Neue Sektion gegründet
Die DAIG wächst weiter

Auf der letzten Mitgliederversammlung der Deutschen AIDS-Gesellschaft (DAIG), die Anfang September in Köln stattfand, wurde mit dem einstimmigen Votum der anwesenden Mitglieder die DAIG-Sektion Gynäkologie und Geburtshilfe gegründet. Die  Sektionsmitglieder arbeiten bereits seit 1999 erfolgreich als Gruppe zusammen und werden das zukünftig unter dem Dach der DAIG tun. Die DAIG-Sektion Gynäkologie und Geburtshilfe ist bereits die fünfte Neugründung innerhalb der letzten vier Jahre. Insgesamt arbeiten jetzt acht Sektionen innerhalb der DAIG.

Neue Leitlinien nach neuen Regeln

Der DAIG-Vorstand mit Andrea Gingelmaier, Mitglied der neuen Sektion Gynäkologie und GeburtshilfeDer DAIG-Vorstand mit Andrea Gingelmaier, Mitglied der neuen Sektion Gynäkologie und Geburtshilfe
©Fotos: Annette Haberl, Frankfurt

In Köln wurde die Aktualisierung der Leitlinien zur HIV-Therapie in der Schwangerschaft sowie zum Kinderwunsch mit HIV verabschiedet. Die jetzt gültigen Versionen der Leitlinien finden sich auf der Homepage der DAIG unter www.daignet.de.

Nach den Vorgaben der AWMF soll die DAIG zukünftig die Mitglieder ihrer Leitlinienkommissionen von der Mitgliederversammlung legitimieren lassen. Dieses Procedere wurde jetzt erstmals für die Gruppe Therapieleitlinien für HIV-positive Erwachsene durchgeführt. Dabei wurde auch eine weitere Vorgabe der AWMF, die interdisziplinäre Besetzung der Gruppe, erfüllt. Damit die Leitliniengruppen zukünftig effektiver arbeiten können, wird auf der Homepage der DAIG momentan ein geschlossener Bereich eingerichtet. Hier können sich alle DAIG-Mitglieder jederzeit mit den
Aktiven in den Leitliniengruppen austauschen. Diese neue Diskussionsplattform soll zur schnellen und transparenten Entscheidungsfindung bei der Aktualisierung der DAIG-Leitlinien beitragen.

Nach dem DÖAK ist vor dem DÖAK

Mehr als 1.100 registrierte Teilnehmer hatte der Deutsch-Österreichische AIDS-Kongress (DÖAK) 2011 in Hannover und wird abschließend von allen Beteiligten als Erfolg gewertet. Auch das Feedback aus den Communities war positiv. Die entsprechenden Rückmeldungen waren Thema eines gemeinsamen Vorstandsgesprächs der DAIG und der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH). Dabei wurde von beiden Seiten noch einmal betont, wie wichtig die im Vorfeld getroffenen Vereinbarungen zur Beteiligung der Communities bei der Kongressgestaltung waren.

Links  Vorstandsgespräch von DAH und DAIG: W. Holz, S. Urban, S. Klumb; A. Haberl und G. Behrens. Rechts  Stefan Reuter auf der DAIG-Mitgliederversammlung: Werbung für Düsseldorf
Links  Vorstandsgespräch von DAH und DAIG: W. Holz, S. Urban, S. Klumb; A. Haberl und G. Behrens. Rechts  Stefan Reuter auf der DAIG-Mitgliederversammlung: Werbung für Düsseldorf
©Fotos: Annette Haberl, Frankfurt

Der DÖAK 2013 findet unter der Leitung von Heribert Stoiber in Innsbruck statt. 2015 geht der Kongress nach Düsseldorf. Das wurde auf der letzten DAIG-Mitgliederversammlung beschlossen, auf der die Bewerbung von Stefan Reuter ein einstimmiges positives Votum erhielt. Reuter betonte, dass er nicht nur Düsseldorf, sondern die gesamte Region in die Durchführung des Kongresses einbeziehen möchte.

