat am 29. September die Zulassung der Impfstoffe Focetria® (Novartis) and
Pandemrix® (GlaxoSmithKline) bekannt gegeben. ![]()
STIKO unter Beschuss
Die Antikorruptionsorganisation Transparency International Deutschland hat sich für eine Offenlegung der
Entscheidungsprozesse der Ständigen Impfkommission (STIKO) ausgesprochen. ![]()
RKI: Situationseinschätzung zur Neuen Influenza
In Deutschland sind dem Robert Koch-Institut mit Datenstand vom 02.10.2009 (15.00 Uhr) seit Ende April 2009
insgesamt 21.283 Fälle der Neuen Grippe (Influenza H1N1/2009) übermittelt worden. ![]()
Depressionen verschlechtern die Therapietreue
Depressive Patienten vergessen fast doppelt so häufig ihre HIV-Medikamente als Patienten, die nicht an einer
Depression leiden, so eine Studie im Journal of Acquired Immune Deficiency Syndromes.![]()
Schweinegrippe Impfstoff in den USA zugelassen
Die amerikanische FDA (Food and Drug Administration) hat vier Impfstoffe gegen die
H1N1-Influenza zugelassen. Die Hersteller CSL Limited, MedImmune LLC, Novartis Vaccines and Diagnostics Limited,
and sanofi pasteur Inc. haben langjährige Erfahrung mit der Produktion von Grippe-Imfstoffen und stellen die neue
Vakzine nach dem gleichen Verfahren her. ![]()
HIV-Impfung Erstmals erfolgreiche Studie
In der Studie RV 144, einer Phase-3-Studie mit den Impfstoffen ALVAC®-HIV und AIDSVAX®
B/E, verminderte die Impfung das Risiko einer HIV-Infektion im Vergleich zu Placebo signifikant um 31,2% (p=0.039, 95%
Konfidenzintervall 1.1% - 51.1%).
An der bislang größten Impf-Studie weltweit beteiligten sich über 16.000
Freiwillige in zwei thailändischen Provinzen. ![]()
HPV-Impfung: In Zukunft auch für Jungen und Männer
Das amerikanische Food and Drug Administration's (FDA) Vaccines and Related Biological Products Advisory
Committee hat nach Prüfung der Studienlage, die Wirksamkeit der beiden für Frauen zugelassenen HPV-Impfstoffe auch bei
Jungen und Männer im Alter zwischen 9 und 26 Jahren bestätigt. ![]()
Raltegravir: Zulassungserweiterung für therapienaive Patienten
Der Integrasehemmer Raltegravir (Isentress®) wurde von der European Medicines Agency EMEA auch zur Behandlung
von therapienaiven Erwachsenen zugelassen. ![]()
Lopinavir/r: Zulassung für einmal tägliche Gabe
Der geboosterte Proteasehemmer Lopinavir/r (Kaletra®) ist nun auch in Europa zur einmal täglichen Anwendung
zugelassen. ![]()
Center for Control: Stellungnahme zur sexuellen Transmission/Superinfektion unter HAART
In diesem kurz gehaltenen „fact sheet“ der CDC werden die Studien und Fakten zum Thema zusammengefasst.![]()
DAGNÄ: Neues Mitglied im Vorstand: Susanne Usadel
Am 4. September 2009 wurde Dr. Susanne Usadel, Freiburg, mit großer Mehrheit in den Vorstand der DAGNÄ gewählt.
