Infektion
08. Februar 2026
Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Leibniz Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie (Leibniz-HKI) in Jena konnte zeigen, dass der Hefepilz Candida albicans und das Bakterium Enterococcus faecalis unter bestimmten Bedingungen eine gefährliche Allianz bilden: Statt sich zu bekämpfen, können sie ihre Wirkung verstärken und gemeinsam deutlich schwerere Zellschäden verursachen als allein.
Die entscheidende Rolle spielt dabei der
bakterielle
Giftstoff Cytolysin. Daneben identifizierte das Forschungsteam
zwei weitere Hauptmechanismen:
1. Direkter Kontakt: Die Bakterien heften sich an die Pilzzellen
an und
gelangen dadurch in engen Kontakt mit den Wirtszellen. So kann das
bakterielle
Gift Cytolysin genau dort wirken, wo es den größten Schaden
anrichtet.
2. Nährstoffverarmung: Candida albicans verbraucht Zucker
(Glukose) besonders
schnell. Der daraus resultierende Energiemangel schwächt die
Wirtszellen und
macht sie anfälliger für das bakterielle Gift.
So schaffen Pilz und Bakterium gemeinsam eine Umgebung, in der sie
ihre
zerstörerische Wirkung voll entfalten und massive Zellschädigungen
verursachen
können – ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie komplexe
mikrobiologische
Wechselwirkungen den Verlauf einer Infektion prägen









Diese Seite weiter empfehlen