Meinungsforschung in der DAIG

Ende des Jahres wird wieder eine DAIG-Mitgliederbefragung stattfinden. Bereits zum dritten Mal hat dann jedes Mitglied die Gelegenheit, online und anonym seine Meinung zu den aktuellen und zukünftigen Schwerpunktthemen der Fachgesellschaft zu äußern. Die Ergebnisse der Befragung werden auf der nächsten Mitgliederversammlung, die im Rahmen der Münchner AIDS-Tage am15. März 2012 stattfinden wird, vorgestellt.

Mehr Informationen zur Arbeit der DAIG unter www.daignet.de



Ausgabe 4 - 2011Back

Nachrichten

  • Positives Votum für QUAD-Pille

    14. Mai 2012: Der Beratungssausschuss für antivirale Arzneimittel der amerikanischen FDA hat die Zulassung der sogenannten QUAD-Pille empfohlen.weiter

  • Hepatitis C-Koinfektion erhöht Mortalität

    09. Mai 2012: Patienten mit HIV/HCV-Koinfektion haben ein um 50% höheres Risiko zu sterben als HIV-Infizierte ohne chronische Hepatitis C.weiter

  • Telaprevir: Keine Interaktionen mit Rilpivirin und Etravirin

    20. April 2012: Beide NNRTI vermindern den Spiegel von Telaprevir, jedoch nicht in klinisch relevantem Ausmaß.weiter

  • Leberschädigende Medikamente erkennen

    11. April 2012: Im Rahmen der Initiative „Mechanism Based Improved Systems for the Prediction of Drug-Induced Liver Injury (MIP-DILI)“ wollen die Wissenschaftler neue Testverfahren entwickeln, die das leberschädigende Potenzial eines Wirkstoffs zu einem frühen Zeitpunkt in der Arzneimittelentwicklung erfassen.weiter

  • DHHS-Guidelines empfehlen Therapie für alle HIV-Infizierten

    29. März 2012: Die aktualisierten Therapieleitlinien des US-amerikanischen Department of Health and Human Services (DHHS) empfehlen einen Therapiestart bei mehr als 500 CD4-Zellen/mm3.weiter

  • Neu erschienen: Sonderheft zur Resistenz

    27. März 2012: An dem englischsprachigen Schwerpunktheft zur Interpretation von Resistenzen waren viele deutsche Autoren beteiligt.weiter

  • HCV-Proteasehemmer GS-7977
    Rückschlag bei Null-Respondern

    20. Februar 2012: Die hohen Erwartungen an den HCV-Proteasehemmer wurden erstmals enttäuscht. GS-7977 plus Ribavirin allein scheint bei Null-Respondern nicht auszureichen.weiter

  • Grünes Licht für Efavirenz in Schwangerschaft

    19. Februar 2012: Im öffentlichen Entwurf der neuen britischen Leitlinien ist selbst eine Schwangerschaft im ersten Trimenon keine Kontraindikation für Efavirenz..weiter

  • Boceprevir und geboosterte Proteasehemmer

    10. Februar 2012: Pharmakokinetische Studien belegen relevante Interaktionen von Boceprevir (Victrelis®) mit geboosterten Proteasehemmern.weiter

  • Boceprevir und geboosterte Proteasehemmer

    10. Februar 2012: Kommentar von Prof. Hartwig Klinker, Würzburgweiter

  • Raltegravir für Kinder

    08. Februar 2012: Die amerikanische FDA hat Raltegravir zur Behandlung von Kindern ab zwei Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens zehn Kilogramm zugelassen sowie eine Kautablette für die Behandlung von Kindern von zwei bis unter 11 Jahren genehmigt.weiter

  • CDC empfiehlt HPV-Impfung für Männer

    07. Februar 2012: Geimpft werden sollten jugendliche und junge Männer im Alter von 11 bis 21 Jahren sowie alle schwulen, bisexuellen und HIV-positiven Männer unter 26 Jahre.weiter

  • Gelbfieberimpfung

    05. Februar 2012: Bei HIV-Infizierten scheint die Viruslast, nicht die CD4-Zahl für den Erfolg der Impfung ausschlaggebend zu sein.weiter

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