![]()
HIER – neues Projekt in München
HIV-positive Mütter und Väter stehen nach der Geburt und in den ersten Lebensjahren ihres Kindes vor vielen
Anforderungen. Das neue Projekt HIER (Hilfe für positive Eltern) will den Eltern schnell und unbürokratisch Hilfe
zukommen lassen. HIER ist ein Kooperationsprojekt der Münchner AIDS-Hilfe e.V., des Frauen GesundheitsZentrums e.V., der
Immundefekt-Ambulanz des Dr. von Haunerschen Kinderspitals und Dr. Claudia Levin. ( Download PDF
)
Intelence®: Tibotec warnt vor schweren Nebenwirkunge
USA, 26. August 2009. Tibotec, die HIV-Sparte des Konzerns Johnson & Johnson, hat in einem Ärztebrief den
Warnhinweis auf schwere Hautreaktionen unter Intelence® (Etravirin) verschärft. ![]()
Zielgruppe gehörlose schwule Männer
Die deutsche AIDS-Hilfe organisiert einen Erfahrungsaustausch mit hörbehinderten oder gehörlosen schwulen Männern und lädt bis zu sechs Interessierte vom 6.-8.11.09 nach Berlin ein. Das Ziel ist, die Präventionsarbeit zum Thema HIV und AIDS für die Gehörlosenszene zu verbessern.
*„Ich weiß was ich tue“: HIV-Testwochen *
Vom 1. September bis 30. November 2009 bieten AIDS-Hilfen und Beratungsstellen bundesweit Testwochen zu HIV und
anderen sexuell übertragbaren Infektionen. Die Aktion ist Teil der „Ich weiß was ich tue“-Kampagne der Deutschen
AIDS-Hilfe und richtet sich speziell an Männer, die Sex mit Männern haben. ![]()
Alle Termine sowie die jeweiligen Test- und Beratungsangebote plus eventuelle Kosten unter http://www.iwwit.de/testwochen/termine.html.
Neue Arzneimittelrichtlinie: Loperamid nicht mehr verordnungsfähig!
Am 1. April 2009 ist eine neue Arzneimittelrichtlinie in Kraft getreten. In Anlage III ist zu lesen, dass
Antidiarrhoika, d.h Loperamid, nur noch zur Motilitätshemmung bei Kolektomie in der post-operativen Phase
verordnungsfähig ist. ![]()
Welt-Hepatitis-Tag - 19. Mai 2009
Bin ich die Nummer 12?
Weltweit leidet einer von zwölf Menschen an chronischer Hepatitis B oder C. Das Motto des diesjährigen Welt-Hepatitis-Tages „Bin ich die Nummer 12?“ soll dazu beitragen:
- Betroffene früher zu entdecken
- Über Schutz- und Therapiemaßnahmen zu informieren
- Vorurteile zu bekämpfen
Quelle: http://www.binichdienummer12.de
International Day Against Homophobia - 17. Mai 2009
Der International Day Against Homophobia (IDAHO) wird seit 2005 jeweils am 17. Mai gefeiert. Die Initiative zum Internationalen Tag gegen Homophobie ging von Louis-George Tin aus, der heute der französischen Sektion der International Lesbian and Gay Association vorsteht. Ziel des Tages ist es, Respekt für Lesben und Schwule einzufordern und internationale Aktivitäten zu koordinieren. Das Datum wurde zur Erinnerung an den 17. Mai 1990 gewählt, den Tag, an dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel strich. Zugleich ergeben sich in der Schreibweise zufällige Parallelen zwischen dem Datum 17.5. und dem ehemaligen Paragraphen 175 des deutschen Strafgesetzbuches, weswegen der 17. Mai bereits vor dem Jahr 1990 im Volksmund spöttisch als "Feiertag der Schwulen" bezeichnet wurde. Homosexualität ist aktuell (Stand: Mai 2008) in rund 70 Ländern strafbar; in sieben Ländern (Iran, Nigeria, Sudan, Jemen, Mauretanien, Saudi-Arabien und in den Vereinigten Arabischen Emiraten) werden homosexuelle Handlungen mit der Todesstrafe belegt.
