Meldungen
Automatisierter Bluttest für Leberfibrose
31. Januar 2012: Siemens bietet den ersten schnellen, automatisierten Biomarker-Test zur Diagnose und Beurteilung einer Leberfibrose an. Der ELF-Test (Enhanced Liver Fibrosis-Test) dauert rund eine Stunde. Er benötigt nur eine Blutprobe.
MSD fördert junge Wissenschaftler
29. Januar 2012: Die Förderung für junge Wissenschaftler , die einen Forschungsaufenthalt an externen Einrichtungen und Organisationen planen, wurde für 2012 auf 20.000 € erhöht.
HPV-Test: IQWiG gibt keine Empfehlung
24. Januar 2012: Studien zeigen, dass mit Hilfe eines Tests auf Humane Papillomaviren (HPV) Vorstufen des Gebärmutterhalskrebses früher erkannt und behandelt werden können. Es fehlt jedoch, so das IQWiG, der Nachweis des Nutzens im Hinblick auf Lebensqualität und Überleben.
Britische Leitlinien zur PEP aktualisiert
22. Dezember 2011: Die neuen Leitlinien zur PEP geben detaillierte Empfehlungen für viele verschiedene Situationen.
PrEP-Zulassung beantragt
15. Dezember 2011: Gilead hat bei der amerikanischen FDA die Zulassung von Tenofovir/Emtricitabin (Truvada®) zur Prä-Expositionsprophylaxe beantragt.
Neue Etravirin-Tablette
30. November 2011: Die europäische Arzneimittelbehörde EMA die 200mg-Formulierung des NNRTI Etravirin (Intelence®) zugelassen.
Rilpivirin einzeln und als Fixkombination Rilpivirin/TDF/FTV in der EU zugelassen
28. November 2011: Der einmal täglich einzunehmende NNRTI Rilpivirin wurde als Einzelmedikament (Edurant®) und als Fixkombination (Eviplera®) für therapienaive HIV-infizierte Erwachsene mit einer Viruslast von ≤ 100.000 HIV-RNA-Kopien/ml zugelassen.
Erste Studie mit Mikrobizid mit zwei Wirkstoffen
23.
November 2011: Ein vaginaler Ring, der Dapivirine und Maraviroc
enthält, wird in den USA in einer Studie auf seine Tauglichkeit als
vaginales Mikrobizid gegen HIV untersucht.
Fixkombination DRV/FTC/Cobicistat
22. November 2011: Die Unternehmen Gilead Sciences und Tibotec Pharmaceuticals (in Deutschland Janssen-Cilag) werden gemeinsam ein neues sogenanntes „Single-Tablet Regime“, d.h. eine Tablette täglich, entwickeln.weiter
Keine Inflammation bei niedriger Viruslast
09. November 2011: Die HIV-Infektion geht mit einer chronischen Entzüdungsreaktion einher. Diese These scheint zumindest bei niedriger Virusvermehrung nicht zuzutreffen.
Hepatitis C
Boceprevir bei HIV/HCV-Koinfektion
25. Oktober 2011: Die Tripletherapie mit dem HCV-Proteasehemmer Boceprevir ist auch bei HIV/HCV-Koinfektion hochwirksam. Bei 70% der Patienten war HCV zu Woche 24 nicht mehr nachweisbar.
Deutsche Leberhilfe e.V. bietet SMS-Erinnerungsservice
07. Oktober 2011: Die neuen Medikamente gegen Hepatitis C (Victrelis® und Incivo®) müssen genau alle acht Stunden eingenommen werden. Die automatische SMS der Deutschen Leberhilfe erinnert täglich an die Tabletten.
Entwicklung neuer Impfstoffe gegen HIV
04. Oktober 2011: Für die Erforschung neuer HIV-Impfstrategien erhält eine Forschungsallianz, bestehend aus Wissenschaftlern des Lehrstuhls für Genetik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) unter Leitung von Prof. Dr. Falk Nimmerjahn sowie der Harvard Universität, der Oxford Universität und des Scripps Institutes in den Vereinigten Staaten, acht Millionen Dollar von der Bill und Melinda Gates Stiftung.
Viramune® Retardtablette zugelassen
28. September 2011: Die neue retadierte Form von Nevirapin (Viramune®) ist heute in der EU zugelassen worden. Die Tablette muss nur einmal täglich eingenommen werden.
ACTG A5262: Darunavir/r plus Raltegravir
21. September 2011: In der ACTG-Studie wurde unter dem Nuke-freien Regime DRV/r plus RAL bei hoher Ausgangsviruslast häufig ein virologisches Versagen beobachtet.
Telaprevir (Incivo®) zugelassen
20. September 2011: Der HCV-Proteasehemmer wurde von der Europäischen Behörde für Arzneimittel (EMA) zur Behandlung von Patienten mit chronischer Hepatitis C Genotyp 1 in Kombination mit pegyliertem Interferon und Ribavirin zugelassen ...
Beschwerden im Mund können auf Herzprobleme hinweisen
9. September 2011: Ausgeprägte Probleme im Mundbereich sind bei HIV-Infizierten mit einem vierfach erhöhten Herz-Kreislauf-Risiko verbunden.
Positives Votum für Viramune® XR
27. Juli 2011: Das europäische CHMP hat die Zulassung von Viramune® XR empfohlen. Die neue Tablette muss nur einmal täglich gegeben werden.
Heilung bei HCV-Genotyp 1 in 12 Wochen
26. Juli 2011: Vorläufige Daten zeigen die Möglichkeit, Patienten mit HCV-Genotyp 1 mit 2 direkt antiviralen Medikamenten plus pegInterferon und Ribavirin bereits innerhalb von 12 Wochen zu heilen.
Finale Ergebnisse von PROTON
20. Juli 2011: Mit PSI-7977 in Kombination mit pegInterferon/RIbavirin wurden in einer Phase-2b-Studie 24/24 Patienten mit HCV-Genotyp 2/3 innerhalb von 12 Wochen geheilt.
Telaprevir erhält Zulassungsempfehlung
22. Juli 2011: Die europäische Zulassungsbehörde EMA hat vom
Ausschuss ein positives Votum für die Zulassung des HVC-Proteasehemmers Telaprevir erhalten.
HCV-Proteasehemmer Boceprevir in Europa zugelassen
18. Juli 2011: Die European Medicine Agency (EMA) hat den HCV-Proteasehemmer Boceprevir zur Behandlung der chronischen Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) vom Genotyp 1 zugelassen.
Abbott plant neue Formulierungen
18. Juli 2011: Das Unternehmen Abbott entwickelt eine neue Fixkombination von Lopinavir/Ritonavir (Kaletra®) mit Lamivudin sowie eine Pulverform von Ritonavir (Norvir®).
PrEP: Risikoreduktion bis zu 73% bei heterosexuellen Paaren
14. Juli 2011: Eine medikamentöse PrEP (Präexpositionsprophylaxe) kann HIV-Infektionen sowohl vom Mann auf die Frau als auch von der Frau auf den Mann verhindern: Zwei große afrikanische Studien - Partners PrEP und TDF2 - bestätigen die Wirksamkeit einer PrEP mit Tenofovir und Tenofovir/Emtricitabin bei diskordanten heterosexuellen Paaren.
HCV-Proteasehemmer TMC 435
7. Juli 2011: Der neue HCV-Proteasehemmer erhielt von der amerikanischen FDA die Zusage für eine "Fast Track"-Zulassung.
Fixkombination Darunavir/Cobicistat
28.
