HIV-PrEP

19. Januar 2026

Zahl der PrEP-Nutzer deutlich gestiegen

Die gesetzliche Krankenkasse BARMER hat ihre Daten im Hinblick auf die HIV-PrEP analysiert. Die HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP) ist seit September 2019 im Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) enthalten. Die Auswertung der anonymen Daten von 2019 bis 2022 zeigt einen Anstieg der PrEP-Nutzenden von 1058 auf 3194. Demografische Merkmale blieben dabei weitgehend unverändert, während die durchschnittliche zensierte Therapietreue von 98 % im Jahr 2019 auf 91 % bis 92 % in den Folgejahren fiel. Bei zwei Personen wurden HIV-Infektionen beobachtet, wobei die Transmissionen mutmaßlich nicht unter PrEP-Nutzung stattfanden. Hinsichtlich der STI-Raten waren im Zeitverlauf keine klaren Veränderungen zu beobachten.

Fazit: Insgesamt scheint die bei der BARMER beobachtete Kohorte gut mit anderen PrEP-Kohorten in Deutschland vergleichbar zu sein. Kritisch zu betrachten ist die STI-Rate, da die Daten aus der „Corona-Zeit“ stammen.

Die Autoren sehen in der Analyse einen Ansatz, wie ein jährliches Monitoring der HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP) auf Basis von Routinedaten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) (beispielsweise über das Forschungsdatenzentrum Gesundheit am Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) kostengünstig umsetzbar wäre.



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