Quelle: Wikipedia
Schweinegrippe und HIV – vorläufige Empfehlungen aus den USA
Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) haben auf ihrer Website vorläufige Empfehlungen für
HIV-positive Erwachsenen und Jugendliche bei Verdacht auf Schweinegrippe herausgegeben.![]()
HIV-Therapie und Infektiosität – Stellungnahmen der DAH und der DAIG

Quelle:
BilderBox
Das vor kurzem von der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH) veröffentlichte Positionspapier HIV-Therapie und Prävention
liegt nun auch in englisch
(HIV therapy and prevention
) und französisch (Thérapie contre le VIH et Prévention
) vor. Die
Stellungnahme gibt Informationen und Empfehlungen für selbstbestimmtes Risikomanagement in unterschiedlichen
Settings.
Ebenfalls aktuell erschienen: die Stellungnahme der Deutschen AIDS-Gesellschaft e.V. (DAIG) zur Frage der
Infektiosität von Patienten unter HIV-Therapie: Geringe Infektiosität bei erfolgreicher ART
PROGRESS: Erste 8-Wochen-Daten
In PROGRESS werden derzeit das neuartige Therapieregime Lopinavir/r plus Raltegravir mit Lopinavir/r plus
Tenofovir/Emtricitabin in der Firstline verglichen. In den ersten acht Wochen erreichten unter der Kombination
Protease-/Integrasehemmer doppelt so viele Patienten eine Viruslast unter der Nachweisgrenze. ![]()
Hepatitis B: Aus für Clevudin
Das Unternehmen Pharmasset stoppt seine Phase-3-Studie QUASH mit dem Nukleosidanalogon Clevudin aufgrund von Nebenwirkungen, in erster Linie Myopathien. In einigen asiatischen Ländern war das Medikament zur Therapie der chronischen Hepatitis B bereits zugelassen. Auch in Südkorea waren bei längerem Einsatz von Clevudin Myopathien mit Erhöhungen der Kreatinkinase beobachtet worden.
Leitlinen zur HIV-Therapie bei Schwangeren und Neugeboren
Die neuen Deutsch-Österreichische Empfehlungen zur HIV-Therapie in der Schwangerschaft und bei HIV-exponierten
Neugeborenen sind verabschiedet. Die wichtigste Neuerung ist die Möglichkeit der vaginalen Geburt, wenn die Viruslast
kurz vor der Geburt unter der Nachweisgrenze liegt und keine geburtshilflichen Risiken bestehen. Neues gibt es ferner
zum Management von Schwangeren mit HIV/Hepatitis-Koinfektion.
HIV penetriert gesundes Vaginalepithel
Bislang dachte man, das vaginale Plattenepithel sei eine natürliche Barriere für HIV darstellt. Eine neue
Untersuchung belegt jedoch, dass HIV auch in gesundes Epithel eindringen und seine Zielzellen erreichen kann.
Deutsche Studie: Mutation am Toll-like Rezeptor 7 beeinflusst Krankheitsverlauf
Die Mutation am Toll-like Rezeptor führt zu einer verminderten Ausschüttung von Interferon alpha, was die
Progession der HIV-Infektion begünstigt. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung der Wissenschaftler um Dr. Djin-Ye Oh
und Prof. Ralf Schumann vom Institut für Mikrobiologie der Charité in Berlin in Zusammenarbeit mit Forschern vom RKI und
einer Berliner HIV-Schwerpunktpraxis.
Unter HAART Schilddrüsenfunktion kontrollieren
Die HAART kann die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen, wobei Proteasehemmer mit einer Hypothyreose und NNRTI
mit einer Hyperthyreose assoziiert sind. Die regelmäßige Kontrolle der Schilddrüsenparameter erscheint empfehlenswert.
Tuberkulose: Neuer Impfstoff geht in klinische Prüfung
Nach über 80 Jahren hat in Deutschland zum ersten Mal ein viel versprechender Lebendimpfstoff gegen Tuberkulose
den Schritt in die klinische Prüfung geschafft.
DAGNÄ Wahl
DAGNÄ: Neuer Vorstand gewählt
DAGNÄ: Armin Goetzenich tritt zurück
Spanien: Therapie der fazialen Lipoatrophie wird Kassenleistung
Der spanische Gesundheitsminister Bernat Soria hat auf der XVII. WeltAids-Konferenz in Mexico City angekündigt,
dass die Behandlung der fazialen Lipoatrophie im vierten Quartal dieses Jahres in den Leistungskatalog der spanischen
Krankenkassen aufgenommen wird.