Juni 2011: Die Unternehmen Tibotec und Gilead Sciences haben einen
Vertrag zur Entwicklung einer Fixkombination des Proteasehemmers
Darunavir und des Boosters Cobicistat unterzeichnet.
Früher Therapiebeginn bringt nur moderaten Benefit
28. Juni 2011: Der Nutzen eines Therapiebeginns bei CD4-Zellen über 650/µl ist im Vergleich zum Start bei über 350-500/µl nachweisbar, jedoch gering.
Boceprevir und Telaprevir in den USA zugelassen
23. Mai 2011: Die beiden HCV-Proteasehemmer Boceprevir (VictrelisR) und Telaprevir (IncevekR) wurden zugelassen in Kombination mit pegyliertem Interferon alfa und Ribavirin.
FDA-Zulassung für Rilpivirin
20. Mai 2011: Die amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat Rilpivirin (EdurantR) in Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln für die Behandlung der HIV-Infektion bei therapienaiven Erwachsenen zugelassen.
PROGRESS: Duale Therapie 96 Wochen erfolgreich
22. Mai 2011: In PROGRESS wurde der Effekt einer Nuke-freien Therapie (Lopinavir/r+Raltegravir) mit einem herkömmlichen Regime (Lopinavir/r+TDF/FTC) verglichen. Die virologische und immunologische Wirksamkeit ist vergleichbar.
Viramune® Starterkit
15. Mai 2011: Das NNRTI Nevirapin (Viramune®) gibt es seit Anfang Mai jetzt auch in einer neuen Packungsgröße.
Rückruf von einzelnen Prezista®-Chargen
11. Mai 2011: Grund für den Rückruf sind Berichte über einen von der Umverpackung (Kunststoffflasche) des Arzneimittels wegen einer Kontamination mit Spuren von 2,4,6-Tribromoanisol (TBA) zurückzuführen ist. Schwere Nebenwirkungen wurden nicht beobachtet.
Siegenthaler-Preis geht nach München
11. Mai 2011: Für die Erkenntnisse zur Zweit-Therapie von HIV-Infizierten verlieh die "Deutsche Medizinische Wochenschrift" den Wissenschaftlern PD Dr. Ulrich Seybold und Dr. Juliane Brunner von der Infektionsambulanz der LMU München den Walter Siegenthaler-Preis.
Vereinigung von Zahnärzten: Priv.-Doz. Dr. A. Rainer Jordan
08. Mai 2011: Priv.-Doz. Dr. A. Rainer Jordan von der Universität Witten/Herdeckewurde wurde von der weltgrößten Vereinigung von Zahnärzten zu einem der Direktoren der Forschungsgruppe gewählt.
Hepatitis C: Boceprevir und Telaprevir in den USA für die Zulassung empfohlen
29. April 2011: Das Advisory Board für antivirale Medikamente der
amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA hat jeweils einstimmig die Zulassung der beiden HCV-Proteasehemmer Boceprevir und Telaprevir für therapienaive und vorbehandelte Patienten mit chronischer Hepatitis C empfohlen. Über die Zulassung der beiden HCV-Proteasehemmer wird die FDA am 23. Mai entscheiden.
PrEP bei Frauen nicht wirksam?
18. April 2011: Die Studie FEM-PrEP an afrikanischen Frauen wurde vorzeitig abgebrochen. Nach 12 Monaten hatten sich unter Tenofovir/Emtricitabin und Placebo gleich viele Frauen mit HIV angesteckt
Neues RKI-Merkblatt für Ärzte
05. April 2011: Das Robert-Koch-Institut hat seinen “HIV/AIDS RKI-Ratgeber Infektionskrankheiten – Merkblätter für Ärzte” aktualisiert. In dem Papier werden alle aktuellen Themen angesprochen und offen diskutiert.
USA: Tablette Viramune® XR zur einmal täglichen Gabe zugelassen
29. März 2011: In den USA ist die neue Tablette Viramune® XR zur einmal täglichen Gabe zugelassen worden. Die neue Formulierung wurde in der Studie VERxVE mit der herkömmlichen zweimal täglichen Tablette verglichen und hat sich als gleichwertig erwiesen. Die Zulassung in Europa wird in den nächsten Monaten erwartet.
Jubiläumsausgabe "DHIVA"
15. März 2011: Zum 100. Internationalen Frauentag am 8. März erschien die DHIVA, das Magazin für Frauen zu Gesundheits und Aids, mit ihrer 50. Ausgabe.
Heinz-Ansmann-Preis für AIDS-Forschung
11. März 2011: Der Saarbrücker Bioinformatiker Professor Thomas Lengauer, ist gemeinsam mit Rolf Kaiser und Mark Oette mit dem Heinz-Ansmann-Preis für AIDS-Forschung ausgezeichnet worden.
Einschränkungen für Stavudin (Zerit®)
09. März 2011: Die Anwendungsgebiete von Stavudin (Zerit®) werden laut Rote-Hand-Brief des Herstellers eingeschränkt. Eine neue Bewertung des Sicherheitsprofils hat ergeben, dass das Risiko einer potentiell schweren Toxizität vergleichsweise erhöht ist.
weiter zur Drug Safety Mail der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft
Pariser Erklärung jetzt auf Deutsch
09. März 2011: Jahre nach der Erstellung der „Paris Declaration“ gibt es das Dokument jetzt auf Deutsch.
GSK verklagt Abbott wegen Wettbewerbsverzerrung
08. März 2011: Im Dezember 2003 vervierfachte das Unternehmen Abbott den Preis für den Booster Ritonavir (NorvirR) und verteuerte damit den Preis für andere Proteasehemmer erheblich. Eine erste Klage des Service Employees International Union Health & Welfare Fund legte Abbott mit einem Vergleich bei und bezahlte einen Ausgleich. Nun kommt das Thema erneut auf den Tisch. GlaxoSmithKline, die amerikanische Apotheken-Kette Rite-Aid sowie einiger Großhändler legten Klage ein wegen Wettbewerbsverzerrung.
ViiV beantragt Zulassung für Maraviroc einmal täglich
04. März 2011: Das Unternehmen ViiV hat bei der europäischen EMA und amerikanischen FDA die Zulassung für die einmal tägliche Gabe von 150 mg des CCR5-Antagonisten Maraviroc (Celsentri®) in Kombination mit bestimmten geboosterten Proteasehemmern bei vorbehandelten Patienten beantragt.
Millionenbetrug mit HIV-Medikamenten
24. Februar 2011: Für Afrika vorgesehene Medikamente sollen in gefälschter Verpackung mit hohem Gewinn in Deutschland verkauft worden sein, so NDR Info. weiter
Hepatitis C
Vorfahrt für Boceprevir
17. Januar 2011: Die amerikanische und europäische Behörde haben einem beschleunigten Zulassungsverfahren für den Proteasehemmer Boceprevir zugestimmt.
AREVIR Meeting 5.-6. Mai 2011 in Bonn
05. 2011: Im Mittelpunkt des AREVIR-Meetings steht in diesem Jahr neben HIV auch die Hepatitis-Viren HBV und HCV. Vorgestellt werden aktuelle Daten von deutschen und europäischen Arbeitsgruppen. Das Treffen wird wie in den Jahren zuvor in der Stiftung Ceasar in Bonn stattfinden.
