MPox
31. August 2026
Sperma begünstigt Infektion
Ursprünglich
wurden MPox-Viren überwiegend vom Tier auf den Menschen
übertragen. In den
vergangenen Jahren verbreiten sich neue Virusvarianten jedoch
immer besser auch
von Mensch zu Mensch. Forschende der Goethe-Universität und
der
Universitätsmedizin Frankfurt haben jetzt festgestellt, dass
Samenflüssigkeit
die Aufnahme von MPox in die Zellen erleichtert.
Dazu infizierten die Forschenden
Bindegewebszellen
(Fibroblasten) und Oberhautzellen (Keratinozyten) mit
MPox-Viren. Waren die
Viren zuvor mit Samenflüssigkeit vermischt worden, förderte dies
die Aufnahme
des Erregers in die Zellen. Eine Analyse der Samenflüssigkeit
zeigte, dass
dafür bestimmte, natürlich vorkommende Eiweißbruchstücke in der
Samenflüssigkeit verantwortlich sind, die Fasern bilden und
dadurch dem
MPox-Virus das Andocken an menschliche Zellen erleichtern.
Emma Torbica, Matthias Denkewitz, Tamara
Quick, Nadja
Zöller, Katja Steinhorst, Stefan Kippenberger, Florian
Rothweiler, Jindrich
Cinatl Jr., Pia Veratti, Florian Full, Undraga Schagdarsurengin,
Sandra Ciesek,
Jan Münch, Janis A. Müller, Denisa Bojkova:
Seminal fluid
enhances monkeypox
virus infection via amyloidogenic fibrils.
Emerging Microbes
& Infections
(2026) https://doi.org/10.1080/22221751.2026.2703396
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