HIV-Diagnostik


Wie lange dauert es, bis nach einer HIV-Infektion Antikörper im Blut nachweisbar sind?

Die Zeitdauer zwischen Infektion und Nachweis von Antikörpern im Blut ist individuell unterschiedlich, liegt aber bei circa 12 Wochen. Die modernen HIV-Tests (der vierten Generation) weisen neben den Antikörpern auch das sogenannte p24 Antigen nach, ein Virusbestandteil, das bereits spätestens nach 6 Wochen im Blut feststellbar ist.

Ich hatte vor 4 Wochen einen Risikokontakt und habe Angst, mich mit HIV infiziert zu haben. Kann ich mich testen lassen?

Die modernen HIV-Tests können eine HIV-Infektion 6 Wochen nach dem Risikokontakt sicher ausschließen oder nachweisen.

Kann man nicht auch eine PCR machen?

Neben den serologischen Testverfahren stehen auch Verfahren zur Verfügung, die HI-Viren im Blut direkt durch eine PCR nachzuweisen. HIV kann mit diesem Test in der Regel zwei Wochen nach der Infektion nachgewiesen werden. Die PCR kommt routinemäßig nicht zu Einsatz und ist in der Regel keine Kassenleistung. Viele Aids-Hilfen und Praxen bieten die PCR-Untersuchung aber für Selbstzahler an.

Was ist ein HIV-Schnelltest?

Der HIV-Schnelltest weist ebenso wie der „normale” HIV-Test Antikörper gegen HIV nach. Das Untersuchungsergebnis liegt aber bereits innerhalb von 20 bis 30 Minuten nach Abnahme von Blut aus der Vene vor. Die Zuverlässigkeit ausgewählter Schnelltests und herkömmlichen Tests im Labor ist vergleichbar. Beide Tests sind 6 Wochen nach Kontakt aussagekräftig.

Ich möchte einen HIV – Test machen, aber nicht zum Arzt gehen. Wie sicher sind HIV-Heimtests?

HIV-Schnelltests, sogenannte Heimtests zur Selbstanwendung können im Internet aus dem Ausland bezogen werden. Es gibt allerdings gute und schlechte Tests (unverständliche Anleitung, komplizierte Durchführung, fehlend europäische Zulassung, schlechte Sensitivität). In Deutschland verbietet das Medizinprodukte-Abgabegesetz einen Verkauf an Privatpersonen. In Gesundheitsämtern ist der Test kostenlos oder kostet zwischen 10 und 30 Euro.

Ich bin HIV-positiv und möchte schwanger werden. Was muss ich beachten?

Grundsätzlich gilt, eine Schwangerschaft ist trotz HIV-Infektion möglich. Ist die HIV-Infektion gut behandelt, das heißt die Viruslast liegt unter der Nachweisgrenze und die Medikamente werden regelmäßig genommen, ist Sex ohne Kondom möglich.

Es gibt zu einigen HIV-Medikamenten sehr gute Erfahrungen in der Schwangerschaft, so dass das Kind keinen Schaden nimmt. Ist die Viruslast in der Schwangerschaft und zum Zeitpunkt der Geburt unter der Nachweisgrenze, kann in spezialisierten Zentren auch eine vaginale Geburt erfolgen. In der Regel bekommt das Neugeborene in den ersten drei Monaten einen antiretroviral wirkenden Saft. Auf das Stillen sollte aus Sicherheitsgründen verzichtet werden.

Alles in allem liegt damit die Übertragungsrate auf das Kind bei guter Schwangerschaftsbetreuung unter 1 %.

Ich bin HIV-positiv und möchte mit meiner HIV-negativen Frau Kinder. Was muss ich beachten?

Ein HIV-positiver Mann kann, wenn seine Viruslast unter der Nachweisgrenze liegt und die Medikamente regelmäßig eingenommen werden, mit einer Frau Sex ohne Kondom haben, um ein Kind zu zeugen. Weder die Frau noch das zukünftige Kind werden dadurch gefährdet. Es empfiehlt sich, bei Kinderwunsch mit dem jeweiligen HIV-negativen Partner zusammen den behandelnden Schwerpunktarzt aufzusuchen, um sich beraten zu lassen.