FDA lässt HPV-Vakzine auch zur Prävention von Analkarzinomen zu
23. Dezember 2010: Die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat den Vierfach-Impfstoff Gardasil, der sich gegen die sexuell übertragbaren humanen Papillomaviren (HPV) Typ 6, 11, 16 und 18 richtet, zur Prävention von Analkarzinom bzw. dessen Krebsvorstufen zugelassen: Mädchen und Jungen bzw. Frauen und Männer können in den USA im Alter von 9 bis 26 Jahren vorbeugend geimpft werden.
Erste vielversprechende Ergebnisse mit dem Fusionspeptid-Hemmer VIR-576
23. Dezember 2010: Dezember 2010: Der experimentelle Fusionspeptid-Inhibitor VIR-576 wirkt direkt am HI-Virus bevor es in die CD4-Zelle eindringt und damit nicht wie die bisher verfügbaren HIV-Medikamente an bzw. in der menschlichen Immunzelle. Potenzielle Vorteile des neuen Wirkprinzips: weniger Nebenwirkungen und geringeres Risiko für Resistenzen. Der Nachteil: Die Substanz muss zur Zeit noch als Dauerinfusion gegeben werden.
Vorbehandelte Patienten: 1x täglich 800/100mg Darunavir/r von der FDA zugelassen
15. Dezember 2010: Die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat für vorbehandelte HIV-Patienten die Dosierungsmöglichkeiten von Darunavir/r erweitert: Liegen keine Resistenzmutationen gegen den Proteasehemmer vor, können die Patienten mit 1x täglich 800/100mg Darunavir/r behandelt werden, das entspricht der Dosierung für therapienaive HIV-Patienten.
iPhone App zu Interaktionen
15. Dezember 2010: Die Arbeitsgruppe der Universität Liverpool, die eine umfangreiche Webseite zu Interaktionen unterhält, bietet diesen Service nun auch als App „HIV iCHart“ für das iPhone an.
MSD stoppt Studie mit Raltegravir einmal täglich
30. November 2010: Die Ergebnisse der abgebrochenen Phase-III-Studie zeigen zwar keine
statistisch signifikante Unterlegenheit von einmal täglich Raltegravir im Vergleich zu zweimal täglich Raltegravir, aber
in der Gruppe der therapienaiven Patienten mit einer Ausgangsviruslast von >100.000 HIV-RNA-Kopien/ml erreichten nach
48 Wochen weniger Studienteilnehmer eine Viruslast von <50 Kopien/ml.
Erstes Medikament gegen Lipodystrophie zugelassen
10. November 2010: Tesamorelin hatte in Studien einen günstigen Einfluss auf Fettansammlungen im Bauchraum bei
antiretroviraler Therapie. Es wurde in den USA als erstes Medikament zur Behandlung der Lipodystrophie zugelassen.
Mittel gegen Erbrechen wirkt auch gegen HIV
04. November 2010: Das Antiemetikum Aprepitant ist gegen HIV aktiv zu sein und zeigt einen synergistischen
antiviralen Effekt in Kombination mit einem Proteasehemmer und Ritonavir.
HIV-Übertragung durch blutiges Messer
01. November 2010: Bei einem Raubüberfall mit Messerstecherei wurde ein 69jähriger Taiwanese schwer verletzt. Die
anschließend festgestellte HIV-Infektion war vom Angreifer durch das blutige Messer auf das Opfer übertragen worden.
19% Primärresistenzen bei sensitivem Test
30. Oktober 2010: Die Rate von Primärresistenzen in Deutschland liegt ähnlich in wie England bei rund 10%. Mit
einem sensitiveren Testverfahren fand sich jedoch in Großbritannien in nahezu jeder fünften Probe eine übertragene
Resistenz .
Latente HIV-Reservoire
Therapieintensivierung mit Raltegravir und Maraviroc plus
Interleukin-7
22. Oktober 2010: Um die latenten HIV-Reservoire zu erreichen und - als optimales Ziel- eventuell das HI-Virus
zu eradizieren, wird in einer Phase-II-Studie die Intensivierung mit einem Integrasehemmer und Entry-Inhibitor in
Kombination mit einem Immunmodulator untersucht. 
Ursprung der Malaria in Gorillas
21. Oktober 2010: Ähnlich wie HIV ist auch Plasmodium falciparum, der Erreger der lebensgefährlichen Malaria
tropica, in Afrika von Affen auf den Menschen übergesprungen. 
Capsaicin-Pflaster lindert neuropathische Schmerzen drei Monate lang
11. Oktober 2010: Seit Anfang Oktober ist ein kutanes Pflaster mit 8% Capsaicin zur Behandlung peripherer
neuropathischer Schmerzen bei nicht-diabetischen Erwachsenen verfügbar. Nach einer einmaligen 30-minütigen (am Fuß) oder
60-minütigen (am Körper) Anwendung lindert das Folienpflaster die Schmerzen für 12 Wochen. 
Diabetes mellitus
Rosiglitazon ab November nicht
mehr verfügbar
3. Oktober 2010: Das Unternehmen GSK muss seinen Insulinsensitizer Rosiglitazon (Avandia®) laut einer Verfügung
der EMEA am 1. 11. 2010 vom Markt nehmen. In den letzten Jahren summierten sich die Hinweise, dass unter einer Einnahme
von Rosiglitazon das Risiko eines Herzinfarktes steigt. 
Nevirapin (Viramune®)
Keine Einschränkung bei CD4-Zahl beim
Switch auf Nevirapin
16. September 2010: Die europäische Zulassungsbehörde EMEA hat die Fachinformation für Nevirapin aktualisiert.
Patienten, deren Viruslast unter der Nachweisgrenze liegt, können unabhängig von der CD4-Zahl auf Nevirapin wechseln. 
vF jetzt auch für HIV-Positive Kassenleistung
21. September 2010: Der Gemeinsame Bundesausschuss der Krankenkassen hat HIV-Infizierte und HIV-Negative
endlich gleichgestellt.
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen jetzt auch bei Paaren, bei denen einer oder beide
Partner HIV-infiziert die Hälfte der Kosten für die in vitro-Fertilisation und zwar bei Frauen zwischen 25 und 40 Jahren
sowie bei Männern bis 50 Jahren
R5-Tropismus bei Late Presentern häufig
10. September 2010: Bei fast zwei Drittel der Late Presenter (CD4-Zellzahl 200/μl) konnten ausschließlich
R5-trope HI-Viren nachgewiesen werden. Die Annahme, dass therapienaive HIV-Infizierte mit niedriger CD4-Zellzahl
häufiger X4-trope Viren haben, wurde mit dieser Studie nicht bestätigt. 
PCP-Prophylaxe bei >100 CD4-Zellen absetzen?
1. September 2010: Die Pneumocystis jiroveci pneumonia (PCP)-Prophylaxe kann bei HIV-Patienten mit 100-200
CD4-Zellen/μl und nicht nachweisbarer Viruslast gestoppt werden, wie eine Auswertung der COHERE(Collaboration of
Observational HIV Epidemiological Research in Europe)-Kohorte ergab. 
Empfehlenswert
Positiv -- Leben mit HIV und AIDS
In diesem neu erschienen Buch kommen die Betroffenen selbst zu Wort. Sie erzählen über sich, ihre Erfahrungen mit
HIV, über ihren Alltag mit der Krankheit, die sozialen und finanziellen Probleme und auch über ihre
Bewältigungstrategien. 
