Deckblatt HIV&More 2014-4

Ausgabe 4 - Dezember 2014

KOMMENTARE

Editorial - 4 / 2014

Schwerpunkt dieses Heftes ist Sexarbeit. » Schützenswerte Opfer? » Selbstbestimmte Erwerbstätigkeit » Sexuelle Gesundheit  weiter

KONGRESS

65th Liver Meeting
Jetzt geht’s in kleinen Schritten weiter

Die Interferon-freie Therapie der chronischen Hepatitis C ist im klinischen Alltag angekommen und sie scheint dort ebenfalls sehr gut zu wirken. Nun geht es erst mal in kleineren Schritten weiter. Auf diesem Kongress wurden viele Studien (auch mit neuen Substanzen) vorgestellt, doch zu vielen grundlegenden Fragen wie der optimalen Therapiedauer, dem Nutzen von Ribavirin usw. fehlen immer noch klare Antworten.weiter

SCHWERPUNKT

Heidrun Nitschke, Köln
Sexuelle Gesundheit von Frauen in der Sexarbeit

Die ärztliche Versorgung von Sexarbeiterinnen bedeutet mehr als Anbieten von STI-Diagnostik und -Therapie. Sie muss das gesamte gynäkologische Spektrum umfassen und gleichzeitig auch die Besonderheiten der Lebenssituation der Frauen berücksichtigen.weiter


Martina Schu Und Ursula Von Rüden, Köln
Mann-männliche Prostitution und STI – Situation in Deutschland

Männer, die Sex mit Männern haben, sind in Deutschland in Bezug auf HIV und sexuell übertragbare Infektionen besonders vulnerabel. Insbesondere für mann-männliche Prostituierte ist das HIV und STI-Risiko erhöht.weiter

Harriet Langanke, Köln
Sexuelle Gesundheit bei Prostitutionskunden

Für Sexarbeiterinnen gibt es gesundheitsfördernde Angebote von Beratungsstellen oder im Rahmen aufsuchender Streetwork. Doch wie sieht es mit ihrer Kundschaft aus? Welchen Bedarf haben Männer als Prostitutionskunden im Bereich der sexuell übertragbaren Infektionen (STI)?weiter

Die STI-Outreach-Studie
Prävalenz von Chlamydien, Gonorrhoe und Trichomonaden bei „schwer erreichbaren (?)“ Sexarbeiterinnen in Berlin, Hamburg und NRW

Durch aufsuchende Arbeit konnten über 1.500 Sexarbeiter_innen in Deutschland an ihrem Arbeitsplatz befragt und auf STI untersucht werden. Es zeigte sich, dass besonders marginalisierte Gruppen höhere STI-Raten aufwiesen. Gleichzeitig macht die Studie deutlich, dass diese Frauen erreichbar sind – allerdings nur mit akzeptierenden Angeboten.weiter

Elfriede Steffan und Tzvetina Arsova Netzelmann, Berlin
Sexarbeit und sexuelle Gesundheit in Europa Empfehlungen für die Präventionspraxis

Die gesundheitliche Versorgung von Sexarbeiter_innen in Europa ist nicht ausreichend. Es fehlen niedrigschwellige, kostenlose und konstante Angebote. Besonders wichtig dabei ist ein akzeptierender Charakter, der anonyme Beratung zulässt und der Stigmatisierung entgegen wirkt.weiter

Diana Carolina Mignano, Bayreuth
Die Suche nach einem Ehemann im Kontext der Tourismusprostitution in Antananarivo (Madagaskar)

Das westliche Verständnis von Prostitution ist nicht ohne weiteres auf andere Kulturkreise übertragbar. Bei sexuellen Beziehungen mit Gegenleistung können dort auch nicht-materielle Aspekte eine wichtige Rolle spielen.weiter

Wohn- und Arbeitsprojekte für männliche Prostituierte

Fünf Aidshilfen in Nordrhein-Westfalen (NRW) planen Wohn- und Arbeitsprojekte für männliche Prostituierte. Die Aidshilfen in Dortmund, Düsseldorf, Bielefeld, Essen und Köln wollen mit ihrer Konzeptarbeit ganz bewusst den politischen Diskurs zur Sexarbeit in Deutschland beeinflussen, und dies gemeinsam mit dem Landesverband, der Aidshilfe NRW, die die Antragstellung von Beginn an unterstützt hat.weiter

Male Sex Work oder doch nur ein Leben in Armut von jungen Männern?

