Akute Hepatitis C: Frühe Therapie erhöht die Heilungschancen

Kopenhagen 26. April 2009

In einer Studie des Kompetenznetz Hepatitis war die sofortige Therapie der akuten Hepatitis C bei symptomatischen Patienten besser als der Therapiebeginn nach 12 Wochen. Bei Patienten mit guter Adhärenz gab es keinen Unterschied zwischen sofortiger und später Therapie.  

An der Hep-Net-Acute-HCV-III Studie nahmen 108 Patienten teil. Die Daten von 89 Patienten konnten ausgewertet werden.

Die akute Hepatitis war definiert durch eines der folgenden Kriterien:

  • Positive Antikörper für HCV
  • Verdacht der Exposition innerhalb der letzten vier Monate
  • GPT > 10 x upper limit of normal

60% waren Männer, 67% hatten Genotyp 1 und 62% hatten einen Ikterus.

Studiendesign

Abb. 1: Studien Design


Ergebnisse

Bei den symptomatischen Patienten war die SVR-Rate bei früher Therapie signifikant besser (78% vs 54%, p=0,034). Die niedrigere SVR-Rate im späteren Therapiearm geht vermutlich auf die große Zahl von Patienten lost to follow-up (16/37) zurück.

Abb. 2: Virologische Ansprechraten (ITT Analyse)

Bei guter Adhärenz erreichten 88% (28/31) der sofort behandelten Patienten mit oder ohne Symptomatik eine SVR.

Abb. 3: Virologische Ansprechraten (ITT Analyse)

Bei 22% der Patienten (8/37) im späteren Therapiearm verschwand HCV spontan.

Bei später Therapie erreichten alle Patienten (12/12) mit guter Adhärenz  eine SVR.


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