Versorgungsgrundlagen für Frauen einzigartig in Europa

3A Logo3A: Arbeit der Gruppe findet international Beachtung

Die Arbeitsgruppe Ärztinnen und AIDS (3A) hat mit ihren im Januar 2010 erschienenen „Grundlagen der Versorgung HIV-positiver Frauen“  international  beachtete Pionierarbeit geleistet. In keinem anderen Land gibt es auf dem Gebiet HIV bislang eigene frauenspezifische Empfehlungen. Andere europäische Länder wollen sich jetzt der 3A-Initiative anschließen und für sich entsprechende Empfehlungen erarbeiten. Als Grundlage soll die von 3A geleistete Arbeit dienen, die ins Englische übersetzt, auf die speziellen Gegebenheiten in den unterschiedlichen Ländern angepasst werden kann.

Und was ist mit der Wissenschaft?!
Und was ist mit der Wissenschaft?! Frauen brauchen gezielte Unterstützung bei ihrer Arbeit

3A auf der Welt AIDS Konferenz in Wien

Das 3A-Abstract „Opinion leaders in the field of HIV/AIDS: Improvement of gender equality by using a simple monitoring system” ist für eine Präsentation auf der Welt AIDS Konferenz (WAK) in Wien akzeptiert worden. Damit hat 3A die Chance, den Monitor international bekannt zu machen und so das erfolgreiche Konzept in andere Länder zu „exportieren“. Damit ergibt sich natürlich für 3A auch die neue Möglichkeit neben dem deutschlandweiten Monitoring, zukünftig die Frauenbeteiligung im HIV-Bereich im internationalen Vergleich  abbilden zu können.

Frauensache: 3A-Tag der Wissenschaft
Frauensache: 3A-Tag der Wissenschaft

3A wird noch mit einer weiteren Präsentation in Wien vertreten sein: Aus dem 3A HIV/HPV-Pilotprojekt am Klinikum der JW Goethe Universität in Frankfurt werden erste vergleichende Daten zur HIV-Viruslast im Blut und Vaginalsekret auf der WAK vorgestellt.

3A unterstützt auf der Welt AIDS Konferenz in Wien erstmalig die „Women´s Networking Zone“, einen öffentlichen Bereich, in dem sich Frauen und Frauenprojekte vernetzen können. Die Women´s Networking Zone wird im Global Village untergebracht sein und ist damit auch für Frauen zugänglich, die nicht für die Welt AIDS Konferenz registriert sind.

Initialtherapie & Frauen: Immer noch offene Fragen

3A-Broschüre „Grundlagen der Versorgung von Frauen mit HIV“
Erfolgsmodell: 3A-Broschüre „Grundlagen der Versorgung von Frauen mit HIV“

Die 3A-Analyse Nr. 4 untersucht die Effektivität und Verträglichkeit von Initialtherapien bei HIV-positiven Frauen und Männern in Deutschland. Bei diesem Projekt, das bereits erfolgreich gestartet ist, handelt es sich um eine nicht interventionelle Studie, die den Therapieverlauf in der First Line über zunächst 24 Wochen prospektiv beobachtet. Neben dem führenden Ethikvotum am UKE liegen inzwischen auch mehrere positive Entscheidungen anderer Ethikkommissionen vor. Weitere Zentren, die sich an der 3A Analyse Nr.4 beteiligen möchten, können per E-Mail die Studienunterlagen und alle aktuellen Informationen zum Stand der Dinge anfordern. E-Mail an: 3A@dagnae.de.