CDC korrigiert Zahl der HIV-Neuinfektionen deutlich nach oben
Bislang ist man in den USA von jährlich 40.000 Neuinfektionen ausgegangen. Nun hat die CDC eine Analyse
vorgelegt, bei der ein neuer HIV-Test eingesetzt wurde, der Neuinfektionen besser identifiziert. Den neuen Berechnungen
zufolge gibt es in den 56.300 Neuinfektionen jährlich.
USA hebt Einreiseverbot für HIV-Infizierte auf.
Am 30. Juli 2008, nur wenige Tage vor Beginn der XVII. WeltAids-Konferenz in Mexico City hat der amerikanische
Präsident George Bush das Einreiseverbot in die USA für HIV-Infizierte aufgehoben.
Zur vorzeitigen Entblindung der Studie ACTG 5202
ACTG 5202: ACB/3TC bei hoher Viruslast weniger effektiv?
Ende Februar 2008 wurde auf Anregung des Data and Safety Monitoring Board (DSMB) der NRTI-Teil der Studie ACTG
5202 entblindet. Abacavir/Lamivudin war bei Patienten mit hoher Ausgangsviruslast weniger effektiv als
Tenofovir/Emtricitabin.
GSK: Inkonsistente Daten
In GSK-Studien findet sich kein Hinweis auf eine unterschiedliche Wirksamkeit von ABC/3TC bei Patienten mit einer
Ausgangsviruslast über oder unter 100.000 Kopien/ml. Ferner waren ABC/3TC und TDF/FTC in der HEAT-Studie gleichermaßen
effektiv.
Kommentar GlaxoSmithKline zu den Daten bezüglich
ABC/3TC der Studie ACTG 5202. 28 Februar 2008.
Kommentar
Prof. Hans-Jürgen Stellbrink,
Hamburg
Umstrittenes Schweizer Papier
Sex unter der Nachweisgrenze ohne Kondom?
Live-Mitschnitt einer Diskussion zwischen den Münchner HIV-Spezialisten Dr. Ramona Volkert und Helmut Hartl am 28. 2. 2008 in Radio Lora. Moderator: Michael Tappe, AIDS-Hilfe München.
Teil 1)
Download Audio Datei
Teil 2)
Download Audio Datei
HIV-Infizierte unter wirksamer Therapie nicht infektiös
Das Schweizerische Ärzteblatt hat am 30. Januar 2008 ein Statement der Eidgenössischen Kommission für Aidsfragen (EKAF) veröffentlicht. Darin stellt die Kommission fest, dass HIV-Infizierte sexuell nicht ansteckend sind, wenn- die antiretrovirale Therapie eingenommen und durch den Arzt kontrolliert wird
- die Viruslast seit mindestens sechs Monaten unter der Nachweisgrenze liegt
- keine anderen Geschlechtskrankheiten bestehen
Kommentar: Neue Ära der Prävention
Die Zeit der einfachen Botschaften in der HIV-Prävention ist vorbei. Mit dem Schweizer Statement
"HIV-Infizierte unter einer HAART sind sexuell nicht infektös, wenn....." ist eine Beratung à la "Bums immer mit Dings"
nicht mehr zeitgemäß.
Interview:
PD Dr. med. Pietro Vernazza
St. Gallen
Hintergründe und Konsequenzen des Schweizer Statements
Download Audio Datei Die HIV-Prävention wird einfacher - also komplexer!
Kommentar: Pietro Vernazza
Quelle: SAeZ vom 30.1.08
HIV-infizierte Menschen ohne andere STD sind unter wirksamer antiretroviraler Therapie sexuell nicht infektiös
Statement: EKAF
Quelle: SAeZ vom 30.1.08