Multiresistente Erregern mit Carbapenemase NDM-1
18. August 2010: Ein Bericht der Fachzeitschrift LANCET über das Auftreten von multiresistenten Bakterien mit der
Carbapenemase NDM-1 ("Neu-Delhi Metallo-Beta-Laktamase") hat eine Welle von Berichten und große Verunsicherung
ausgelöst. 
Höhere Lopinavir/r-Dosis im dritten Trimester
1. August 2010: In ACTG 1026s führte die Gabe von Lopinvir/r dreimal täglich bei Schwangeren im dritten
Trimester zu vergleichbaren AUCs wie zweimal täglich bei nicht-schwangeren Frauen. 
HIV/HCV-Koinfektion: Schlechteres immunologisches Ansprechen auf ART
31. Juli 2010: Eine prospektive Beobachtung von HIV-Patienten mit chronischer Hepatitis C deutet auf eine
langsamere Erholung des Immunsystems unter ART als bei Patienten ohne Koinfektion.
Neue International AIDS Society-USA Leitlinien empfehlen Therapiestart ab 500 CD4-Zellen
21. Juli 2010: Die frühe antiretrovirale Behandlung kann die Lebensqualität und –dauer verbessern. Entscheidend
ist dabei die Bereitschaft des Patienten zur Therapie. 
BMS-Initiative Secure The Future
20. Juli 2010: Die Bristol-Myers Squibb Foundation hat ihr Hilfsprogramm für Frauen und Kinder auf die
Bekämpfung von Tuberkulose erweitert. 
Neue International AIDS Society-USA Leitlinien empfehlen Therapiestart ab 500 CD4-Zellen
21. Juli 2010: Die frühe antiretrovirale Behandlung kann die Lebensqualität und –dauer verbessern. Entscheidend
ist dabei die Bereitschaft des Patienten zur Therapie. 
Das endgültige Aus für Vicriviroc
15. Juli 2010: Merck gab in einem Brief den an Vicriviroc-Studien beteiligten Ärzten („Investigator Letter“)
bekannt, die Entwicklung des CCR5-Antagonisten zu stoppen und alle noch laufenden Studien zu
beenden.
SPIRAL-Studie publiziert
12. Juli 2010: Switch von Lopinavir/r auf Raltegravir: Virale Suppression vergleichbar und sinkende Blutfettwerte
Lieber einen Drink weniger
1. Juli 2010: Häufiger Alkoholkonsum könnte die Progression der HIV-Infektion beschleunigen. 
Fußballweltmeister mit Hepatitis
Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass einige der Fußballer, die 1954 so überraschend Fußballweltmeister wurden,
die „Helden von Bern“, vermutlich an Hepatitis C litten.
Krebsvorläufer in analen Feigwarzen
8. Juni 2010: Bei rund einem Drittel der Männer mit analen Condylomen finden sich Vorläufer von Krebszellen. 
FDA: Maraviroc (Celsentri®) bei Nierenfunktionsstörungen
7. Juni 2010: Die amerikanische FDA empfiehlt Maraviroc bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz die Dosis
anzupassen. 
Auszeichnung für Gero Hütter
3. Juni 2010: Der Berliner Onkologe Dr. Gero Hütter wurde vom AIDS Policy Project in San Francisco und San
Franciscos Supervisor Ross Mirkarimi für “die erste funktionale Heilung von HIV/Aids” ausgezeichnet. 
Bundessozialgericht: Keine Immunglobuline bei Aids
21. Mai 2010: Weder bei Aids noch bei multipler Sklerose dürfen Immunglobuline zulasten der Gesetzlichen
Krankenversicherung verordnet werden. Dies entschied das Bundessozialgericht in Kassel.
Telaprevir: 75% Heilung bei HCV-Monoinfektion
4. Juni 2010: In einer Pressemitteilung veröffentlichte der Hersteller Vertex erste Ergebnisse der
Phase-3-Studie ADVANCE. 
Neue Deutsch-Österreichische Leitlinien erschienen
Die neuen Leitlinien bewegen den Therapiebeginn etwas nach vorne. Eine Behandlung der akuten HIV-Infektion wird
dagegen nur noch bei schweren bzw. lang anhaltenden Symptomen empfohlen. Bei den Medikamenten der Wahl zur
Erstlinien-Therapie hat sich mit Ausnahme der Aufnahme des Integrasehemmers Raltegravir in diese Riege nichts wesentlich
geändert. 
Zukünftige Generationen von HIV befreien
19. Mai 2010. Der Globale Fonds startet eine große Kampagne, um die Finanzmittel zu sichern, dass in fünf Jahren
kein Kind mehr HIV-infiziert auf die Welt kommt. 
Deutsche Aids-Hilfe baut auf Community bei europaweiter Studie
18. Mai 2010: Die bislang größte Untersuchung zu HIV und Safer Sex startet im Juni. Ein Ziel ist, die
gesundheitlichen Bedürfnisse und Rechte von MSM einzufordern. 
Zink lässt CD4-Zellen steigen
16. Mai 2010: Zink ist gut verträglich und scheint einen günstigen Einfluss auf das Immunsystem zu haben. 
Studie mit Eltrombopag bei Leberpatienten gestoppt
15. Mai 2010: Der Thrombopoietin-Agonist Eltrombopag führte bei Patienten mit chronischer Lebererkrankung
häufiger zu Portvenenthrombosen. 
FDA lässt Kaletra® einmal täglich bei vorbehandelten Patienten zu
28. April 2010: Die amerikanische FDA hat die Fixkombination Lopinavir/Ritonavir (Kaletra®) zur einmal täglichen
Therapie auch bei vorbehandelten Patienten zugelassen. 
Neue Fixkombination Truvada® und TMC278
27. April 201: Die Entwicklung einer fixen Kombination aus dem neuen NNRTI TMC278 und Tenofovir/Emtricitabin
(Truvada®) ist auf dem Weg.
Vorratsdatenspeicherung endgültig stoppen
20. April 2010: Über 40 Organisationen und Verbände haben die Bundesjustizministerin in einem gemeinsamen Brief
aufgefordert, "sich auf europäischer Ebene klar für eine Abschaffung der EU-Mindestvorgaben zur Vorratsdatenspeicherung
einzusetzen". 
Transkulturelle Aids-Mediatoren gesucht
14. April 2010: Die Deutsche Aids-Hilfe startet eine neue interkulturelle HIV-Prävention und sucht engagierte
Menschen mit Migrationshintergrund, die sich als Aids-Mediatoren ausbilden lassen wollen. 
FDA verwarnt Gilead wegen unzulässiger Werbung
13. April 2010: Die amerikanische Medikamentenbehörde bemängelte eine direkt an Patienten gerichtete Anzeige für
Tenofovir/Emtrictiabin (Truvada®) als irreführend. 
Auch Non-Progressor behandeln?
12. April 2010: In einer Studie des NIH stiegen unter HAART selbst bei sogenannten „Elite Controllers“ die
CD4-Zellen signifikant an. 
Wahrscheinlichkeit der HIV-Übertragung bei Analsex
10. April 2010: In Australien liegt das geschätzte Risiko einer HIV-Infektion bei rezeptivem ungeschützten
Analverkehr mit Ejakulation pro Kontakt bei rund 1,5%.