Nachrichten

  • Campylobacter-Enteritis

    17. Juni 2018: RKI überarbeitet seinen Ratgeberweiter

  • Resistente Gonorrhoe

    17. Juni 2018: Drei Fälle mit hohgradiger Resistenz gegen Standardtherapieweiter

  • Nieren von Spendern mit Hepatitis C verpflanzt

    12. Juni 2018: DAA-Therapie verhinderte die Infektion der Empfänger.weiter

  • ViiV- Phase-3-Studien SWORD 1 und SWORD 2

    04. Juni 2018: Die SWORD-Studien zeigen, dass die Therapie mit Dolutegravir und Rilpivirin bei der Aufrechterhaltung der Virussuppression (HIV-1-RNA < 50 Kopien/ml) bei HIV-1-infizierten Erwachsenen gegenüber der Fortführung einer traditionellen Drei- oder Vierfachtherapie für einen Zeitraum von 48 Wochen nicht unterlegen ist.weiter

  • Janssen - Juluca® zugelassen

    04. Juni 2018: Janssen gibt die Zulassung von JULUCA ® (Dolutegravir/Rilpivirin), dem ersten Single Tablet-Regime (STR) mit zwei Wirkstoffen für die Behandlung von Infektionen mit HIV durch die Europäische Kommission bekanntweiter

  • ViiV - Juluca® zugelassen

    04. Juni 2018: ViiV Healthcare erhält die Europäische Zulassung für Juluca (Dolutegravir/Rilpivirin), das erste einmal tägliche 2-Drug Regimen in einer Tablette zur Behandlung von HIV.weiter

  • Gesprächsleitfaden unterstützt Ärzte bei Umstellung auf Generika

    04. Juni 2018: Bei der Umstellung von HIV-Patienten auf ein Generikum ist der Arzt gefragt! Mit dem neuen Gesprächsleitfaden zur Generikaumstellung liefert Hexal Ärzten ein übersichtliches Tool ...weiter

  • Erstmals gefilmt wie HIV Zelle infiziert

    01. Juni 2018: HIV durchdringt Oberflächenzellen, um Immunzellen zu erreichen.weiter

  • Hepatitis C

    01. Juni 2018: Weniger Müdigkeit und bessere Lebensqualität nach SVR.weiter

  • Safer Sex 3.0

    01. Juni 2018: Relaunch der Kampagne ICH WEISS WAS ICH TU der Deutschen AIDS-Hilfe.weiter

  • Vosevi®

    23. Mai 2018: Preisreduktion um 5%.weiter

  • Juluca® zugelassen

    22. Mai 2018: Die EMA hat das erste duale STR als Switch-Option zugelassen.weiter

  • Dolutegravir

    20. Mai 2018: Vorläufige Warnung während der Schwangerschaft. Geburtsfehler wie Spina bifida sind nicht auszuschließen.weiter

  • FSME-Risikogebiete

    17. Mai 2018: Im Epidemiologischen Bulletin 17/2018 findet sich eine aktualisierte Karte der FSME-Risikogebiete.weiter

  • Gegen Diskriminierung

    16. Mai 2018: Die neue Webseite der Deutschen Aids-Hilfe bietet Hilfe und Unterstützung bei Diskriminierung wegen HIVweiter

  • Gewichtszunahme durch Integrasehemmer?

    14. Mai 2018: Manche Nebenwirkungen werden erst beim breiten Einsatz neuer Substanzen deutlich.weiter

  • H. W. & J. Hector Stiftung

    02. Mai 2018: Die Stiftung hat zwei Projektförderungen und den Hector Forschungspreis 2019 ausgeschrieben.weiter

  • Gute Patientenaufklärung bei generischer HIV-Therapie?

    30. April 2018: Eine Umstellung auf ein unbekanntes Präparat kann für unaufgeklärte Patienten mit Bedenken behaftet sein. Die steigende Verbreitung generischer HIV-Präparate hat jedoch eine Reihe positiver Aspekte.weiter

  • Genveränderte Stammzellen erfolgreich

    27. April 2018: Veränderte Zellen reduzieren die Größe des Virusreservoirs.weiter

  • PostExpositionsProphylaxe

    19. April 2018: G-BA äußert sich zur PEP.weiter

  • Herpes zoster

    18. April 2018: Impfstoff Shingrix® gegen Gürtelrose zugelassenweiter

Weitere Meldungen weiter

Diese Website bietet aktuelle Informationen zu HIV/Aids sowie zur HIV/HCV-Koinfektion. Im Mittelpunkt stehen HIV-Test, Symptome und Auswirkungen der HIV-Infektion, Behandlung der HIV-Infektion, HIV-Medikamente mit Nebenwirkungen und Komplikationen, Aids, Hepatitis B und C. Ein Verzeichnis der Ärzte mit Schwerpunkt HIV ergänzt das Angebot.