Ausgabe 1 2006
Ausgabe 1
März 2006

 

Kongresse - Neues aus erster Hand

Nirgends haben wissenschaftliche Kongresse einen so hohen Stellenwert wie in der HIV-Me- dizin.Dort werden die neuesten Erkenntnisse vorgestellt und diskutiert.Das ist in anderen Fach- gebieten zwar auch so, doch nur in der HIV-Medizin werden die neuen Erkenntnisse und Ideen anschließend so schnell im klinischen Alltag umgesetzt. Das hat durchaus seine Berechtigung, wenn man medizinisches „Neuland “betritt, wo es noch keine Leitlinien gibt. Doch ein auf den ersten Blick gutes Konzept kann sich auch als Fehlschlag erweisen. Das jüngste Beispiel hierfür sind die CD4-gesteuerten Therapiepausen in der SMART-Studie, die überraschenderweise sowohl das Risiko der Progression, also auch von Medikamenten-Nebenwirkungen erhöhten. Das sollte uns nicht daran hindern, im Einzelfall individuell zu entscheiden, uns aber daran erinnern, dass es mittlerweile auch in der HIV-Medizin bewährte Standards gibt. Und ganz sicher sollten wir nicht aufhören, Visionen zu entwickeln, besonders wenn sie so erstrebenswert sind wie die Viruseradikation.

Das liebe Geld - Honorar und Budget

Nichts quält den niedergelassenen Arzt so sehr wie Bürokratie, Abrechnung und Budgets. Doch hier ist leider keine Erleichterung in Sicht. Im Gegenteil. In einigen Bundesländern stehen HIV-Vereinbarungen zur Disposition und im Rahmen der Zielwertevereinbarung der KV Nordrhein mit den Kassen sind auf der Liste der Generika und Analogpräparate („Me-too “) erstmals auch antiretrovirale Medikamente zu finden. Diese politischen Diskussionen, die zum Wohl unserer Patienten geführt werden müssen, liegen bei der DAGNÄ in guten Händen. Der von der DAGNÄ entworfene Bundesmantelvertrag beispielsweise bietet den HIV-Schwerpunktpraxen eine langfristige Perspektive und Handlungssicherheit und damit die Möglichkeit, sich noch mehr auf die medizinischen Herausforderungen der Versorgung von HIV-Infizierten konzentrieren zu können.

Dr. Ramona Volkert

 

 


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Ausgabe 1 - März 2006

Mit Leidenschaft gegen HIV

KONGRESS CROI Denver
KONGRESS
QUERGEDACHT
FORTBILDUNG
MITTEILUNGEN
SPEZIAL
  • Im Wirrwarr der HIV-Resistenzinterpretationen - Teil 1
  • Antiretrovirale Strategien und Konzepte 2006
  • Tenofovir plus Emtricitabin als Nuke-Backbone
  • Neben Langzeitwirksamkeit zählt vor allem Verträglichkeit
  • Therapie-Perspektiven mit Saquinavir und Enfuvirtid
  • Beginn einer neuen Ära für therapieerfahrene Patienten

Nachrichten

  • Automatisierter Bluttest für Leberfibrose

    31. Januar 2012: Siemens bietet den ersten schnellen, automatisierten Biomarker-Test zur Diagnose und Beurteilung einer Leberfibrose an. Der ELF-Test (Enhanced Liver Fibrosis-Test) dauert rund eine Stunde. Er benötigt nur eine Blutprobe.weiter

  • MSD fördert junge Wissenschaftler

    29. Januar 2012: Die Förderung für junge Wissenschaftler , die einen Forschungsaufenthalt an externen Einrichtungen und Organisationen planen, wurde für 2012 auf 20.000 € erhöht.weiter

  • HPV-Test: IQWiG gibt keine Empfehlung

    24. Januar 2012: Studien zeigen, dass mit Hilfe eines Tests auf Humane Papillomaviren (HPV) Vorstufen des Gebärmutterhalskrebses früher erkannt und behandelt werden können. Es fehlt jedoch, so das IQWiG, der Nachweis des Nutzens im Hinblick auf Lebensqualität und Überleben.weiter

  • Britische Leitlinien zur PEP aktualisiert

    22. Dezember 2011: Die neuen Leitlinien zur PEP geben detaillierte Empfehlungen für viele verschiedene Situationen.weiter

  • PrEP-Zulassung beantragt

    15. Dezember 2011: Gilead hat bei der amerikanischen FDA die Zulassung von Tenofovir/Emtricitabin (Truvada®) zur Prä-Expositionsprophylaxe beantragt.weiter

  • Neue Etravirin-Tablette

    30. November 2011: Die europäische Arzneimittelbehörde EMA die 200mg-Formulierung des NNRTI Etravirin (Intelence®) zugelassen.weiter

  • Rilpivirin einzeln und als Fixkombination Rilpivirin/TDF/FTV in der EU zugelassen

    28. November 2011: Der einmal täglich einzunehmende NNRTI Rilpivirin wurde als Einzelmedikament (Edurant®) und als Fixkombination (Eviplera®) für therapienaive HIV-infizierte Erwachsene mit einer Viruslast von ≤ 100.000 HIV-RNA-Kopien/ml zugelassen.weiter

  • Erste Studie mit Mikrobizid mit zwei Wirkstoffen

    23. November 2011: Ein vaginaler Ring, der Dapivirine und Maraviroc enthält, wird in den USA in einer Studie auf seine Tauglichkeit als vaginales Mikrobizid gegen HIV untersucht.weiter

  • Fixkombination DRV/FTC/Cobicistat

    22. November 2011: Die Unternehmen Gilead Sciences und Tibotec Pharmaceuticals (in Deutschland Janssen-Cilag) werden gemeinsam ein neues sogenanntes „Single-Tablet Regime“, d.h. eine Tablette täglich, entwickeln.weiter

  • Gilead kauft Pharmasset

    22. November 2011: Gilead Sciences erweitert mit dem Einkauf sein Hepatitis-C-Portfolio.weiter

  • Keine Inflammation bei niedriger Viruslast

    09. November 2011: Die HIV-Infektion geht mit einer chronischen Entzüdungsreaktion einher. Diese These scheint zumindest bei niedriger Virusvermehrung nicht zuzutreffen.weiter

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