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HIV-PrEP
Präexpositionsprophylaxe (PrEP)

Zur PrEP (PräExpositionsProphylaxe) nehmen HIV-negative Menschen HIV-Medikamente ein, um sich vor HIV zu schützen. Die Medikamente verhindern, dass sich das Virus nach dem Eindringen in den Körper vermehren kann. Bei MSM (Männern, die Sex mit Männern haben) steht hierzu das Medikament Tenofovir/Emtricitabin (Truvada®) zur Verfügung. Für Frauen gibt es derzeit keine zugelassene PrEP.

PrEP für MSM

iPREX Logo PrEP schützt HIV-negative MSM bei zuverlässiger täglicher Einnahme von Tenofovir/Emtricitabin (Truvada®) zu 90% vor einer HIV-Infektion.

Die Studie iPrEx (Pre-exposure Prophylaxis Initiative) war die erste weltweite Studie zur Wirksamkeit der PrEP (Prä-Expositions-Prophylaxe), die Ergebnisse geliefert hat. An der Placebo-kontrollierten und doppelblind-randomisierten Untersuchung nahmen 2.499 HIV-negative Männer, die Sex mit Männern haben, teil. Die Männer waren im Schnitt 27 Jahre alt und hatten regelmäßig hochrisikoreichen Sex. Alle Teilnehmer erhielten monatliche HIV-Tests, Beratung zur Risikoreduktion, regelmäßige Untersuchungen und Therapie anderer sexuell übertragbarer Erkrankungen. 1251 erhielten eine Tablette Truvada® täglich; 1248 erhielten ein Placebo.

Bessere Therapietreue = bessere Wirksamkeit

Der Schutz vor HIV war stark abhängig von der Regelmäßigkeit der Tabletteneinnahme. Bei regelmäßiger Einnahme lag die Schutzwirkung bei 90%. Bei weniger als 4 Tabletten pro Woche war der Schutz gar nicht mehr gegeben.

Resistenzen von HIV gegen das vorbeugende Medikament wurden nicht beobachtet. Die Verträglichkeit des HIV-Medikamentes war gut. Nebenwirkungen wurden während der maximal dreijährigen Beobachtungszeit nur selten beschrieben (Übelkeit, erhöhte Kreatinin-Werte).


DAIG-LogoDeutsche Empfehlungen

Die Deutsche Aids-Gesellschaft (DAIG) empfiehlt die PrEP für

  • Ausschließlich HIV-negative Menschen profitieren von einer PrEP, weshalb eine bereits vorhandene HIV-Infektion vor der Einleitung einer PrEP sicher ausgeschlossen werden muss

  • HIV-negative MSM oder Transgender mit der Angabe von analem Sex ohne Kondom mit mehr als 2 Partnern innerhalb der letzten 3-6 Monate und wahrscheinlich auch in den nächsten Monaten

  • HIV-negative Personen mit penetrativem Sex ohne Kondom und mindestens einer im letzten Jahr neu diagnostizierten STI

  • HIV-negative Partner, die im vergangenen Monat penetrativen Sex ohne Kondom mit Personen hatten, die ihnen als HIV-positiv bekannt waren (und keine erfolgreiche ART hatten) und aktuell keine Indikation zur Post-Expositions-Prophylaxe (PEP) haben

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