HIV-PrEP
28. August 2026
PrEP Survey des
RKI
Die
retrospektive Befragung
von 29 HIV-Schwerpunktzentren des dagnä-Netzwerks in zehn
Bundesländern ergab,
dass im Jahr 2025 insgesamt 130.452 Personen in den Zentren
behandelt wurden,
darunter 28.537 Menschen mit HIV und 19.264 PrEP-Nutzende.
Insgesamt wurden 300
HIV-Neudiagnosen erfasst; 17 davon (5,7 % aller berichteten
HIV-Erstdiagnosen)
erfolgten zeitlich nach der PrEP-Einleitung. Eine HIV-Infektion
unter
PrEP-Nutzung bleibt weiterhin ein sehr seltenes Ereignis.
Die Zentren schätzten, dass im Jahr 2025 durchschnittlich
87,4 %
der PrEP-Nutzenden gesetzlich, 12,4 % privat und 0,2 % gar nicht
krankenversichert waren. In 22 Zentren wurden keine Patienten
oder Patientinnen
ohne Krankenversicherung versorgt, in sieben Zentren hatten
jeweils 1 % der
Patienten und Patientinnen keine Krankenversicherung.
Für Long-Acting
PrEP wurde
insbesondere das Potenzial zur Reduktion von Stigmatisierung im
Zusammenhang
mit HIV, zur Verbesserung der Adhärenz, zur Erleichterung des
Zugangs für
vulnerable Gruppen sowie für eine höhere Akzeptanz bei
PrEP-Nutzenden gesehen.
Für nahezu alle abgefragten Zielgruppen wurde die Bedeutung der
Long-Acting
PrEP positiv bewertet.
Robert Koch-Institut Epidemiologisches
Bulletin 35/2026
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