Männer mit Testosteronmangel sterben früher
April 2010: Eine deutsche Untersuchung aus Greifswald belegt, dass Männer mit niedrigem Testosteronspiegel
doppelt so häufig an Herz-Kreislauferkrankungen versterben wie Männer mit normalem Sexualhormon. 
Raltegravir wird billiger
30. März 2010: Das Unternehmen MSD, das sich seit 20 Jahren im HIV-Bereich engagiert, senkt den Preis für den
Integrasehemmer Raltegravir (ISENTRESS®) freiwillig um rund 15% auf das Niveau von Proteasehemmern.
Übergewicht vermindert CD4-Anstieg
22. März 2010: Vor Einführung der HAART war Übergewicht noch ein Vorteil, denn die CD4-Zahl fiel langsamer ab als
bei Normalgewichtigen. Unter HAART ist Adipositas jedoch ein Nachteil, denn die CD4-Zellzahl steigt vergleichsweise
geringer an. 
Interaktionen mit Malariamittel
22. März 2010: Lopinavir/r, Efavirenz und geboostertes Atazanavir vermindern den Blutspiegel von Malarone®. Ob
dies klinisch relevant ist, bleibt unklar. 
Etravirin – neue Interaktionen im Beipackzettel
22. März 2010: Die US-Gesundheitsbehörde Food and Drug Administration (FDA) hat den Beipackzettel für Etravirin
(Intelence®) um potentielle Nebenwirkungen mit Clopidogrel, Lopinavir/Ritonavir (Kaletra®), Fluconazol und
Voriconazol erweitert. 
Minocyclin – neuer Ansatz auf dem Weg zur Heilung
18. März 2010: Heilung muss nicht Eradikation von HIV bedeuten. Vorstellbar ist auch eine „funktionelle
Heilung“, bei der HIV lediglich in latent infizierten Zellen ruht ohne sich zu vermehren. Ein Schritt in diese Richtung
könnte das Aknemittel Minocyclin darstellen, das die Aktivierung der „schlafenden“ HI-Viren verhindert.
Viruslast bei akuter Infektion korreliert mit Viruslast der Infektionsquelle
16. März 2010: Die Höhe der Viruslast bei akuter HIV-Infektion wird offenbar nicht nur von Wirtsfaktoren
determiniert, sondern auch von der Viruslast des übertragenden Partners mitbestimmt. 
FDA überprüft Sicherheitsprofil von Simvastatin
19. März 2010. Die FDA informiert über ein erhöhtes Risiko von Myopathien und Rhabomyolysen bei hochdosierter
Gabe von Simvastatin. 
Heilung in Sicht?
6. März 2010. Münchner Aids-Tage. „New Era“ heißt eine Studie, die untersucht, ob auch die letzten
HIV-infizierten Zellen aus dem Körper eliminiert werden können.
Wann hatten Sie zuletzt Sex?
Die Antwort auf diese Frage entspricht nicht immer der Wahrheit. Das Problem ist aber nicht nur, dass manche
Menschen bewusst lügen, andere unbewusst die Unwahrheit sagen, so wie Raucher, wenn sie nach ihrem Zigarettenkonsum
gefragt werden. Nein, das Problem ist, dass Menschen „Sex haben“ unterschiedlich definieren.
Afrika und die Menschenrechte
12. März 2010. Desmond Tutu, Friedensnobelpreisträger und ehemaliger Erzbischof von Kapstadt, prangert die
Diskriminierung von Schwulen, Lesbierinnen, Bisexuellen und Transgendern in Afrika an. Auszug seines Plädoyers in
deutsch 
6. Würzburger Infektiologisches Symposium
7-8. Mai. Im Zentrum des traditionellen Würzburger Infektiologischen Symposiums stehenHIV und Virushepatitis.
Bundeswettbewerb Aidsprävention 2010
Februar 2010. Unter dem Motto „Neue Wege sehen – neue Wege gehen!“ werden neue und auch ausgefallene Projekte zur
Prävention von HIV/Aids und STIs gesucht. Den mit 5.000 € dotierten Wettbewerb wird 2010 zum zweiten Mal ausgeschrieben
und ist mit jeweils 5.000 € dotiert. 
Komplementäre Therapien
März 2010. Die Broschüre der Deutschen Aids-Hilfe ist überarbeitet worden und beinhaltet, was ergänzend zur
medikamentösen Therapie getan werden kann, um mit HIV gesund zu leben. DIN A5, 168 Seiten
Hier
kann die Broschüre bestellt oder als PDF eingesehen werden.
Interaktions-Hotline
Newsletter 30
Februar 2010
Mit Spannung wird die Entwicklung der neuen Hepatitis C Medikamente beobachtet. Die Zulassung der
Proteaseinhibitoren Telaprevir und Boceprevir wird für Ende 2011 (USA) bzw. 2012 (Europa) erwartet. Da die Hepatitis C
Proteaseinhibitoren wie die HIV-Proteaseinhibitoren intensiv über die Isoenzyme der Leber abgebaut werden, entsteht hier
ein neues Feld interessanter Interaktionen.In diesem Newsletter finden Sie eine Übersicht über bereits bekannte
Interaktionen zwischen den Hepatitis-Medikamenten und der antiretroviralen Therapie.(download PDF
)
10 Jahre HIV-Therapie-Hotline in
München
Am 4. Februar gab es Grund zum Feiern. Die Therapie-Hotline, ein Gemeinschaftsprojekt der Münchner Aids-Hilfe, Projekt Information und der Bayerischen Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte zur Versorgung HIV-Infizierter (BAGNÄ) wurde 10 Jahre alt. Für die Beratungen zuständig war und ist Engelbert Zankl, der selbst seit 23 Jahren positiv ist.
Interview mit Engelbert Zankl HIV-Therapie-Hotline: Rückblick und Ausblick
Arzneimittelbetrug
Viramune® aus
Afrika im Umlauf
Boehringer Ingelheim spendet seit Jahren Viramune® für Afrika. Offensichtlich wurde ein Teil der Orginaltabletten
umgepackt und nach Deutschland importiert. Die Patienten sind somit nicht gefährdet, dem Unternehmen und den Apotheken
entstand allerdings großer Schaden. 
Aids-Aktivistin Annemarie Madison gestorben
1985 begann Annemarie Madison ihren Kampf für einen menschenwürdigen Umgang mit Aids und den HIV-Infizierten. Die Pionierin im Kampf gegen Ausgrenzung und Stigma und Namensgeberin des Annemarie-Madison-Preises ist am 30. Januar 2010 im Alter von 82 Jahren in San Francisco gestorben.
Zum Nachruf der Deutschen
Aids-Hilfe
Zum HIV&more-Interview mit Annemarie
Madison, 2008
Durchbruch in der HIV-Forschung
2. Februar 2010. Forschern ist es erstmals gelungen, die Struktur der Integrase aufzuklären, einem Enzym in
Retroviren wie HIV. Diese Erkenntnisse werden helfen, die Behandlung der HI-Infektion zu verbessern, so die in Nature
publizierte Studie. 
Norvir®-Tablette zugelassen
Am 25. Januar 2010 wurde von der europäischen Arzneimittelkommission EMEA Ritonavir ( Norvir® ) als Tablette zugelassen. Im Gegensatz zur alten Weichkapsel-Formulierung muss die neue Norvir® -Tablette nicht mehr gekühlt werden. Die Tablette ist vorraussichtlich ab April 2010 im Handel erhältlich. Ritonavir 100 mg wird heute meist als Booster in Kombination mit Proteasehemmern zur antiretroviralen Therapie eingesetzt.

