Malaria

06. Februar 2026

Neue Dreifachkombinationen erfolgreich

Forschende des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin (BNITM) haben zwei neue Medikamentenkombinationen Artesunat/Pyronaridin-Atovaquon/Proguanil (APAP)und Artesunat-Fosmidomycin-Clindamycin (AFC) in einer DZIF-geförderten klinischen Phase-II-Studie in Gabun und Ghana bei Fällen von unkomplizierter Malaria auf Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit getestet.

Artesunat/Pyronaridin wird bei unkomplizierter Malaria in Endemiegebieten als Standardtherapie eingesetzt. Atovaquon beeinträchtigt die Energiegewinnung der Parasiten und Proguanil stört die DNA-Synthese der Parasiten stört.

In der zweiten Kombination wurde Artesunat mit Fosmidomycin und Clindamycin kombiniert. Fosmidomycin hemmt einen Stoffwechselweg, der im Menschen nicht, aber im Malariaparasiten vorhanden ist. Clindamycin hemmt die Proteinsynthese in einem parasitären Organell, das für das Überleben des Malariaparasiten wichtig ist. Die Kombination von einem Antimalariamittel mit Antibiotika könnten in Malaria-Endemieregionen auch gegen viele andere endemische Erkrankungen vorteilhaft sein.

In der Phase-II-Studie (n=100) waren 97 % unter AFC, 100% unter APAP und 100% unter AP nach 28 Tagen malariafrei. Bis zum Tag 42 sanken die Werte etwas in allen drei Gruppen. Bei einigen Patient:innen kam es also zu neuen Infektionen mit Malaria oder zu einem Wiederaufflammen der alten Malariainfektion. Verträglichkeit und Sicherheit waren gut.

Fazit: In dieser Studie waren die neuen Kombinationen in der Wirksamkeit nicht besser. Phase-III-Studien sind geplant.



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