Diese CROI wird (auch) politisch!

Seattle, 12.02. 2017

Die „Conference on Retroviruses and Opportunistic Infections“ (CROI) findet dieses Jahr wieder in Seattle statt. Auf dem Weg dorthin durfte ich an einem Meeting des „Forum for Collaborative HIV Research“ in Washington D.C. teilnehmen. Bei meiner Ankunft hatte es für die jahreszeit untypische 21 Grad. Am nächsten Tag waren es dann -5 Grad! Dieser Wetterumschwung ist auch symbolisch für das politische Klima in den USA. In Gesprächen mit Meetingteilnehmern war schnell klar, was für eine enorme Unsicherheit derzeit herrscht. Viele sind nur damit beschäftigt, die finanzielle Unterstützung für ihre Institution oder Studie wieder zu sichern. Doch auch bei den entscheidenden Stellen herrscht Unklarheit. Oft höre man nur „kommt in vier Wochen wieder, dann wissen wir vielleicht mehr“. Insgesamt erfährt man aber von vielen Seiten, dass man sich von der Trump-Administration in Bezug auf Medizin und Forschung nichts Gutes erwartet. Vor allem die Ankündigung des neuen Präsidenten, die Zulassungsrichtlinien zu vereinfachen, wird sehr kritisch gesehen. Man sprach sogar von einer Rückkehr in die „Contergan®-Ära“ . Auch das Einreiseverbot für Menschen einiger muslimischer Länder wird oft angesprochen; es verstoße gegen den Geist Amerikas und schade der Forschung.

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