Mikrobiom
10. Februar 2026
Mikrobiom-Generalisten können
Resistenzen weltweit
verbreiten
Wissenschaftler der Bork Gruppe
am EMBL
Heidelberg haben herausgefunden, dass Mikroben, die in ähnlichen
Lebensräumen
vorkommen, sich stärker ähneln als solche, die einfach in
derselben
geografischen Region leben. Durch die Analyse von zehntausenden
Metagenomen
stellte das Team fest, dass sich die meisten Mikroben an ein
spezifisches
Ökosystem anpassen, während eine seltenere Untergruppe, sogenannte
„Generalisten“, in ganz unterschiedlichen Lebensräumen gedeihen
können.
Bisher wurden die meisten groß angelegten
Mikrobiom-Studien
auf der Basis eines bestimmten Ökosystems durchgeführt, da eine
globale Analyse
mit erheblichen technischen und logistischen Herausforderungen
verbunden ist.
Die jüngste Entwicklung von Datenbanken wie SPIRE (Searchable,
Planetary-scale
mIcrobiome REsource) durch Wissenschaftler am EMBL und ihre
internationalen
Partner hat weltweite Untersuchungen deutlich erleichtert. SPIRE
verarbeitet und
annotiert als öffentlich zugängliche Datenbank mikrobielle Daten
aus
verschiedensten Lebensräumen weltweit. Mithilfe von 85.604
metagenomischen
Proben aus der SPIRE-Datenbank konnten EMBL-Forschende 40
verschiedene
mikrobielle Lebensraumtypen identifizieren.
Fazit: In dieser bislang größten Studie dieser
Art zeigen
EMBL-Wissenschaftler, dass bestimmte Mikroben in unterschiedlichen
Ökosystemen
gedeihen können und so zur weltweiten Verbreitung von
Antibiotikaresistenzen
beitragen.
Chan Yeong Kim et al.:
Planetary microbiome
structure and
generalist-driven gene flow across disparate habitats.
Cell,
9.2.2026, 10.1016/j.cell.2025.12.051
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