Long-COVID
19. Februar 2024
Biomarker bestätigen sich
nicht
Long-COVID ist ein
noch unverstandenes Phänomen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass
die Erkrankung mit bis zu 200 unterschiedlichen Symptomen einhergehen
kann, etwa einer ausgeprägten Müdigkeit (Fatigue),
Konzentrationsstörungen oder starken Schmerzen. Trotzdem sind die
Untersuchungsbefunde meistens völlig normal.
Daher setzt die
Wissenschaft große Hoffnung in die Entdeckung von Biomarkern, mit
deren Hilfe es gelingen soll, Menschen mit Long-COVID eindeutig zu
identifizieren.
Neuere wissenschaftliche Veröffentlichungen
berichteten, dass insbesondere das Aktivitätshormon Cortisol und
bestimmte Entzündungsbotenstoffe im Blut, sogenannte Zytokine,
geeignete Biomarker bei Long-COVID sein könnten. Laut diesen Studien
ist die Konzentration von Cortisol im Blut Long-COVID Betroffener
deutlich niedriger als bei Gesunden, die Menge an
entzündungsfördernden Zytokinen ist dagegen erhöht. Die Messung
solcher Blutwerte hätte es den behandelnden Ärzt:innen zukünftig
möglich gemacht, die Diagnose Long-COVID rasch und sicher zu
stellen. Diese hoffnungsvollen Ergebnisse konnte ein Forschungsteam
des Universitätsklinikums Essen in einer aktuellen Studie nun nicht
bestätigen.
Pressemeldung
Universitätsklinikum Essen
Originalpublikation:
https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/17562864241229567
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