Grundlagen der Versorgung HIV-positiver Frauen
Interview mit Dr. Katja Römer, Köln
Das neue Heft der Arbeitsgruppe Ärztinnen und Aids (3A) ist eine Checkliste für die Praxis in deren Mittelpunkt
die HIV-Patientin steht. Dr. Katja Römer, unter deren Leitung das Heft entstanden ist, gibt Auskunft zu Inhalt und
Hintergründen.
Bilanz 2 Jahre nach EKAF

Interview mit Prof. Pietro Vernazza, St. Gallen, und Armin Schafberger, Deutsche AIDS-Hilfe Berlin
Im Januar 2008 erschien das EKAF-Papier, das besagt, dass HIV-Infizierte unter bestimmten Bedingungen nicht ansteckend sind. Zwei Jahre und viele Diskussionen später ist das Papier nach wie vor umstritten, doch Pietro Vernazza, einer der Autoren des Papers, und Armin Schafberger, medizinischer Referent der Deutschen AIDS-Hilfe, ziehen eine überwiegend positive Bilanz.
RKI: Empfehlung zur Vermeidung von Infektionsrisiken
28.Januar 2010. Die „Anforderungen an die Hygiene bei der medizinischen Versorgung von immunsupprimierten Patienten“ sind auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts (RKI) vor-veröffentlicht worden. Die 65 Seiten umfassende Empfehlung richtet sich an alle, die an der medizinischen Versorgung immunsupprimierter Patienten beteiligt sind, aber auch an Patienten und ihre Angehörige, um Infektionen zu vermeiden.
UK: Neue Guidelines für Koinfektionen von HIV mit Hepatitis B und C
Die Britisch HIV Association BHIVA hat ihre vor fünf Jahren veröffentlichten Guidelines für die Koinfektion mit
Hepatits B und C komplett überarbeitet und in der Version 2010 in einem Dokument zusammengeführt. Zu den Guidelines
Retrovirus-Bulletin 4/2009
In dieser Ausgabe finden Sie einen Kommentar von Prof. Klaus Überla, Bochum, zu den
Ergebnissen der Impfstudie aus Thailand. Aus dem eigenen Haus kommt der Beitrag von Dr. Jörg Votteler zur Funktion von
Ubiquitin bei der Freisetzung von HIV-1. Und im dritten Beitrag dieser Ausgabe fasst Andrea Kreß die Neuigkeiten vom
HTLV-Weltkongress zusammen. ![]()

Schweinegrippe in München
Die Neue Influenza greift um sich. Die Fallzahlen steigen, ebenso die Zahl der Komplikationen und die Betten in den Kliniken füllen sich. Gleichzeitig ist die Impfungaktion angelaufen. Dr. Guggemos erklärt, welche Komplikationen meist auftreten und ob man sich impfen lassen soll.
Antidiarrhoika ab 2010 wieder erstattungsfähig
Der GBA (Gemeinsamer Bundesausschuss der Krankenkassen) hat am 15. 10. 2009 eine Änderung der Arzneimittel-Richtlinie zur Verordnung von Antidiarrhoika beschlossen. Diese tritt bei Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft, was vorraussichtlich Anfang 2010 der Fall sein wird.
Danach sind Loperamid u.a. erstattungsfähig "bei schweren und anhaltenden Diarrhoen, auch wenn diese therapie-induziert bedingt sind, sofern eine kausale oder spezifische Therapie nicht ausreichend ist. Eine längerfristige Anwendung (über 4 Wochen) bedarf der besonderen Dokumentation und Verlaufsbeobachtung."
Impfungen gegen die Neue Influenza a/H1N1 – „Schweinegrippe“: Wegweiser durch den Informationsdschungel
26. Oktober 2009. Heute soll die bundesweite Impfaktion gegen die Schweinegrippe beginnen, zunächst für
Medizinpersonal in Gruppe 1, dann für die Gruppe 2, chronisch Kranke, zu denen auch HIV-Positive gehören. HIVandmore
gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Informationen sowie die Quellen, die zur Entscheidungsfindung für Arzt
und Patient dienen können. ![]()
Leonie Meemken, ifi-Insitut Hamburg
Interaktions-Hotline Newsletter 29 Oktober 2009
Ein Großteil der pharmakokinetischen Studien, die auf dem ICAAC vorgestellt wurden, verspricht Erleichterung für
Ihren klinischen Alltag.![]()
STIKO-Empfehlungen zur Schweinegrippe-Impfung
Am 8. 10. 2009 veröffentlichte das Robert Koch-Insitut die Empfehlungen der
Ständigen Impfkommission (STIKO). Die wichtigsten Punkte im Überblick sowie der Pressetext in voller Länge. ![]()
Retrovirus-Bulletin 3/2009
Diese Ausgabe konzentriert sich auf klinische Aspekte der HIV-Infektion. Dr. Barbara
Bartmeyer vom Robert Koch Institut Berlin stellt die Konzeption und Daten der ClinCurv Kohorte vor. Diese Kohorte
schließt inzwischen nahezu ein Fünftel der HIV-Infizierten ein, die in Deutschland unter ärztlicher Betreuung sind. Ein
weiteres Thema ist der in der Presse vielfach zitierte Fall der "Heilung" nach Transplantation hämatopoetischer
Stammzellen eines CCR5?32-homozygoten Spenders auf einen HIV-infizierten Empfänger mit CCR5-tropen HI-Viren. Ein
weiterer Beitrag befasst sich mit dem Multizentrischen Morbus Castleman. Außerdem einige wenige Zeilen zu der großen
HIV-Impfstoffstudie aus Thailand. ![]()
Welt-AIDS-Tag
Das Motto des Welt-AIDS-Tages 2009 lautet: "I am..."
http://www.worldaidscampaign.org/en/Key-events/World-AIDS-Day
USA verbietet witzige Kondomwerbung
In den USA gelten neben dem für uns nicht verständlichen Rechtssystem auch noch andere wundersame Regeln. Während
bei verschiedenen Themen die Amerikaner nicht zimperlich sind, werden Werbespots mit "anstößigem" Inhalt sofort zensiert
oder verboten. So darf zum Beispiel diese Werbung für Durex-Kondome nicht im TV gezeigt werden....***
http://www.birewei.ch/usa-verbietet-witzige-kondomwerbung/
Pandemrix® und Focetria® zur Impfung zugelassen
Die europäische Arzneibehörde EMEA hat am 29. September die Zulassung der Impfstoffe Focetria® (Novartis) and
Pandemrix® (GlaxoSmithKline) bekannt gegeben. ![]()
STIKO unter Beschuss
Die Antikorruptionsorganisation Transparency International Deutschland hat sich für eine Offenlegung der
Entscheidungsprozesse der Ständigen Impfkommission (STIKO) ausgesprochen. ![]()
RKI: Situationseinschätzung zur Neuen Influenza
In Deutschland sind dem Robert Koch-Institut mit Datenstand vom 02.10.2009 (15.00 Uhr) seit Ende April 2009
insgesamt 21.283 Fälle der Neuen Grippe (Influenza H1N1/2009) übermittelt worden. ![]()
Depressionen verschlechtern die Therapietreue
Depressive Patienten vergessen fast doppelt so häufig ihre HIV-Medikamente als Patienten, die nicht an einer
Depression leiden, so eine Studie im Journal of Acquired Immune Deficiency Syndromes.![]()
Schweinegrippe Impfstoff in den USA zugelassen
Die amerikanische FDA (Food and Drug Administration) hat vier Impfstoffe gegen die
H1N1-Influenza zugelassen. Die Hersteller CSL Limited, MedImmune LLC, Novartis Vaccines and Diagnostics Limited,
and sanofi pasteur Inc. haben langjährige Erfahrung mit der Produktion von Grippe-Imfstoffen und stellen die neue
Vakzine nach dem gleichen Verfahren her. ![]()
HIV-Impfung Erstmals erfolgreiche Studie
In der Studie RV 144, einer Phase-3-Studie mit den Impfstoffen ALVAC®-HIV und AIDSVAX®
B/E, verminderte die Impfung das Risiko einer HIV-Infektion im Vergleich zu Placebo signifikant um 31,2% (p=0.039, 95%
Konfidenzintervall 1.1% - 51.1%).
