Reise/Tropenmedizin
04. Februar 2026
- Nipah-Virus-Erkrankung – Indien: Seit der Entdeckung von zwei laborbestätigten Fällen einer Nipah-Virus (NiV)-Infektion im Bundesstaat Westbengalen am 13. Januar 2026 (beides Mitarbeitende im Gesundheitswesen) wurden bislang keine weiteren Fälle festgestellt. Die Behörden identifizierten und testeten über 190 Kontaktpersonen; alle Testergebnisse waren negativ.
- Cholera – weltweit: Seit dem 1. Januar 2026 wurden 1.203 neue Cholera-Fälle, darunter sieben Todesfälle, in sechs Ländern gemeldet: Angola, Malawi, Mosambik, Namibia, Somalia und Sambia. In Mosambik hat schweres Hochwasser zu einem rasanten Anstieg der Fälle geführt; Berichte deuten auf eine nahezu Verdopplung innerhalb des letzten Monats hin.
- Chikungunya – weltweit: Die regionale Übertragung nimmt im gesamten Karibikraum zu. Der Ausbruch in Suriname ist auf 134 Fälle mit einem Todesfall angewachsen. Französisch-Guayana meldet seinen ersten autochthonen Fall seit dem Ausbruch 2014–2015. In Südamerika verzeichnet Brasilien über 600 Fälle im Bundesstaat Mato Grosso do Sul. Auch bei Rückkehrenden von den Seychellen werden vermehrt Chikungunya-Fälle festgestellt.
- Masern – Europa: Sechs Länder haben aufgrund anhaltender endemischer Übertragung ihren Maserneliminierungsstatus verloren: Großbritannien, Spanien, Österreich, Armenien, Aserbaidschan und Usbekistan. Im Jahr 2024 erreichten nur vier EU/EEA-Länder die ≥95%-Schwelle für die zweite Masernimpfung. Zielgerichtete Nachholimpfkampagnen sind erforderlich, um bestehende Impflücken zu schließen.
- Melioidose: Australien meldet während der aktuellen Regenzeit einen Anstieg der Melioidose-Fälle, mit 41 gemeldeten Fällen bis Ende Januar 2026. Der Anstieg wird mit heftigen Regenfällen und jüngsten Zyklonen in Verbindung gebracht, die die Umweltbelastung erhöht haben.









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