Wenn in der aktuellen gesellschaftlichen und politischen Debatte von Prostitution gesprochen und geschrieben wird, sind fast immer anschaffende Frauen gemeint, die angeblich vor Menschenhandel und Ausbeutung geschützt werden müssen. weiter

Onlineberatung für Escorts, Callboys und Taschengeldjungs

Info4escorts ist eine deutschsprachige Info- und Beratungsseite für alle Jungs und jungen Männer, die als Escorts, Taschengeldjungs, Stricher oder Callboys (im Internet) unterwegs sind und mit Sex Geld verdienen.weiter

Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung

Die Unterscheidung zwischen Sexarbeit und Menschenhandel ist sachlich richtig und politisch notwendig. Nur wenn Sexarbeiter gleiche Rechte haben, kann auch Menschenhandel bekämpft werden.weiter

„Das Sexgewerbe braucht keine Sondergesetze“

Die Bundesregierung plant ein neues Prostitutionsgesetz. Es soll Sexarbeiterinnen vor Ausbeutung schützen und ihre Gesundheit fördern. Gute Ziele. Leider zeigen die Details, dass die Verantwortlichen nur wenig von den Schwierigkeiten in der Sexarbeit verstehen.weiter

Kommt Jetzt die Meldepflicht?
Bundesregierung plant Ausweitung der Kontrolle des Prostitutionsgewerbes

Die Bundesregierung plant eine Neureglementierung der Prostitution mit einem Gesetz zum „Schutz der in der Prostitution Tätigen“. Mit diesem Gesetz soll eine Anmelde-/Anzeigepflicht und ein Nachweisdokument eingeführt werden.weiter

Anerkennung von Sexarbeit als Beruf!

„Das Prostitutionsgesetz ist gescheitert“ – „Deutschland ist das Bordell Europas“ „Keine Frau verkauft freiwillig ihren Körper“ … Da muss man doch was tun! Das dachten wir uns auch. weiter

„Sexarbeit in Zeiten der Bewegung“ – Der Sexarbeitskongress 2014 in Berlin

So etwas hatte der getäfelte Chemie-Hörsaal der altehrwürdigen Humboldt-Universität zu Berlin noch nicht gesehen: Unter einem riesigen Periodensystem der Elemente trafen sich Ende September knapp dreihundert Sexarbeiter_innen, Sozialarbeiter_innenweiter

MITTEILUNGEN

Fachgesellschaft Gefragter Kooperationspartner
DAIG: Vielseitige Angebote zum wissenschaftlichen Austausch

Ein bewegtes Kongressjahr geht für die Deutsche AIDS-Gesellschaft (DAIG) zu Ende. Im Januar startete die Fachgesellschaft als Schirmherr der interdisziplinären Fachtagung HIV und Schwangerschaft in Schlangenbad.weiter

Einblicke In Ein BeschäFtigungsprojekt FüR Menschen Mit Und Ohne Hiv/Aids In KöLn
Endlich wieder arbeiten…

Die Deutsche AIDS-Stiftung fördert in ganz Deutschland Beschäftigungs- und Versorgungsprojekte lokaler Beratungsstellen, die es vielen Menschen mit HIV/AIDS ermöglichen, nach langen Krankheits- und beschäftigungslosen Zeiten an die Arbeitswelt herangeführt zu werden.weiter

Nachrichten

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