An der bislang größten Impf-Studie weltweit beteiligten sich über 16.000
Freiwillige in zwei thailändischen Provinzen. ![]()
HPV-Impfung: In Zukunft auch für Jungen und Männer
Das amerikanische Food and Drug Administration's (FDA) Vaccines and Related Biological Products Advisory
Committee hat nach Prüfung der Studienlage, die Wirksamkeit der beiden für Frauen zugelassenen HPV-Impfstoffe auch bei
Jungen und Männer im Alter zwischen 9 und 26 Jahren bestätigt. ![]()
Raltegravir: Zulassungserweiterung für therapienaive Patienten
Der Integrasehemmer Raltegravir (Isentress®) wurde von der European Medicines Agency EMEA auch zur Behandlung
von therapienaiven Erwachsenen zugelassen. ![]()
Lopinavir/r: Zulassung für einmal tägliche Gabe
Der geboosterte Proteasehemmer Lopinavir/r (Kaletra®) ist nun auch in Europa zur einmal täglichen Anwendung
zugelassen. ![]()
Center for Control: Stellungnahme zur sexuellen Transmission/Superinfektion unter HAART
In diesem kurz gehaltenen „fact sheet“ der CDC werden die Studien und Fakten zum Thema zusammengefasst.![]()
DAGNÄ: Neues Mitglied im Vorstand: Susanne Usadel
Am 4. September 2009 wurde Dr. Susanne Usadel, Freiburg, mit großer Mehrheit in den Vorstand der DAGNÄ gewählt.
![]()
HIER – neues Projekt in München
HIV-positive Mütter und Väter stehen nach der Geburt und in den ersten Lebensjahren ihres Kindes vor vielen
Anforderungen. Das neue Projekt HIER (Hilfe für positive Eltern) will den Eltern schnell und unbürokratisch Hilfe
zukommen lassen. HIER ist ein Kooperationsprojekt der Münchner AIDS-Hilfe e.V., des Frauen GesundheitsZentrums e.V., der
Immundefekt-Ambulanz des Dr. von Haunerschen Kinderspitals und Dr. Claudia Levin. ( Download PDF
)
Intelence®: Tibotec warnt vor schweren Nebenwirkunge
USA, 26. August 2009. Tibotec, die HIV-Sparte des Konzerns Johnson & Johnson, hat in einem Ärztebrief den
Warnhinweis auf schwere Hautreaktionen unter Intelence® (Etravirin) verschärft. ![]()
Zielgruppe gehörlose schwule Männer
Die deutsche AIDS-Hilfe organisiert einen Erfahrungsaustausch mit hörbehinderten oder gehörlosen schwulen Männern und lädt bis zu sechs Interessierte vom 6.-8.11.09 nach Berlin ein. Das Ziel ist, die Präventionsarbeit zum Thema HIV und AIDS für die Gehörlosenszene zu verbessern.
*„Ich weiß was ich tue“: HIV-Testwochen *
Vom 1. September bis 30. November 2009 bieten AIDS-Hilfen und Beratungsstellen bundesweit Testwochen zu HIV und
anderen sexuell übertragbaren Infektionen. Die Aktion ist Teil der „Ich weiß was ich tue“-Kampagne der Deutschen
AIDS-Hilfe und richtet sich speziell an Männer, die Sex mit Männern haben. ![]()
Alle Termine sowie die jeweiligen Test- und Beratungsangebote plus eventuelle Kosten unter http://www.iwwit.de/testwochen/termine.html.
Neue Arzneimittelrichtlinie: Loperamid
nicht mehr verordnungsfähig!
Am 1. April 2009 ist eine neue Arzneimittelrichtlinie in Kraft getreten. In Anlage III ist zu lesen, dass
Antidiarrhoika, d.h Loperamid, nur noch zur Motilitätshemmung bei Kolektomie in der post-operativen Phase
verordnungsfähig ist. ![]()
Welt-Hepatitis-Tag - 19. Mai 2009
Bin ich die Nummer 12?
Weltweit leidet einer von zwölf Menschen an chronischer Hepatitis B oder C. Das Motto des diesjährigen Welt-Hepatitis-Tages „Bin ich die Nummer 12?“ soll dazu beitragen:
- Betroffene früher zu entdecken
- Über Schutz- und Therapiemaßnahmen zu informieren
- Vorurteile zu bekämpfen
Quelle: http://www.binichdienummer12.de
International Day Against Homophobia - 17. Mai 2009
Der International Day Against Homophobia (IDAHO) wird seit 2005 jeweils am 17. Mai gefeiert. Die Initiative zum Internationalen Tag gegen Homophobie ging von Louis-George Tin aus, der heute der französischen Sektion der International Lesbian and Gay Association vorsteht. Ziel des Tages ist es, Respekt für Lesben und Schwule einzufordern und internationale Aktivitäten zu koordinieren. Das Datum wurde zur Erinnerung an den 17. Mai 1990 gewählt, den Tag, an dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel strich. Zugleich ergeben sich in der Schreibweise zufällige Parallelen zwischen dem Datum 17.5. und dem ehemaligen Paragraphen 175 des deutschen Strafgesetzbuches, weswegen der 17. Mai bereits vor dem Jahr 1990 im Volksmund spöttisch als "Feiertag der Schwulen" bezeichnet wurde. Homosexualität ist aktuell (Stand: Mai 2008) in rund 70 Ländern strafbar; in sieben Ländern (Iran, Nigeria, Sudan, Jemen, Mauretanien, Saudi-Arabien und in den Vereinigten Arabischen Emiraten) werden homosexuelle Handlungen mit der Todesstrafe belegt.
Quelle: Wikipedia
Schweinegrippe und HIV – vorläufige Empfehlungen aus den USA
Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) haben auf ihrer Website vorläufige Empfehlungen für
HIV-positive Erwachsenen und Jugendliche bei Verdacht auf Schweinegrippe herausgegeben.![]()
HIV-Therapie und Infektiosität – Stellungnahmen der DAH und der DAIG

Quelle:
BilderBox
Das vor kurzem von der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH) veröffentlichte Positionspapier HIV-Therapie und Prävention
liegt nun auch in englisch
(HIV therapy and prevention
) und französisch (Thérapie contre le VIH et Prévention
) vor. Die
Stellungnahme gibt Informationen und Empfehlungen für selbstbestimmtes Risikomanagement in unterschiedlichen
Settings.