3A unterstützt Publikationen von Frauen

Der 3A Tag der Wissenschaft am 12. Juni 2010 im HIVCENTER am Klinikum der JW Goethe Universität in Frankfurt soll dazu beitragen, perspektivisch die Zahl der Pub-likationen von Frauen im deutschen HIV-Bereich zu erhöhen. Mit Nikola Hanhoff und Eva Wolf konnten zwei ausgewiesene Expertinnen als Referentinnen für den Tag der Wissenschaft gewonnen werden. Auf dem Programm stehen u.a. Konzeptentwicklung für wissenschaftliche Untersuchungen, Grundlagen der Statistik, Schreiben eines Manuskripts und das richtige „Lesen“ von Publikationen. Im Workshop wird auch diskutiert, wie 3A weiterhin wissenschaftliches Arbeiten von Frauen optimal unterstützen kann.

Das nächste 3A-Arbeitstreffen findet im Rahmen des DAGNÄ-Workshops am 4. September 2010 in Köln statt.


Kontakt: 3A@dagnae.de & www.3A-net.de

Ausgabe 2 - 2010Back

Nachrichten

  • Automatisierter Bluttest für Leberfibrose

    31. Januar 2012: Siemens bietet den ersten schnellen, automatisierten Biomarker-Test zur Diagnose und Beurteilung einer Leberfibrose an. Der ELF-Test (Enhanced Liver Fibrosis-Test) dauert rund eine Stunde. Er benötigt nur eine Blutprobe.weiter

  • MSD fördert junge Wissenschaftler

    29. Januar 2012: Die Förderung für junge Wissenschaftler , die einen Forschungsaufenthalt an externen Einrichtungen und Organisationen planen, wurde für 2012 auf 20.000 € erhöht.weiter

  • HPV-Test: IQWiG gibt keine Empfehlung

    24. Januar 2012: Studien zeigen, dass mit Hilfe eines Tests auf Humane Papillomaviren (HPV) Vorstufen des Gebärmutterhalskrebses früher erkannt und behandelt werden können. Es fehlt jedoch, so das IQWiG, der Nachweis des Nutzens im Hinblick auf Lebensqualität und Überleben.weiter

  • Britische Leitlinien zur PEP aktualisiert

    22. Dezember 2011: Die neuen Leitlinien zur PEP geben detaillierte Empfehlungen für viele verschiedene Situationen.weiter

  • PrEP-Zulassung beantragt

    15. Dezember 2011: Gilead hat bei der amerikanischen FDA die Zulassung von Tenofovir/Emtricitabin (Truvada®) zur Prä-Expositionsprophylaxe beantragt.weiter

  • Neue Etravirin-Tablette

    30. November 2011: Die europäische Arzneimittelbehörde EMA die 200mg-Formulierung des NNRTI Etravirin (Intelence®) zugelassen.weiter

  • Rilpivirin einzeln und als Fixkombination Rilpivirin/TDF/FTV in der EU zugelassen

    28. November 2011: Der einmal täglich einzunehmende NNRTI Rilpivirin wurde als Einzelmedikament (Edurant®) und als Fixkombination (Eviplera®) für therapienaive HIV-infizierte Erwachsene mit einer Viruslast von ≤ 100.000 HIV-RNA-Kopien/ml zugelassen.weiter

  • Erste Studie mit Mikrobizid mit zwei Wirkstoffen

    23. November 2011: Ein vaginaler Ring, der Dapivirine und Maraviroc enthält, wird in den USA in einer Studie auf seine Tauglichkeit als vaginales Mikrobizid gegen HIV untersucht.weiter

  • Fixkombination DRV/FTC/Cobicistat

    22. November 2011: Die Unternehmen Gilead Sciences und Tibotec Pharmaceuticals (in Deutschland Janssen-Cilag) werden gemeinsam ein neues sogenanntes „Single-Tablet Regime“, d.h. eine Tablette täglich, entwickeln.weiter

  • Gilead kauft Pharmasset

    22. November 2011: Gilead Sciences erweitert mit dem Einkauf sein Hepatitis-C-Portfolio.weiter

  • Keine Inflammation bei niedriger Viruslast

    09. November 2011: Die HIV-Infektion geht mit einer chronischen Entzüdungsreaktion einher. Diese These scheint zumindest bei niedriger Virusvermehrung nicht zuzutreffen.weiter

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