Sexuelle Funktionsstörung
08.02.2026
In einer Studie mit 252 Frauen ab 18 Jahren, bei denen eine sexuelle Funktions- oder Schmerzstörung vorlag, wurde die DiGA „mylovia“ mit einer Kontrollgruppe ohne Intervention verglichen. Nach drei Monaten fand sich in der Interventionsgruppe eine statistisch signifikante und klinisch relevante Verbesserung der Symptome.
„mylovia“ ist eine digitale therapeutische
Anwendung, die
auf wissenschaftlich fundierten psychotherapeutischen Verfahren
basiert. Die
APP gibt Betroffenen alltagsnahes Wissen sowie konkrete Übungen an
die Hand.
Die Hauptfunktion besteht in einem virtuellen Dialog. Das
bedeutet, dass
mylovia der Nutzerin kurze Informationen anbietet und die Nutzerin
dann aus
einer festgelegten Anzahl von vorgegebenen Antwortmöglichkeiten
diejenige
auswählt, die sie am meisten interessiert und/oder am besten zur
individuellen
Situation passt. mylovia geht empathisch auf diese Antwort ein und
vermittelt
nachfolgend die nächste Information, auf die die Nutzerin dann
wiederum
reagieren kann. Auf diese Weise entsteht ein adaptiver
Interaktionsprozess, der
in seiner Struktur einem therapeutischen Gespräch nachempfunden
ist.
Aufgrund der positiven Studienergebnisse wurde mylovia zur
Kostenerstattung
beim BfArM eingereicht. Im Falle einer Zulassung wäre die
Intervention über den
Weg der Digitalen Gesundheitsanwendung (DiGA) von Ärzt:innen und
Psychotherapeut:innen verordnungsfähig.
Fazit: Welches Medikament würde nach einer (!) Studie mit n=252 von den gesetzlichen Krankenkassen in den Leistungskatalog aufgenommen werden?









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