Ebenfalls aktuell erschienen: die Stellungnahme der Deutschen AIDS-Gesellschaft e.V. (DAIG) zur Frage der
Infektiosität von Patienten unter HIV-Therapie: Geringe Infektiosität bei erfolgreicher ART
PROGRESS: Erste 8-Wochen-Daten
In PROGRESS werden derzeit das neuartige Therapieregime Lopinavir/r plus Raltegravir mit Lopinavir/r plus
Tenofovir/Emtricitabin in der Firstline verglichen. In den ersten acht Wochen erreichten unter der Kombination
Protease-/Integrasehemmer doppelt so viele Patienten eine Viruslast unter der Nachweisgrenze. ![]()
Hepatitis B: Aus für Clevudin
Das Unternehmen Pharmasset stoppt seine Phase-3-Studie QUASH mit dem Nukleosidanalogon Clevudin aufgrund von Nebenwirkungen, in erster Linie Myopathien. In einigen asiatischen Ländern war das Medikament zur Therapie der chronischen Hepatitis B bereits zugelassen. Auch in Südkorea waren bei längerem Einsatz von Clevudin Myopathien mit Erhöhungen der Kreatinkinase beobachtet worden.
Leitlinen zur HIV-Therapie bei Schwangeren und Neugeboren
Die neuen Deutsch-Österreichische Empfehlungen zur HIV-Therapie in der Schwangerschaft und bei HIV-exponierten
Neugeborenen sind verabschiedet. Die wichtigste Neuerung ist die Möglichkeit der vaginalen Geburt, wenn die Viruslast
kurz vor der Geburt unter der Nachweisgrenze liegt und keine geburtshilflichen Risiken bestehen. Neues gibt es ferner
zum Management von Schwangeren mit HIV/Hepatitis-Koinfektion.
HIV penetriert gesundes Vaginalepithel
Bislang dachte man, das vaginale Plattenepithel sei eine natürliche Barriere für HIV darstellt. Eine neue
Untersuchung belegt jedoch, dass HIV auch in gesundes Epithel eindringen und seine Zielzellen erreichen kann.
Deutsche Studie: Mutation am Toll-like Rezeptor 7 beeinflusst Krankheitsverlauf
Die Mutation am Toll-like Rezeptor führt zu einer verminderten Ausschüttung von Interferon alpha, was die
Progession der HIV-Infektion begünstigt. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung der Wissenschaftler um Dr. Djin-Ye Oh
und Prof. Ralf Schumann vom Institut für Mikrobiologie der Charité in Berlin in Zusammenarbeit mit Forschern vom RKI und
einer Berliner HIV-Schwerpunktpraxis.
Unter HAART Schilddrüsenfunktion kontrollieren
Die HAART kann die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen, wobei Proteasehemmer mit einer Hypothyreose und NNRTI
mit einer Hyperthyreose assoziiert sind. Die regelmäßige Kontrolle der Schilddrüsenparameter erscheint empfehlenswert.
Tuberkulose: Neuer Impfstoff geht in klinische Prüfung
Nach über 80 Jahren hat in Deutschland zum ersten Mal ein viel versprechender Lebendimpfstoff gegen Tuberkulose
den Schritt in die klinische Prüfung geschafft.
DAGNÄ Wahl
DAGNÄ: Neuer Vorstand gewählt
DAGNÄ: Armin Goetzenich tritt zurück
Spanien: Therapie der fazialen Lipoatrophie wird Kassenleistung
Der spanische Gesundheitsminister Bernat Soria hat auf der XVII. WeltAids-Konferenz in Mexico City angekündigt,
dass die Behandlung der fazialen Lipoatrophie im vierten Quartal dieses Jahres in den Leistungskatalog der spanischen
Krankenkassen aufgenommen wird.
CDC korrigiert Zahl der HIV-Neuinfektionen deutlich nach oben
Bislang ist man in den USA von jährlich 40.000 Neuinfektionen ausgegangen. Nun hat die CDC eine Analyse
vorgelegt, bei der ein neuer HIV-Test eingesetzt wurde, der Neuinfektionen besser identifiziert. Den neuen Berechnungen
zufolge gibt es in den 56.300 Neuinfektionen jährlich.
USA hebt Einreiseverbot für HIV-Infizierte auf.
Am 30. Juli 2008, nur wenige Tage vor Beginn der XVII. WeltAids-Konferenz in Mexico City hat der amerikanische
Präsident George Bush das Einreiseverbot in die USA für HIV-Infizierte aufgehoben.
Zur vorzeitigen Entblindung der Studie ACTG 5202
ACTG 5202: ACB/3TC bei hoher Viruslast weniger effektiv?
Ende Februar 2008 wurde auf Anregung des Data and Safety Monitoring Board (DSMB) der NRTI-Teil der Studie ACTG
5202 entblindet. Abacavir/Lamivudin war bei Patienten mit hoher Ausgangsviruslast weniger effektiv als
Tenofovir/Emtricitabin.
GSK: Inkonsistente Daten
In GSK-Studien findet sich kein Hinweis auf eine unterschiedliche Wirksamkeit von ABC/3TC bei Patienten mit einer
Ausgangsviruslast über oder unter 100.000 Kopien/ml. Ferner waren ABC/3TC und TDF/FTC in der HEAT-Studie gleichermaßen
effektiv.
Kommentar GlaxoSmithKline zu den Daten bezüglich
ABC/3TC der Studie ACTG 5202. 28 Februar 2008.
Kommentar
Prof. Hans-Jürgen Stellbrink,
Hamburg
Umstrittenes Schweizer Papier
Sex unter der Nachweisgrenze ohne Kondom?
Live-Mitschnitt einer Diskussion zwischen den Münchner HIV-Spezialisten Dr. Ramona Volkert und Helmut Hartl am 28. 2. 2008 in Radio Lora. Moderator: Michael Tappe, AIDS-Hilfe München.
Teil 1)
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Teil 2)
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HIV-Infizierte unter wirksamer Therapie nicht infektiös
Das Schweizerische Ärzteblatt hat am 30. Januar 2008 ein Statement der Eidgenössischen Kommission für Aidsfragen (EKAF) veröffentlicht. Darin stellt die Kommission fest, dass HIV-Infizierte sexuell nicht ansteckend sind, wenn- die antiretrovirale Therapie eingenommen und durch den Arzt kontrolliert wird
- die Viruslast seit mindestens sechs Monaten unter der Nachweisgrenze liegt
- keine anderen Geschlechtskrankheiten bestehen
Kommentar: Neue Ära der Prävention
Die Zeit der einfachen Botschaften in der HIV-Prävention ist vorbei. Mit dem Schweizer Statement
"HIV-Infizierte unter einer HAART sind sexuell nicht infektös, wenn....." ist eine Beratung à la "Bums immer mit Dings"
nicht mehr zeitgemäß.
Interview:
PD Dr. med. Pietro Vernazza
St. Gallen
Hintergründe und Konsequenzen des Schweizer Statements
Download Audio Datei Die HIV-Prävention wird einfacher - also komplexer!
Kommentar: Pietro Vernazza
Quelle: SAeZ vom 30.1.08
HIV-infizierte Menschen ohne andere STD sind unter wirksamer antiretroviraler Therapie sexuell nicht infektiös
Statement: EKAF
Quelle: SAeZ vom 30.1.08




