Baylisascaris procyonis

21. Dezember 2025

Waschbärspulwurm in neun europäischen Ländern nachgewiesen

Der Waschbärspulwurm Baylisascaris procyonis reiste bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit den ersten Waschbären aus Nordamerika ein. Seit der Freilassung bzw. dem Entkommen aus Pelztierfarmen hat sich der Waschbär unkontrolliert über weite Teile Mitteleuropas verbreitet – und mit ihm sein Parasit. Deutschland gilt heute als Hauptverbreitungsgebiet in Europa.

 Ein Frankfurter Forschungsteam des Verbundprojektes ZOWIAC hat nun die erste umfassende Analyse für Europa vorgelegt: Der Parasit ist bereits in neun Ländern etabliert und breitet sich kontinuierlich aus.Die Studie kombiniert neue Untersuchungen von 146 Waschbären aus Deutschland mit einer umfassenden Auswertung aller verfügbaren europäischen Daten.

Baylisascaris procyonis kann beim Menschen schwere Erkrankungen auslösen. Die meisten bekannten Fälle traten in Nordamerika auf, dem natürlichen Verbreitungsgebiet von Waschbär und Spulwurm. Dort führte die Erkrankung in den meisten dokumentierten Fällen zu bleibenden neurologischen Schäden oder gar zum Tod.



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